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Günzburg

20.03.2015

An der Günzburger Kreisklinik gingen die Lichter aus

Nach dem Ausfall der regulären Stromversorgung an der Günzburger Kreisklinik stellten die Lechwerke ein zusätzliches Notstromaggregat zur Verfügung. Elektrotechniker Srdjan Dedic kümmerte sich um das Gerät.

Wegen einer Panne war die reguläre Stromversorgung  an der Günzburger Kreisklinik unterbrochen. Das Notstromaggregat wurde gestartet.

Es war nicht die Sonnenfinsternis. An der Kreisklinik Günzburg sind am Donnerstag für kurze Zeit die Lichter ausgegangen. Der Grund für den Ausfall der regulären Stromversorgung war ein Defekt in einem Verteilerschalter, informiert Kreiskliniken-Vorstand Dr. Volker Rehbein unsere Zeitung. Und er gibt gleich Entwarnung. „Das Wohl der Patienten war zu keiner Zeit gefährdet“, sagt der Kliniken-Chef.

Das Malheur ist am Donnerstag kurz vor 9 Uhr passiert. Wegen der Inbetriebnahme neuer Bauteile wurden im Verteilerkasten Sicherungen eingebaut. Dabei kam es zu einem Kurzschluss. „Der Verteilerschalter im Sicherungskasten wurde dabei zerstört“, erläutert Rehbein. Der Akku für solche Notfälle habe aber zur Verfügung gestanden. Alle „lebensnotwendigen Funktionen“, etwa auf der Intensivstation, hätten so aufrecht erhalten werden können, sagt Rehbein erleichtert. Nach kurzer Zeit nahm das Notstromaggregat der Günzburger Kreisklinik seine Arbeit auf.

Wie der Vorstand der Kreiskliniken Günzburg-Krumbach erklärt, sei sehr schnell klar geworden, dass es sich um einen größeren Schaden im Verteilerkasten handelt. Deshalb haben die Lechwerke ein großes Diesel-Notstromaggregat vor dem Günzburger Kreiskrankenhaus aufgestellt. So standen zwei voneinander unabhängige Stromquellen für die Versorgung zur Verfügung.

Am Donnerstag wurden jedoch Operationen, die nicht unbedingt an diesem Tag notwendig waren, aus Sicherheitsgründen auf Freitag verschoben, informiert Rehbein. Der kurze Ausfall der Stromversorgung und die Verlegung von Operationen hätten dazu geführt, dass einige Patienten besorgt nachgefragt haben. „Da sind in den Zimmern schon die Lichter ausgegangen“, sagt der Kreiskliniken-Vorstand. Und auch Computer des Krankenhauses waren für kurze Zeit ohne Strom.

Am Freitagabend sollte die reguläre Stromversorgung wiederhergestellt sein. „Dafür muss der Strom noch einmal kurz abgeschaltet werden“, teilte Rehbein bereits vor dem Abschluss der Arbeiten mit.

Es sei ein außergewöhnliches Gefühl gewesen, auf einmal keinen Kontakt mehr zum Stromnetz zu haben. Die Panne habe aber die Erkenntnis geliefert, dass die Notstromversorgung funktioniere. Durch den Akku, der „nur etwa eine halbe Stunde hält“, hätte der Betrieb in der Intensivstation aufrecht erhalten werden können. „Und das Notstromaggregat war nach etwa vier Minuten leistungsfähig“, stellt der Kliniken-Vorstand zufrieden fest. Obwohl alles geklappt hat, ist Rehbein die Aufregung über den Zwischenfall deutlich anzumerken. Jeden Tag, so der Vorstand, brauche er solch eine Erfahrung jedenfalls nicht.

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