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14.07.2010

Arbeiten, wenn andere Baden gehen

Sommerzeit ist Badezeit: Viele lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen, kühlen sich mit einem Sprung ins Wasser ab und genießen auch sonst das schöne Wetter. Aber es gibt auch andere, die im Sommer Geld verdienen - so wie der Eisverkäufer auf dem Bild. Die Suche nach Ferienjobs ist aber nicht so einfach. Foto: dpa
Bild: dpa

Landkreis Der Sommer und mit ihm die großen Ferien stehen vor der Tür. Endlich genug Zeit, um die schönen Dinge des Lebens zu genießen: Eis essen, Verreisen, Shoppen, ins Kino gehen - die freie Zeit bietet genug Möglichkeiten, um Geld auszugeben. Was soll man aber tun, wenn die Scheine schneller ausgegeben sind als einem lieb ist, man sparen will oder wenn man erst gar keine Kohle zum Ausgeben hat? Dann muss man wohl oder übel die freie Zeit zum Arbeiten nutzen - ein gewinnbringender Ferienjob muss schleunigst her!

Aber welcher Job passt denn überhaupt zu mir? Was und wie lange darf ich arbeiten? Wo finde ich einen Ferienjob? Und wie viel Knete bekomme ich eigentlich fürs Schuften? Das sind alles Fragen, die vor der Suche nach einem geeigneten Ferienjob gestellt werden sollten. Und eins muss einem von Anfang an klar sein: Bei einem Ferienjob handelt es sich um Arbeiten und nicht um Ferien!

Wer in den Ferien arbeiten will, muss mindestens 15 Jahre alt sein. Jüngere dürfen nur höchstens zwei Stunden am Tag mit der Einwilligung der Eltern arbeiten. Für alle, die über 15 sind, ist laut Gesetz acht Stunden Arbeitszeit am Tag erlaubt. Aber woher bekommt man denn jetzt eine Stelle zum Arbeiten? Am besten erst mal im Freundes- und Bekanntenkreis nach Erfahrungen und Tipps fragen, welche Firmen und Betriebe Ferienarbeiter einstellen und wie dort die Arbeitsbedingungen sind. Aber auch in der Zeitung oder im Internet sind Stellenanzeigen zu finden. Man sollte also seine Augen und Ohren immer offen halten, denn Ferienjobs sind rar gesät.

Rechtzeitig bewerben ist wichtig

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Bei der Ferienarbeit gilt übrigens auch: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Also denkt daran, Euch dafür rechtzeitig und ordentlich zu bewerben, denn ein guter erster Eindruck bewirkt Wunder. Der Traum-Ferienjob ist es für viele sicherlich, in der Gastronomie zu arbeiten. Kellnern, Drinks mixen oder Eis verkaufen, das klingt doch nach einer Menge Spaß.

Hier muss man sich aber im Klaren drüber sein, dass in der Gastronomie meist Leute eingestellt werden, die schon ein wenig Erfahrung in diesem Bereich mitbringen. Außerdem kann sich der vermeintliche Traumjob schnell als Albtraum entpuppen, wenn man es mit einer Horde patziger Gäste zu tun bekommt oder einem der ganze Stress über den Kopf wächst.

In der Industrie ist die Bezahlung meist besser

Ein anderer großer Sektor, der gerne Ferienjobber beschäftigt, ist die Industrie. Klar, in einer Fabrik arbeiten klingt erst mal nicht so super spannend, dafür ist hier aber meist die Bezahlung besser.

Die Arbeit in einer Fabrik kann aber sehr anstrengend werden. Schüler, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, sind es nicht gewohnt, den ganzen Tag zu stehen oder schwer zu heben. Die großen Maschinen können ganz schön einschüchternd wirken. Meist wird es langweilig, da der Ferienjobber als Hilfskraft acht Stunden am Tag, fünf Tage in der Woche die gleichen monotonen Handgriffe ausüben muss.

Das sollte jeder im Hinterkopf behalten: Das ganz große Geld scheffelt niemand, da es sich nur um Aushilfsstellen handelt. Viele Firmen stellen gerne Schüler oder Studenten in den Ferien ein, da diese jungen Leute in der Urlaubszeit günstige Arbeitskräfte sind.

Das Tolle an Ferienjobs - mal abgesehen von der Knete, die man verdient - ist, dass man die Möglichkeit hat, in einen Job hinein zu schnuppern oder bisher unbekannte Arbeitsorte kennenzulernen. Somit fühlt sich nicht nur der Geldbeutel mit schönen bunten Scheinen. Nein, auch um eine Arbeitserfahrung ist man nach so einem Job reicher geworden.

Auch ohne Job gibt es Möglichkeiten

Und was tun die, die keinen Ferienjob bekommen haben oder zu jung dafür sind? Wie wäre es, wenn man einen Teil seines alten Krempels ausmistet und ihn auf dem Flohmarkt verkauft? Oder vielleicht gibt's von den Eltern ein paar extra Euro dazu, wenn man sich in den Ferien um den Haushalt kümmert? Die Sommerferien sind lang und voller Möglichkeiten, irgendwie an das nötige Kleingeld zu kommen. Man muss sie nur richtig nutzen, denn nichts ist so schön wie das Gefühl, das eigene, hart erarbeitete Geld voller Freude wieder auszugeben.

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