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Kreis Günzburg

07.11.2017

Ausgezeichneter Klimaschutz in Stadt und Kreis

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (unten Mitte) hat in Begleitung des Energieteams für die Stadt Günzburg die Auszeichnung „European Energy Award“ des Umweltministeriums entgegengenommen.
Bild: Georg Weißhaupt/Stadt Günzburg

In München gibt es mit dem European Energy Award gleich zwei Energiepreise für die Region. Was dafür auf den Weg gebracht wurde.

Günzburg war am Montag gleich zweimal vertreten, als Klimaschutzbemühungen vom Freistaat gewürdigt wurden: einmal als Stadt und das andere Mal als Landkreis. Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig ( SPD) nahm den European Energy Award (Europäischer Energiepreis) , eine hohe Auszeichnung für vorbildlichen Klimaschutz, von Monika Kratzel entgegen. Die Abteilungsleiterin für Klimaschutz, Technischen Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft hat den Preis im Namen der erkrankten Umweltministerin Ulrike Scharf verliehen. Der European Energy Award ist ein Energie-und Umweltauditverfahren für Kommunen und dient dem Erreichen von Energie- und Klimaschutzzielen und der langfristigen Verbesserung der Umweltqualität.

Mit dem Preis wurden die vielfältigen Aktivitäten der Stadt Günzburg im Bereich der Energieeinsparung und des Klimaschutzes ausgezeichnet. Günzburg punktet dabei insbesondere durch die Innovationsoffenheit sowie beim wirtschaftlichen Weitblick hinsichtlich der umgesetzten Passivhausgebäude. Mit dem Bau der Grundschule Südost als erste Passivhausgrundschule in Bayern, dem Kinderhaus Hagenweide und der Bruno-Merk-Sporthalle hat Günzburg dabei eine absolute Vorreiterrolle im Bereich öffentlicher Passivhausgebäude eingenommen. Besonders gewürdigt wurde vom Freistaat Bayern das Förderprogramm „Energieoptimiertes und nachhaltiges Bauen im Neubaugebiet am Sonneneck“ im Günzburger Stadtteil Nornheim. Mit der Förderung von energieeffizienten und nachhaltigen Einzelmaßnahmen, die weit über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen, motiviert die Stadt mit diesem kommunalen Förderprogramm die einzelnen Bauherren, einen zukunftsorientierten und klimaschonenden Neubau zu realisieren.

Zertifizierung zur Fair Trade Stadt

Zudem wurde das starke bürgerschaftliche Engagement im Rahmen der Lokalen Agenda 21, die Zertifizierung zur Fair Trade Stadt sowie die fortschrittliche Energie- und Klimapolitik Günzburgs gewürdigt.

Oberbürgermeister Jauernig freute sich über die große Auszeichnung. Die Investitionen der jüngsten Vergangenheit, der Mut als eine der ersten Städte Bayerns in Passivhausgebäude zu investieren und kommunale Förderprogramme aufzulegen, habe sich ausgezahlt, so der OB. Gleichzeitig kündigte er an, auch in den kommenden Jahren die lokale Agenda 21 stark zu unterstützen und weitere klimaschonende kommunale Maßnahmen umzusetzen. In diesem Zusammenhang dankte der Rathauschef dem Klimaschutzmanager Roman Holl und allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie dem Energieteam, die sich um die Zertifizierung gekümmert haben.

Flexibus des Kreises als gutes Beispiel im Freistaat

Der Landkreis Günzburg erfuhr die Auszeichnung unter anderem für sein fünf Jahre altes Klimaschutzkonzept. Ein Baustein, der als einer der Höhepunkte aus zehn Jahren European Energy Award in Bayern präsentiert wurde, war die Einführung des Flexibusses im Kreis Günzburg. Im Jahr 2014 wurde im Landratsamt außerdem das Klimaschutzbüro etabliert mit der Aufgabe, das beschlossene Konzept auch in den Kommunen umzusetzen. Abhanden gekommen ist dem Landkreis allerdings nach Informationen unserer Zeitung der Klimaschutzbeauftragte Alois Sporer. Der 50-jährige Experte arbeitet seit einem Monat im Kreis Fürstenfeldbruck. Sporers Stelle ist derzeit unbesetzt.

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