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Gedenken

27.02.2015

Auf dem Weg der Erinnerung nicht stehen bleiben

Am Lernzirkel zur Woche der Brüderlichkeit in Ichenhausen nehmen wieder alle 27 Grundschulen des Landkreises Günzburg teil

„Im Gehen entsteht der Weg“ – unter diesem Motto steht in diesem Jahr die „Woche der Brüderlichkeit“, die am Montag, 9. März, in der ehemaligen Synagoge Ichenhausen beginnt. Kinder aus dem gesamten Landkreis werden wieder an der Aktion teilnehmen.

Das diesjährige Motto ist eine Aufforderung, nicht „Stehen zu bleiben“ aus Angst vor der Zukunft angesichts zahlreicher politischer und/oder religiöser Konflikte in Deutschland, Europa und weltweit. Es fordert dazu auf, Zivilcourage zu zeigen und sich nicht entmutigen zu lassen, sondern „vorwärts zu gehen“, denn nur so lassen sich Alternativen und Perspektiven erkennen, Probleme lösen und (gesellschaftliche) Ordnungen gestalten. Der Blick zurück in die Vergangenheit kann und sollte dabei freilich Richtschnur und Orientierungsrahmen sein, denn nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart angemessen begreifen und den richtigen „Weg in die Zukunft gehen“. Seit nunmehr 16 Jahren wird deshalb in Ichenhausen während der Woche der Brüderlichkeit der Lernzirkel „Jüdisches Leben – Jüdischer Glaube“ des Dossenberger-Gymnasiums Günzburg durchgeführt.

138 Neuntklässler des Dossenberger-Gymnasiums Günz-burg bereiten in diesem Jahr mit Unterstützung ihrer Religions- und Ethiklehrer wieder diese bundesweit wohl einzigartige Aktion im Unterricht vor. In der Woche der Brüderlichkeit schlüpfen die Gymnasiasten an fünf Vormittagen in die Rolle des Lehrers und bringen Viertklässlern aus dem gesamten Landkreis Günzburg jüdische Geschichte, Kultur und Religion nahe.

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In mehreren Stationen in der ehemaligen Synagoge Ichenhausen sowie auf dem jüdischen Friedhof in Ichenhausen vermitteln die Schüler des Dossenberger-Gymnasiums den Viertklässlern anschaulich und greifbar Wissen über das Judentum im Allgemeinen sowie über die ehemalige jüdische Gemeinde in Ichenhausen.

Alle 27 Grundschulen des Landkreises haben sich mit 1109 Schülern zum Lernzirkel angemeldet. Außerdem nimmt auch die Heinrich-Sinz-Schule Hochwang (Sonderpädagogisches Zentrum) mit 23 Schülerinnen und Schülern teil.

Landrat Hubert Hafner, zugleich Vorstandsvorsitzender der Stiftung ehemalige Synagoge Ichenhausen, unterstützt diese Aktion, an der inzwischen weit über 15 000 Grundschülerinnen und -schüler teilgenommen haben. Die diesjährigen Neuntklässler des Dossenberger-Gymnasiums zählen ebenfalls dazu.

zur „Woche der Brüderlichkeit“ gibt es beim Dossenberger-Gymnasium unter Telefon 08221/930440.

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