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Jettingen-Scheppach

30.07.2020

Ärger um geplante Bankenfusion der Raiffeisenbank Jettingen-Scheppach

Die VR-Bank Donau-Mindel wirbt nach wie vor um eine Partnerschaft mit der Raiffeisenbank in Jettingen-Scheppach, auch wenn die Chancen gering scheinen.
Bild: Andreas Brücken

Plus Die VR-Bank Donau-Mindel fühlt sich von den Verantwortlichen der Raiffeisenbank Jettingen-Scheppach übergangen. Was die VR-Vorstände nun in letzter Minute vorhaben.

Die Raiffeisenbank Jettingen-Scheppach suchte nach einem Partner – und und ist fündig geworden. Die VR-Bank Donau-Mindel kann diese Wahl nicht verstehen.

Das Gebäude der Raiffeisenbank Jettingen-Scheppach an der Hauptstraße 63.
Bild: Bernhard Weizenegger

Niedrige Zinsen und der hohe Konkurrenzdruck aus dem Internet haben die Verantwortlichen des kleinen Bankhauses in Jettingen-Scheppach dazu veranlasst, sich nach einer strategischen Partnerschaft umzuschauen. Ausgeguckt hat man sich die benachbarte Raiffeisenbank Augsburger Land West. Nun fehlt nur noch der Segen der Mitglieder, denn als Genossenschaftsbank müssen diese einer möglichen Fusion zustimmen.

"Wir passen besser zusammen"

Bereits in den vergangenen Wochen haben die Vorstände ihre Mitglieder über die bevorstehenden Fusionspläne informiert. Wie ein enttäuschter Liebhaber sehen derweil die Vorstände der VR-Bank Donau-Mindel der bevorstehenden Bankenehe entgegen. Der Vorsitzende der VR-Bank Donau-Mindel, Stefan Fross, versucht sachlich zu bleiben und erklärt im Gespräch ´mit unserer Zeitung, dass man dieses Vorhaben nicht verstehen könne: „Wie der Name ,Donau-Mindel’ bereits sagt, passen wir besser zusammen.“

Ärger um geplante Bankenfusion der Raiffeisenbank Jettingen-Scheppach

Etwa 1500 Bürger der Gemeinde Jettingen-Scheppach sind bereits Kunden der VR-Bank Donau-Mindel und würden damit eine starke Partnerschaft gemeinsam mit der Bank in Jettingen-Scheppach bilden, erklärt Fross. Vorstandssprecher Alexander Jall ergänzt, dass diese Kunden durch die Fusion wieder eine Geschäftsstelle an ihrem Wohnort hätten.

Niederlassung wurde geschlossen

Vor rund drei jahren wurde die Niederlassung der VR-Bank Donau-Mindel geschlossen, weil ein weiterer Betrieb in den maroden und sanierungsbedürftigen Räumen wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen sei, sagt Jall weiter. „Wir haben immer auf eine gemeinsame Zukunft in den neuen Räumen in Jettingen-Scheppach gehofft.“

Mit einem Brief wollen nun die Vorstandsmitglieder sich an ihre Kunden wenden, um eine Fusion mit einer anderen Bank außerhalb des Landkreises entgegenzuwirken: „Wir befürchten, dass Jettingen-Scheppach aus Augsburger Sicht am Ende der Welt liegt“, erklärt Fross. Gleichzeitig sei man vom Verhalten der Kollegen aus Jettingen-Scheppach überrascht gewesen; „Wir haben, außer bei einem Gespräch im Frühjahr, keine echte Chance bekommen, uns zu präsentieren.“

Mitglieder sollen dagegen stimmen

Mit einem Appell an ihre Mitglieder wollen die Vorstände der VR-Bank Donau-Mindel in letzter Minute das Zusammengehen der beiden Banken aus den Kreisen Günzburg und Augsburg verhindern. Darin werden die Kunden gebeten, ihr Stimmrecht bei der Generalversammlung am 5. August gegen die geplante Fusion einzusetzen. Fast am Ende der Tagesordnung steht nach der Ehrung langjähriger Mitglieder der Punkt „Verschmelzung mit der Raiffeisenbank Augsburger Land West eG“. Würde es nach Fross gehen, bekäme diese Verbindung kein Ja-Wort. Er sagt: „Wir sind davon überzeugt, dass wir als VR-Bank Donau-Mindel für eine langfristige Sicherung des Bankenstandortes in Jettingen-Scheppach sowie auch für die Entwicklung der Marktgemeinde insgesamt der einzige und richtige Partner sind.“

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