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Ausstellung

24.02.2015

Achtung: Bitte berühren

Eine Ausstellung der etwas anderen Art wird am Donnerstag im Günzburger Heimatmuseum eröffnet. „Kunst begreifen“ wendet sich nicht zuletzt an blinde und sehbehinderte Menschen. Ihre Werke präsentieren bei der Ausstellung (von links) Angelika Kienberger, Birgit Rembold, Gerd-Matthias Kaiser und Petra A. Wende.
Bild: G. Kaiser

Im Günzburger Heimatmuseum gibt es Kunst zum Anfassen

Normalerweise ist es tabu, Kunstwerke auch nur zu berühren. Geschweige denn, sie in die Hand zu nehmen, zu ertasten und – buchstäblich – zu erfassen. Bei der Ausstellung „Kunst begreifen“ ist es genau umgekehrt. „Kunst zum Anfassen. Bitte berühren“ lautet das Motto. Vier Künstlerinnen und Künstler aus der Region stellen im Heimatmuseum Günzburg ihre plastischen Werke aus – für sehende, nicht zuletzt aber für blinde und sehbehinderte Besucher. Ziel der Ausstellung, die am Donnerstag, 26. Februar, um 19 Uhr eröffnet wird, ist es ferner, Kinder und Jugendliche auf spielerische Art in die Welt der Kunst einzuführen.

Eine ähnliche Ausstellung war schon zweimal zu sehen, in Pfaffenhausen im Unterallgäu. Dort betreut das Dominikus-Ringeisen-Werk blinde und sehbehinderte Menschen. Die Resonanz auf die Kunstausstellung war groß. Dem Initiator der Werkschau, dem Sozialpädagogen Norbert Schnitzler, war es deshalb ein Anliegen, die Ausstellung ein weiteres Mal zu organisieren – diesmal in Günzburg.

Im Heimatmuseum zeigen Birgit Rembold (Günzburg), Petra A. Wende und Gerd-Matthias Kaiser (beide Ichenhausen-Hochwang) sowie Angelika Kienberger (Emersacker) plastische Werke, gefertigt aus den unterschiedlichsten Materialien – Keramik, Gips, Beton, Stein, Holz und Bronze. „Die Kunstwerke sind sowohl figürlich wie abstrakt“, erklärt Birgit Rembold im Gespräch mit der Günzburger Zeitung. Also wie geschaffen dafür, sie nicht nur optisch zu bewundern, sondern auch mit den Händen zu ertasten und ihre Konturen zu erspüren. Für sehende Besucher jeglichen Alters gibt es deshalb auf Wunsch die Möglichkeit, sich mit verbundenen Augen durch die Ausstellung im Rokokosaal des Museums führen zu lassen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 26. Februar, um 19 Uhr im Rokokosaal des Heimatmuseums Günzburg, Rathausgasse 2. Veranstalter sind die Stadt und der Historische Verein Günzburg sowie das Dominikus-Ringeisen-Werk Pfaffenhausen. Einführende Worte spricht Organisator Norbert Schnitzler.

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