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Ichenhausen

23.11.2017

Anfassen erlaubt

Die neue Mitmachausstellung, die im Schulmuseum Ichenhausen zu sehen ist, können Kinder spielerisch erkunden. Hier ist Anfassen erlaubt.
Bild: Maria Gruber

 Rund um die Themen Energie und Umwelt geht es in der Mitmachausstellung „Was macht die Kuh im Kühlschrank“ im Schulmuseum.

Experimentieren, basteln, anfassen – das macht die neue Mitmachausstellung „Was macht die Kuh im Kühlschrank“ im bayerischen Schulmuseum in Ichenhausen aus.

Durch das Foyer hallt lautes Kindergelächter. Zur Eröffnung der Ausstellung sorgten die Kinder der Wilhelm Busch Kita Ichenhausen für die musikalische Umrahmung. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ichenhauser Bürgermeister Robert Strobel und die Museumspädagogin Johanna Haug war es dann auch schon so weit: Die Kinder durften als erste die Mitmachausstellung ausprobieren.

Dort ist eine ganze Wohnung aus Pappe nachgebaut. Wird der erste Raum betreten, steht man in einem riesigen Bastelzimmer mit Einkaufsladen. Ein paar Schritte weiter kommt eine Mülltrennanlage im dazugehörigen Schlafzimmer. Das Zimmer links daneben ist mit einem riesigen Fernseher und Staubsauger ausgestattet, der an riesige Steckdosen angeschlossen ist.

Im Wohnzimmer können die Kleinen auch selber Strom erzeugen, indem sie ein Rad drehen, welches die Lampen in einer kleinen Miniaturwohnung zum Leuchten bringt. Sie können aber auch hinter der Matschscheibe ihr eigenes Fernsehprogramm gestalten. Natürlich dürfen in einem Haus die Küche und das Badezimmer nicht fehlen. Dort können die Kleinen einen näheren Blick in den Kühlschrank und die Abflussrohre der Toilette werfen, denn alles in dieser Ausstellung ist aus Pappe und lädt sie zum Spielen, Krabbeln und selber Ausprobieren ein.

Ziel sei es, Kinder zwischen drei und zehn Jahren über nachhaltige Entwicklung aufzuklären, meint Johanna Haug. „Wir leben in einem großen Komfort und das mit einer Selbstverständlichkeit. Die Kinder sollen für diesen Komfort sensibilisiert werden“, so die Museumspädagogin.

Denn erst, wenn die Kinder sensibilisiert wären, könnten Fragen auftreten wie: Wo komm denn eigentlich der Strom her? Woher kommt das Wasser und wohin fließt es? Natürlich läuft das alles spielend und mit sehr viel Spaß ab. Im Gegensatz zu einem normalen Museum darf in dieser Ausstellung alles angefasst, mit allem gespielt und sogar gebastelt werden.

Nach kurzer Zeit sind alle Räume voll mit Kindern. Vor allem die Mülltrennanlage hat es vielen angetan. Auf dem Boden liegt Abfall, der mittels Greifzangen aufgesammelt werden kann und dann in eins der drei Rohre bugsiert werden muss. Beliebt ist auch das Badezimmer. Hier können die Kleinen durch die überdimensionale Toilettenschüssel in die Abflussrohre gelangen und durchkriechen. „Die Pappe stammt aus einer Kartonfabrik und ist eine Spezialanfertigung extra für diese Ausstellung“, klärt Johanna Haug auf.

Doch was ist das? Wieso riecht es auf einmal nach Kaffee? Die Antwort darauf befindet sich in der Küche. Dort sitzen einige Kinder mit ihren Eltern am Tisch und mahlen Kaffeebohnen in Kaffeemühlen. Die dreijährige Smilla aus Ichenhausen ist ganz begeistert bei der Sache und dreht die Kurbel unaufhörlich weiter.

Ihre Mama Marion Ross ist ebenfalls angetan von der Ausstellung. „Ich habe mich schon darauf gefreut, nachdem ich mich im Internet darüber informiert habe“, sagt die Grundschullehrerin. Sie werde im Januar mit ihrer Klasse auch hier her kommen.

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