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Gundremmingen

31.12.2017

Atomkraftwerk Gundremmingen B geht endgültig vom Netz

Nach 34 Jahren Laufzeit wird Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen abgeschaltet.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Fast 34 Jahre lang ist der Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen gelaufen. Am Sonntag wird er abgeschaltet. Der Reaktor wird voraussichtlich am Nachmittag heruntergefahren.

Im Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern geht am letzten Tag des Jahres Block B endgültig vom Netz. Nach dem für Sonntag geplanten Abschalten des Reaktors verbleiben in Deutschland noch sieben weitere Reaktoren, die nach dem Atomgesetz bis spätestens Ende 2022 ebenfalls allmählich vom Netz genommen werden sollen. Bundesumweltministerium Barbara Hendricks ( SPD) zeigte sich zuletzt "froh" über das Abschalten von Gundremmingen B.

Der deutsche Atomausstieg komme mit dem Ende von Block B in Gundremmingen "einen wichtigen Schritt voran", erklärte Hendricks im Vorfeld der Abschaltung. Die Kernkraft sei eine "gefährliche und nicht nachhaltige Energieform". Für die Übergangszeit bis zum endgültigen Aus müsse gewährleistet sein, dass die Werke sicher betrieben und zurückgebaut würden, forderte sie. Stromengpässe werde es in dieser Zeit nicht geben.

Auf den kompletten Atomausstieg hatte sich die Bundesregierung im Sommer 2011 unter dem Eindruck der Katastrophe im japanischen Fukushima geeinigt. Vorgesehen ist ein Ausstieg bis Ende 2022. Nach Gundremmingen B soll den Plänen zufolge als nächstes das Akw Philippsburg 2 in Baden-Württemberg bis Ende 2019 vom Netz gehen. In Gundremmingen ist noch Block C am Netz, Reaktor A wurde bereits 1977 abgeschaltet. (afp)

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