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Burgau

05.11.2018

Alles wie gewohnt – nur ein bisschen anders

Am Samstag veranstaltete die Musikvereinigung der Handschuhmacher Burgau ihr Herbstkonzert - etwas anders als sonst und Ehrungen gab es auch. Im Bild von links: ASM-Vertreter Dieter Blösch, die Stellvertreterin des Vorstands Martina Ulsperger, Ehrenmitglied Jozé Fabjancic, Clemens Rottenecker, Luzia Fischer, Katharina Eska, Konstantin Auinger, Vorstand Michael Fritz, Andreas Ulsperger und Stefan Eska.
Bild: Peter Wieser

Bei den Burgauer Handschuhmachern hat sich einiges geändert. Applaus für die Musikerinnen und Musiker gab es aber wie immer reichlich.

Das Konzert fand im Albertus-Magnus-Haus statt, Andreas „Andi“ Ulsperger, bis zum Samstag sogar noch amtierender Markgraf, führte wieder durch das Programm. Wer aber beim Herbstkonzert der Musikvereinigung der Handschuhmacher Burgau am Samstag dachte, dass alles wieder so wie in den letzten Jahren ablaufen würde, der hatte sich getäuscht. Schade, dass sich erstmals unter den knapp 50 Musikerinnen und Musikern keines der Gründungs- und Ehrenmitglieder auf der fast schon zu engen Bühne mehr befand. Im letzten Jahr hatte sich Roland Fischer aus der aktiven Musikerkarriere verabschiedet, in diesem war Jozé Fabiancic ihm gefolgt. Dafür zeigten sich die Handschuhmacher mit einer ganzen Reihe an neuen Mitgliedern. Zudem führten dieses Mal nicht nur Rainer Hofmann und Jürgen Schmidt das Regiment. Man habe nicht irgendeinen, sondern mit Tizian Foag aus Hafenhofen einen jungen und talentierten Gastdirigenten engagiert, wie Vorstand Michael Fritz das Publikum schon einmal neugierig machte.

Highlights aus der Filmwelt

Ruhig und erhaben breitete sich zunächst das von Frank Ticheli geschriebene Konzertstück „Shenandoah“ aus, dirigiert von Jürgen Schmidt . „Ein bisschen zur Ruhe kommen, mit Instrumenten, die ihre Stimmen singen“, wie Andreas Ulsperger erklärte. Wie eine würdevolle Ouvertüre dagegen folgte die Einleitung zu Jacob de Haan’s „Concerto d’Amore“ – Barock, Pop und swingender Jazz in einem Stück vereint, und bei dem nun Dirigent Tizian Foag die Musiker mühelos zusammenführte. Ganz schön gewaltig präsentierten sich die Handschuhmacher anschließend bei den „Highlights from Exodus“ von Ernest Gold, der den Soundtrack zu dem dreieinhalbstündigen Monumentalfilm „Exodus“ aus dem Jahr 1960 komponiert hatte – jetzt mit Rainer Hofmann vorne am Dirigentenpult.

So schnell wollten sich die Musikerinnen und Musiker nicht von der Filmwelt verabschieden: Mit Michael Story’s „The Magic of Harry Potter“ ließen sie das Publikum in sämtliche acht Harry Potter Filme eintauchen, luden dieses bei Jay Bocook’s „Dances with Wolves“ unter peitschenden Revolverschüssen zum Tanz mit dem Wolf ein, und bei Stefan Schwalgin’s „Always look on the bright Side of Live“ sangen und pfiffen sie munter mit. Schließlich solle man ja auch immer ein bisschen auf die helle Seite des Lebens schauen, wie Moderator Andreas Ulsperger bemerkte. Ein bisschen rock’ n ‘rollig zeigten sich die Handschuhmacher übrigens auch: Mit dem Medley „Rock it“ von Kurt Gäble und einer Mischung aus „Rock around the Clock“, „Let’s twist again“ und „See you later Alligator“. Bei „The Circle of Life“ und einem fröhlichen „Hakuna Matata“ aus John Higgins’ „The Lion King“ durfte sich das Publikum noch einmal etwas zurücklehnen und einfach nur träumen und genießen.

Alles wie gewohnt – nur ein bisschen anders

Bis zu 40 Jahre spielen sie schon mit

Ehrungen gab es am Samstag ebenfalls. „Musik ist eine unverwechselbare Sprache, die überall verstanden wird“, betonte Dieter Blösch vom Allgäu-Schwäbischen-Musikbund (ASM), als er langjährige und verdiente Musikerinnen und Musiker ehrte. Diese waren Katherina Eska (Klarinette, zehn Jahre), Clemens Rottenecker (Saxophon, zehn Jahre), Konstantin Auinger (Horn, zehn Jahre), Andreas Ulsperger (Tuba, 15 Jahre) Luzia Fischer (Klarinette, 40 Jahre) und Stefan Eska (Tuba, 40 Jahre).

Mitklatschen durfte das Publikum natürlich auch: Nämlich zu der Polka „Im Wäldchen“ von Antonín Borovicka und Karel Sejk als Zugabe, bevor mit Peter Maffay’s „Nessaja“ ein glänzendes Herbstkonzert einen krönenden Abschluss fand.

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