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03.03.2009

Arno Fritz scheidet aus dem Stadtrat aus

Günzburg (alk) - Im Günzburger Stadtrat steht ein Wechsel an. Arno Fritz, Mitglied des Unabhängigen Wählerblocks (UWB), ist schwer erkrankt. Seine Frau Ilse hat in seinem Auftrag darum gebeten, den 67-Jährigen aus gesundheitlichen Gründen von seinem Ehrenamt zu entbinden. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig bestätigte entsprechende Informationen unserer Zeitung. Nun muss der Stadtrat entscheiden.

Fritz, ein Günzburger Urgestein und sehr beliebt in der Öffentlichkeit, war Ende vergangenen Jahres schwer erkrankt. Mehrere Wochen wurde er zwischenzeitlich im Therapiezentrum Burgau behandelt. Seine Funktion als Stadtrat - dem Gremium gehört er seit 1. Mai 1996 ununterbrochen an - kann er ganz offensichtlich nicht mehr ordnungsgemäß ausüben.

Seine Frau bat nun in seinem Auftrag darum, Arno Fritz von seinem Ehrenamt zu entbinden. "Eine Entscheidung darüber wird im Artikel 19 der Bayerischen Gemeindeordnung geregelt. Dabei muss ein gewichtiger Grund vorliegen, der vom Stadtrat anzuerkennen ist", informierte Jauernig. Bei Fritz liege dieser Grund wohl vor. Bei der nächsten Sitzung am 30. März soll das Thema auf die Tagesordnung kommen.

Sollte der Stadtrat dem Ansinnen zustimmen, wovon auszugehen ist, könnte bei der übernächsten Sitzung einen Monat später der Nachfolger vereidigt werden. Erster Nachrücker auf der Liste des UWB ist Dr. Monika Küchle. Zweiter Nachrücker ist Dr. Klemens Lurz, der dem Stadtrat bis Ende April vergangenes Jahr angehörte.

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Wer letztlich Nachfolger wird, steht nach Aussage von UWB-Fraktionsvorsitzendem Ferdinand Munk noch nicht fest. Auf einen Namen wollte sich die Fraktion bei einer Sitzung gestern Abend festlegen. "Arno Fritz war immer sehr kollegial. Er reißt eine große Lücke beim UWB", sagte Munk.

OB Jauernig bedauert das Ausscheiden des alteingesessenen Günzburgers außerordentlich. "Ich habe ihn als liebenswerten, humorvollen Kollegen kennengelernt, mit dem ich eine sehr menschliche Verbindung aufbauen konnte", sagte der Rathauschef. Fritz sei im Kollegenkreis sehr beliebt.

Der 67-Jährige fungierte bislang als städtischer Sportreferent, war Mitglied im Haushaltsausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss, gehörte dem Kultur-, Jugend- und Sportausschuss sowie dem Beirat der Neuen Stadtkapelle Günzburg an und war bei der sogenannten Kontaktgruppe dabei. "Wir wünschen ihm jetzt vor allem eine gute Genesung", meinte OB Jauernig.

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