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18.07.2008

Auf seinem Weg hat er große Spuren hinterlassen

Eigentlich ist er mit seinen bald 64 Jahren jung geblieben und zählt noch lange nicht zum alten Eisen. Dennoch ist er jetzt offiziell Altbürgermeister der Gemeinde Winterbach. In Würdigung seiner Verdienste als 1. Bürgermeister verlieh der Gemeinderat Josef Schieferle bei einem Festabend den Ehrentitel. Winterbachs neuer 1. Bürgermeister, Karl Oberschmid, hielt im Pfarrhof in Winterbach vor zahlreichen Wegbegleitern Schieferles die Laudatio auf seinen Vorgänger.

Mit 28 Jahren wurde der gelernte Müller und Landwirt 1972 in Winterbachs Gemeinderat gewählt; 37-jährig machten ihn die Winterbacher, Waldkircher und Rechbergreuther am 5. Oktober 1980 zu ihrem ehrenamtlichen 1. Bürgermeister. Er blieb es fast 28 Jahre lang, bis zum 30. April 2008.

Der Bau der Kläranlage in Waldkirch war eines von vielen Bauprojekten, die unter Schieferles Ägide verwirklicht wurden. Daneben nannte Oberschmid den Umbau der alten Schule in Winterbach in den Kindergarten, die Neubauten des Feuerwehrgerätehauses in Rechbergreuthen und des Vereinsheims in Waldkirch sowie die Erweiterung/Neuanlage von Friedhöfen in allen drei Ortsteilen. Herauszuheben sind ferner die ausgewiesenen Baugebiete in Winterbach, Waldkirch und Rechbergreuthen und die angelegten großen Spielplätze in Waldkirch und Winterbach. Darüber hinaus bekam jede Ortsteil-Feuerwehr in jüngster Vergangenheit ein neues Löschfahrzeug.

Trotz all der genannten und vielen weiteren Investitionen gelang es Schieferle, den Schuldenberg, den er bei seinem Amtsantritt vorfand, nahezu vollständig abzutragen.

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Zwei Zahlen belegen seine vielleicht eindrucksvollste Leistung: 1980 lag die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde Winterbach bei 905 Euro, jetzt kommen auf jeden Einwohner rechnerisch nur noch 13 Euro Schulden.

Auf diesem Weg habe Schieferle "große Spuren hinterlassen", auf seine Lebensleistung könne er "stolz zurückblicken", sagte Laudator Oberschmid. Die "Ära Schieferle" sei "mehr als erfolgreich" gewesen.

Wie es seine Art ist, war dem frisch ernannten Altbürgermeister so viel Lob fast schon etwas peinlich. In seiner sehr persönlich gehaltenen und humorvollen Dankesrede hob er hervor, dass er alleine kaum etwas hätte bewegen können. Josef Schieferle sprach die vielen Gemeinderäte an, die ihm in seiner fast 28-jährigen Amtszeit nicht nur mit Rat zur Seite gestanden seien, sondern "auch Taten folgen ließen."

Er dankte auch den anderen Gemeindebürgern, die bei den zahlreichen Bauprojekten unentgeltlich mit angepackt hätten, wie auch seiner Frau Hedwig und seinen beiden Kindern Claudia und Reinhard, der mit Vaters Ausscheiden in den neuen Gemeinderat eingezogen ist.

An den neuen Titel "Altbürgermeister" müsse er sich erst noch gewöhnen, aber auch als solcher - so versprach Schieferle - werde er sich hüten, gute Ratschläge zu geben. "Und wenn ich es doch tue, dann ist das nicht so ernst zu nehmen".

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