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Ausschuss

12.09.2019

Alte Apfelsorten auf dem Fliegerhorst

Obstbäume mit alten Apfelsorten werden auf dem Fliegerhorstgelände angepflanzt.

Auf dem Gelände bei Leipheim wird eine Streuobstwiese angelegt

Zu den bedrohten Pflanzen gehören auch alte Apfel- und Birnensorten. Um einen Beitrag zum Erhalt selten gewordener Obstbäume zu leisten, wird auf dem ehemaligen Fliegerhorst Leipheim eine Streuobstwiese mit dem etwas sperrigen Namen „Erhaltungswiese“ angelegt. Der Großteil der Kosten in Höhe von etwa 14500 Euro wird über Fördermittel der Europäischen Union finanziert, der Landkreis muss einen bescheidenen Anteil von knapp 4000 Euro beisteuern. Die Mitglieder des Kreisausschusses stimmten dem Vorhaben einhellig zu.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts waren von 2013 bis 2015 Experten im Schwäbischen Donautal und im westlichen Landkreis Augsburg auf der Suche nach seltenen Apfel- und Birnensorten. Die Ergebnisse waren erfreulich. Es wurden nicht nur rare Kernobstsorten gefunden, sondern auch solche, die bis dahin als verschollen galten.

Um diese alten Sorten zu erhalten, ist geplant, einen – so heißt es in der Sitzungsvorlage für den Kreisausschuss – „zentralen Sichtungsgarten der Versuchsstation für Obstbau der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf“ bei Schlachters in der Nähe von Lindau anzulegen. Aus unterschiedlichen biologischen Gründen ist ein zweiter Standort notwendig. Er findet seinen Platz in der Nähe des Fliegerhorstmuseums auf dem ehemaligen Militärlandeplatz in Leipheim.

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Ziel des Projekts ist es nicht nur, alte und selten gewordene Obstbäume zu erhalten. Geplant ist ferner, Privatpersonen oder Verbände für Schutz und Pflege bedrohter Baumsorten zu gewinnen. Zudem sollen sogenannte Obstbaumwarte ausgebildet werden.

Das Projekt kostet den Landkreis knapp 4000 Euro. Das sei es wert, war die einhellige Meinung im Kreisausschuss – vor allem im Sinne des Erhalts der Artenvielfalt und damit eines vielfältigen pflanzlichen Genpools. (kai)

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