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Winterbach

12.04.2019

Auch Bürgermeister Oberschmid stellt sich nicht mehr zur Wahl

Karl Oberschmid tritt bei der Wahl 2020 nicht mehr an.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Der Winterbacher Bürgermeister will keine weitere Amtszeit. Bei der Nachfolgersuche für die Kommunalwahl 2020 will er sich jedenfalls heraushalten.

Eine ganze Reihe von Bürgermeistern im Landkreis Günzburg hat bereits klar gemacht, dass sie bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr nicht mehr kandidieren wird (wir berichteten). Der Nächste in dieser Reihe ist Karl Oberschmid. Der Bürgermeister der Gemeinde Winterbach, der sich im März 2008 gegen zwei Konkurrenten durchsetzte und damals zum ersten Mal zum Ortschef gewählt wurde, hat den Gemeinderat am Donnerstagabend über seine Entscheidung informiert.

Er betonte, dass er das Amt zum Wohl der Gemeinde ausübe, und das sehr gerne tue. Zusammen mit dem Rat und der Verwaltung sei mehr erreicht worden, als geplant. Beispiele seien ein gemeinsames Mitteilungsblatt für die Verwaltungsgemeinschaft, die Asphaltierung der Ortsverbindungsstraße von Winterbach nach Glöttweng im Bereich Winterbach, die Einführung des Flexibusses, die zukunftsfeste Wasserversorgung Rechbergreuthens, die Kanalsanierung in allen drei Ortsteilen und die Winterbacher Zukunft mit „Spätzle & Schwätzle“. Er halte es für den richtigen Zeitpunkt, die Führung der Gemeinde in jüngere Hände zu übergeben und an jemanden mit neuen Ideen. Er wolle das jetzt rechtzeitig bekannt geben, damit Kandidaten gesucht und gefunden werden können.

Oberschmid will auch noch etwas vom Leben haben

Im Gespräch mit unserer Zeitung sagt er, dass er sich diese Entscheidung wohl überlegt habe. Er werde in diesem Jahr 60, am Ende der nächsten Amtszeit wäre er 67, und er wolle die politische Arbeit nicht bis zum Umfallen machen. „Ehrenamtlich Bürgermeister zu sein klingt so einfach“, meint er. Er habe die Aufgabe immer gerne ausgefüllt und sie habe ihm zum überwiegenden Teil große Freude bereitet, aber er wolle auch noch etwas vom Leben haben.

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Schließlich bewirtschaftet er als Landwirt Flächen in der Größe von insgesamt 70 Hektar und er hat einen Biomasse-Betrieb, „das braucht alles Pflege“. Weil er weder den Hauptberuf noch das Ehrenamt vernachlässigen wollte, habe er mitunter auch noch nachts im Büro gesessen. Er wolle da nicht falsch verstanden werden: Wenn einem die Arbeit Spaß mache, und das tue sie, merke man die Überstunden nicht. Aber man solle ja auch aufhören, wenn es am schönsten ist.

Er könne sich durchaus mehrere Personen als Nachfolger vorstellen, sagt Oberschmid. Aber er werde sich bei der Kandidatensuche nicht einmischen, „ich halte mich raus“.

In der Sitzung ging es auch um das neue Baugebiet

Der Gemeinderat hat sich am Donnerstag auch noch mit anderen Themen befasst, unter anderem mit der Erschließung des Baugebiets Westliche Lehen II. Die Bauarbeiten sind zwischenzeitlich wieder aufgenommen worden, die Hauswasserzisternen wurden gesetzt und die Anschlüsse vorbereitet. Auch eine Vakuumpumpe wurde installiert, die aber nur so lange genutzt wird, bis die Hebeanlage gesetzt wird. Bei der nächsten Baubesprechung werden die Lechwerke eingebunden, um die Stromversorgung, die Straßenbeleuchtung und das Thema DSL-Versorgung in den neuen Zeitplan einzutakten.

Beim Donautal-Radelspaß am 8. September könnte das historische Pumpenhaus in Rechbergreuthen eine Station werden, die Radfahrer könnten es besichtigen und würden durch die Anlage geführt. Auch würde über die Historie informiert. Die Feuerwehr wird die Überquerungen sichern, eine Beteiligung der Vereine ist nicht vorgesehen.

Die nächste Bürgerversammlung ist am Donnerstag, 23. Mai, 19.30 Uhr, im Feuerwehrhaus Rechbergreuthen. Das Wahllokal für die Europawahl am 26. Mai ist für den Ortsteil Winterbach im Pfarrhof.

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