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Atomlager: Politik hat Vertrauen verspielt

Atomlager: Politik hat Vertrauen verspielt
Kommentar Von Christian Kirstges
25.10.2018

Viele Bürger sind verärgert, dass das Standortzwischenlager in Gundremmingen wohl über die geplante Zeit hinaus bestehen bleibt. Zurecht.

Wie immer, wenn es um das Thema Sicherheit geht, gibt es einen wohl nicht zu lösenden Zwiespalt, so auch jetzt wieder beim Standortzwischenlager in Gundremmingen. Die Bürger möchten möglichst detaillierte Informationen darüber haben, wie geschützt die Castorbehälter mit Atommüll darin sind. Die Verantwortlichen dürfen jedoch nicht zu viel darüber verraten, um potenziellen Angreifern keine wertvollen Hinweise zu liefern. So müssen sich die Bürger auf die Aussage verlassen, dass alles Mögliche für den Schutz getan werde. Das genügt allerdings längst nicht jedem.

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Dies ist insofern verständlich, dass beim Thema Atommüll-Lagerung einiges Vertrauen verspielt wurde. Denn in Gundremmingen wird wohl – wie andernorts auch –, länger zwischengelagert als geplant. Das verärgert viele Menschen zurecht. Jedoch muss man hier in der Tat unterscheiden zwischen den dafür Verantwortlichen in der „großen“ Politik und denen, die sich vor Ort um die Anlage kümmern. Gerade was den letzteren Punkt angeht, dürfte es für viele wiederum beruhigender sein zu wissen, dass ihnen vertrautes Personal damit betraut ist. Der künftige Werkleiter des Zwischenlagers beispielsweise ist seit vielen Jahren im Kraftwerk tätig und kennt die Materie – und viele kennen ihn.

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