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Fußball-Kreisliga West

18.04.2019

Außenseiter als Zünglein an der Waage?

Fabian Züringer (rechts) und seine Großkötzer könnten noch einmal in den Aufstiegskampf in der Kreisliga eingreifen: Sie treffen an Ostern auf Tabellenführer FC Günzburg und Verfolger TSV Ziemetshausen.
Bild: Ernst Mayer

Spitzenklubs treffen auf Teams, die jeden Punkt zum Drinbleiben brauchen – Derbystimmung inklusive. So muss der FC Günzburg beim VfL Großkötz ran. Und die SpVgg Wiesenbach spielt bei der SpVgg Ellzee.

Langsam aber sicher biegt die Fußball-Kreisliga West in die Zielgerade der Saison ein. Traditionell steht über Ostern ein Doppel-Spieltag mit Partien am Karsamstag und Ostermontag an. Dabei kommt es zu interessanten Derbys und vor allem im Tabellenkeller ist mehr als Spannung angesagt. Doch auch ganz oben ist längst nicht alles gelaufen.

Wo Konstanz ein Fremdwort ist

Besonders gefordert ist in den kommenden Tagen die SpVgg Ellzee. Die Blau-Weißen von der Günz befinden sich ja schon die gesamte Runde im Abstiegskampf. Dabei ist Konstanz zum Fremdwort geworden. Siege und Niederlage wechselten sich seit der Winterpause ab. Besonders schmerzlich war die unglückliche Niederlage am vergangenen Sonntag in Offingen. Umso mehr, da über Ostern zwei absolute Schwergewichte auf dem Programm der Grünwied-Truppe stehen. Am Samstag empfängt sie in Wattenweiler den Lokalrivalen SpVgg Wiesenbach und am Montag muss das Team zum überlegenen Tabellenführer FC Günzburg.

Für beide Partien sind die Ellzeer Erfolgsaussichten trotz der zuletzt durchaus ansprechenden Leistungen minimal. Günzburg will sich auf seinem Weg in die Bezirksliga sicher keine Blöße geben und Wiesenbach möchte mit einem Derbysieg noch einmal richtig angreifen im Kampf um den Relegationsplatz.

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Unentschieden-Serie genügt Ziemetshausen auf Dauer nicht

Bereits am Samstag treten die Kreisstädter zum Derby beim mehr als motivierten VfL Großkötz an. Die Kötzer, das Team der bisherigen Frühjahrsrunde, konnten sich mit drei Siegen hintereinander deutlich Luft im Abstiegskampf verschaffen. Selbst bei der Niederlage in Wiesenbach zeigte die Elf von Trainer Gerd Wiedemann, dass sie auch mit den Spitzenteams mithalten kann. Zwei von dieser Sorte haben sie nun vor der Brust, denn nach der Partie gegen den Primus steht am Montag die Aufgabe gegen den Tabellenzweiten TSV Ziemetshausen an – schwerer kann es in dieser Liga nicht kommen. Da ist es ganz gut, dass man mittlerweile fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hat. Zumal Ziemetshausen als einziges Team in der Liga noch ungeschlagen ist. Einziges Manko der Truppe von Trainer Karl Heinz Schabel: Sie erreichte in allen Spielen nach der Winterpause lediglich ein Remis. Damit hat man zwar vier Punkte gewonnen, aber acht Punkte liegen lassen. Die fehlen nun natürlich, zumal Wiesenbach von hinten drängt. Will man Günzburg noch einmal ärgern und gleichzeitig Platz zwei absichern, muss in Kötz wie auch zuvor am Samstag gegen den VfR Jettingen gewonnen werden.

Selbstläufer werden das nicht. Jettingen befindet sich nach drei Siegen in Folge auf dem aufsteigenden Ast. Zudem liefert die junge Elf von Sven Müller nicht nur Siege, sondern auch mehr als ansprechende Leistungen. Damit möchte man in Ziemetshausen wie auch zwei Tage später beim Tabellenletzten TSV Hausheim weitermachen. Die Luft ist bei Jettingen jedenfalls noch lange nicht raus.

Hoppelt Waldstetten aus dem Keller?

Aufatmen durfte man zuletzt beim TSV Offingen. Mit dem extrem wichtigen Sieg über Ellzee stoppte der Absteiger aus der Bezirksliga den freien Fall in den Tabellenkeller der Kreisliga und kann nun deutlich entspannter die Konkurrenz beobachten. Der TSV empfängt am Ostermontag den Tabellen-Vorletzten SV Waldstetten. Bei einem Sieg wäre die Saison dann wohl durch für Offingen – doch genau das wird der Gast verhindern wollen. Im Winter sahen ja viele Beobachter den SVW bereits als künftigen Kreisklassisten. Doch mit zehn Punkten aus vier Spielen hat sich das Team am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen. Nur noch drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, eine breite Brust ob der zuletzt erzielten Erfolge – und mit dem SSV Neumünster-Unterschöneberg (Samstag) und dem TSV Offingen (Montag) zwei Gegner auf Augenhöhe vor der Brust. Womöglich verlassen die Waldstetter über Ostern sogar die Abstiegsregion.

Das könnte zulasten des SV Mindelzell gehen. Für die Truppe aus dem südlichen Landkreis läuft es einfach nicht rund diese Saison. Sah man sich vor der Winterpause auf einem guten Weg aus der Krise, so taten die Niederlagen gegen Großkötz zum Frühjahrsrunden-Auftakt und die jüngste Schlappe gegen Waldstetten mehr als weh. Plötzlich ist man im ungeliebten Abstiegskampf wieder mittendrin statt nur dabei. Zumal es am Samstag in Gundelfingen und am Montag daheim gegen die SG Reisensburg-Leinheim nicht einfach werden dürfte, sich ein paar Osterpunkte ins Klassenerhaltskörbchen zu legen.

Reisensburg ist scharf auf ein paar Zusatzpunkte

Für die Reisensburger um Trainer Uli Bunk ist schon Schaulaufen angesagt. Mit 32 Punkten hat man einen Riesen-Vorsprung nach unten und einen Riesen-Rückstand nach oben. Weder in die eine noch in die andere Richtung kann eine Osterüberraschung gelingen. Das Ziel ist dennoch, nach den Partien gegen Schretzheim und Mindelzell Zusatzpunkte im Nest zu haben.

Die Spiele am 20. und 22. April: SG Reisensburg-Leinheim - BC Schretzheim, FC Lauingen - TSV Haunsheim, TSV Ziemetshausen - VfR Jettingen, VfL Großkötz - FC Günzburg, SpVgg Ellzee - SpVgg Wiesenbach, SV Waldstetten - SSV Neumünster-Unterschöneberg, FC Gundelfingen II - SV Mindelzell (alle Sa. 15.30 Uhr), VfL Großkötz - TSV Ziemetshausen, FC Günzburg - SpVgg Ellzee, TSV Haunsheim - VfR Jettingen, BC Schretzheim - FC Lauingen, SV Mindelzell - SG Reisensburg-Leinheim, SSV Neumünster - FC Gundelfingen II, TSV Offingen - SV Waldstetten (alle Mo. 15 Uhr).

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