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Familienstützpunkt

29.04.2015

Abwarten und sparen

Ichenhausen investiert vorerst nur wenig

Das ist praktisch: Damit der künftige Familienstützpunkt einen eigenen Eingang bekommt, kann die Stadt Ichenhausen zumindest vorerst eine vorhandene Terrassentür an der Kinderkrippe Wilhelm-Busch mit wenig Aufwand zum separaten Zugang umfunktionieren. Denn die Stadt ist sparsam. „Wir sind noch ein bisschen zurückhaltend“, erklärte Bürgermeister Robert Strobel am Montag in der Sitzung des Bauausschusses: Bevor man groß investiere, wolle man die Resonanz auf das neue Angebot abwarten.

Ichenhausen ist eine der sieben Städte und Gemeinden im Landkreis, in denen mithilfe des Landkreises Familienstützpunkte geschaffen werden, die Familien in schwierigen Lebenslagen weiterhelfen und ihnen auch Orientierung bei den vielfältigen Angeboten geben sollen (wir berichteten).

Für das Büro in Ichenhausen will die Stadt den ursprünglich als Büro für die Krippenleitung vorgesehenen Raum nutzen, der zurzeit hauptsächlich als Besprechungsraum dient. Das kann er auch weiterhin, versichert Bürgermeister Strobel, denn die sozialpädagogische Fachkraft für den Familienstützpunkt werde nur 15 Stunden pro Woche anwesend sein. Welcher Träger die Beratung in Ichenhausen übernehmen soll, darüber hat gestern Abend der Hauptausschuss der Stadt hinter verschlossenen Türen beraten, man hatte mehrere Angebote auf dem Tisch.

Eine Besichtigung des Gebäudes mit der Fachkraft des Kreisjugendamtes hat jedenfalls schon stattgefunden. Eine laut Sitzungsvorlage „durchaus robuste, qualitativ hochwertige“ Terrassentüre soll zumindest vorläufig als direkter Zugang zum Familienstützpunkt dienen. Eine klassische Haustür brauche man vorerst nicht. Der vorhandene Rollladen biete ausreichenden Einbruchschutz.

Bedenken von Stadtrat Markus Machauf, dass der neue Zugang eine Stolperfalle für die Besucher sein könnte, entkräftete Stadtbaumeister Gerhard Hruby. Die Tür sei jetzt schon ein Fluchtweg, es gebe dort nicht die sonst übliche Schwelle. Also soll das Türelement vorerst für lediglich gut 100 Euro mit anderen Türgriffen versehen werden. In den Zaun, der das Gelände der Wilhelm-Busch-Kindertagesstätte umschließt, wird in unmittelbarer Nähe des künftigen Familienstützpunktes ein Gartentürchen eingebaut. Ein kurzes Stück Weg durch den Rasen soll voraussichtlich der städtische Bauhof pflastern.

Auf eine separate elektrische Klingel will die Stadt mangels geeigneter Möglichkeiten vorerst verzichten, die künftige Fachkraft könne Besucher durch die Scheibe der Eingangstür sehen, und notfalls gebe es ja auch noch die Sprechanlage am Eingang der städtischen Kinderkrippe. (ilor)

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