Neubaupläne

20.12.2013

Aus eins mach fünf

Ein schwieriges, aber durchaus reizvolles Grundstück soll ab Frühjahr 2014 bebaut werden. Auf dem Gelände beim Traubenkeller in Günzburg sollen fünf Häuser mit 44 Wohneinheiten sowie circa 90 Tiefgaragenplätze entstehen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Beim Traubenkeller war ein großer Baukörper geplant. Jetzt sollen dort mehrere kleinere Mehrfamilienhäuser entstehen. Aus Sicht des Investors bietet der Standort viele Vorteile

Günzburg Oskar Stefanitsch (Fliesenmarkt Günzburg) hat aufgehört, die Stunden, die er für Architekt, Planung und die Stadtverwaltung aufgewendet hat, zu zählen. „Es waren unsagbar viele“, sagt der 56-Jährige. Jetzt ist der Investor froh, die Genehmigungen für die Häuser 1 bis 3 in Händen zu halten. Die für die Gebäude 4 und 5 sollen bald folgen. Im Frühjahr will er mit dem Neubauvorhaben „Wohnen am Traubenkeller“ loslegen. Auf einem knapp 7000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Dillinger Straße, Dreirosenweg, Löwenbrunnenweg und Mozartring sollen fünf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 44 Wohneinheiten und zwei große Tiefgaragen entstehen.

Stefanitsch beziffert allein die Baukosten mit acht bis 8,5 Millionen Euro. Er ist begeistert. „Die unverbaubare Südwestlage ist genial. Es gibt wohl nirgendwo im Städtle eine Wohnbebauung mit so viel Grün drum rum“, sagt er. Als der Inhaber und Geschäftsführer des Fliesenmarktes das Grundstück der alten Traubenbrauerei 2010 von Dr. Hans Konle erwarb, da hatte er die Absicht, ein großes Mehrfamilienhaus mit 24 Wohneinheiten zu errichten. Damals war die Fläche, die bebaut werden sollte, nur etwa 2500 Quadratmeter groß. Doch dagegen regte sich Widerstand. Den Nachbarn gefiel das nicht, es gab Einsprüche. Auch die Stadt hatte Wünsche. Die Hanglage, die schwierige Zufahrtssituation und die Gaststätte Traubenkeller mit dem denkmalgeschützten Biergarten taten ihr Übriges. Es bildete sich eine komplizierte Gemengelage, bei der über lange Zeit nichts vorwärtsging. Für Ärger unter Anwohnern sorgte zu Jahresbeginn, dass die Stadt bereits einen Bauantrag genehmigte, obwohl das Bebauungsplanverfahren noch gar nicht abgeschlossen war.

Im April dieses Jahres gelang dann der Durchbruch. „Nach intensiven Gesprächen mit Investoren, Anwohnern, Grundstückseigentümern, Behörden und dem Rathaus glaube ich, dass es gelungen ist, einen größtmöglichen gemeinsamen Nenner zu finden, wie das Areal bei der Gastwirtschaft Traubenkeller bebaut werden kann“, meinte Oberbürgermeister Gerhard Jauernig damals im Bauausschuss.

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Oskar Stefanitsch hatte inzwischen weitere Flächen und eine Immobilie (das ehemalige VdK-Gebäude) dazugekauft, die Zu- und Abfahrten zu den Tiefgaragen umgeplant und sein ursprüngliches Vorhaben abgespeckt. Aus dem einzigen massiven Baukörper wurden fünf voneinander getrennte Häuser. Sie sollen nun auf einem knapp 7000 Quadratmeter großen, zusammenhängenden Areal jeweils versetzt zueinander errichtet werden. „Die Hanglage ist das Besondere. Auf diese Weise entsteht eine Terrassierung, die Häuser erscheinen klein“, beschreibt der Investor die Pläne. Er habe überall Federn gelassen, sagt er. Was die Abstandsflächen betrifft, habe er mehr getan, als er müsste.

Jede der Wohnungen sei barrierefrei und mit einem Aufzug von der Tiefgarage aus zu erreichen. Die Einheiten sollen zwischen 50 bis 135 Quadratmeter groß sein. „Da ist also für jeden etwas dabei – vom Single bis zum Sechs-Personen-Haushalt.“ Es entstehen circa 90 Tiefgaragen-Stellplätze. Die Masse der Fahrzeuge wird also quasi unter der Erde versteckt sein.

Das Interesse am Projekt „Wohnen am Traubenkeller“ sei bereits groß, verrät Stefanitsch. „Die Lage ist phänomenal. Drei Minuten zum Bahnhof, fünf Minuten zum Marktplatz, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, kein Durchgangsverkehr, mitten im Park gelegen und die Schulen und Krankenhäuser über Nebenstraßen zu erreichen“, zählt der Investor die Vorteile auf. Das habe auch bereits ein Interessent aus München erkannt. „Er nimmt die 45 Minuten Fahrzeit in Kauf, um hier in Günzburg einen günstigeren Kaufpreis und eine bessere Wohnqualität zu bekommen“, sagt Stefanitsch.

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