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Günzburg

26.03.2017

Außergewöhnliche Lebensleistungen werden ausgezeichnet

Verdienste im Ehrenamt hat die Stadt Günzburg erstmals mit einem Preis gewürdigt. Fünf Frauen und Männer sind für ihr jahrzehntelanges Wirken ausgezeichnet worden. Das Foto zeigt (von links) Josef Ritter (Feuerwehr Nornheim), Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Anneliese Prübner (Spielplatzfreunde Donauried), Monika Stocker (Verein zur Pflege des Brauchtums), Leo Hausner (Spielplatzfreunde Donauried) und Wolfgang Schreml (Raphael-Hospiz-Verein).
Bild: Kaiser

Fünf Günzburger sind die ersten, die den Ehrenamtspreis der Stadt erhalten. Sie haben viel Zeit in ganz unterschiedliche Projekte investiert.

Es war eine Premiere. Bei einer Feierstunde im Forum am Hofgarten hat am Sonntag die Stadt Günzburg erstmals ihren Preis für Verdienste im Ehrenamt verliehen. Fünf Frauen und Männer wurden von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement mit einer Medaille in Gold und einer Urkunde ausgezeichnet und gewürdigt. Blumensträuße und zwei Flaschen Wein gab zudem für die Ehepartner der Geehrten.

Etwa 200 Vereine gibt es in Günzburg. Hunderte von Mitgliedern, so der Oberbürgermeister bei der Begrüßung der Gäste, seien ehrenamtlich und in ihrer Freizeit engagiert – zum Wohle der Allgemeinheit. Weder Staat noch Stadt oder der freie Markt könnten all das leisten, was das Ehrenamt bewirke. „Auch Günzburg wäre weniger bunt und ärmer ohne das ehrenamtliche Engagement vieler“, erklärte Jauernig. Deshalb habe der Stadtrat 2015 beschlossen, für dieses verdienstvolle Wirken mit einem Preis Dank zu sagen.

„Fünf außergewöhnliche Lebensleistungen“, so der Oberbürgermeister, sind gestern mit der Preisverleihung gewürdigt worden. Die Spielplatzfreunde Donauried sind 1979 gegründet worden. Anneliese Prübner und Leo Hausner sind nicht nur die guten Seelen des Vereins, sondern auch dessen Schaffer. Der Spiel- und Grillplatz werde gemeinsam gehegt und gepflegt, auch zahllose Feste und andere Veranstaltungen würden von den beiden Geehrten geplant und durchgeführt. Dadurch sei in der Riedsiedlung eine ganz besondere Identität unter den Bewohnern entstanden, betonte Jauernig.

Brauchtumsverein bewahrtalte Traditionen

In einer schnelllebigen Zeit, in der Trends und Modeerscheinungen in kurzer Folge kommen und gehen, bewahre der Verein zur Pflege des Brauchtums alte Traditionen und damit auch „Bürgerstolz“, hob der OB bei der Ehrung von Monika Stocker hervor. Sie organisiere nicht nur die zahlreichen Ausstellungen im Kuhturm, sie sei auch stets zur Stelle, wenn es etwa gelte, den Osterbrunnen zu schmücken oder historische Feste auf die Beine zu stellen.

Über Jahrzehnte stand Josef Ritter aus Nornheim im Dienste der Feuerwehr und damit der Sicherheit der Bürger. 37 Jahre war er bei der Stadtteilwehr aktiv, davon 24 Jahre als Kommandant und 22 Jahre als Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Auch Ritter habe zum Wohl der Allgemeinheit viel von seiner (Frei-)Zeit geopfert, dankte der Oberbürgermeister dem mittlerweile zum Nornheimer Ehrenkommandanten und Ehrenvorsitzenden ernannten Floriansjünger.

„Gelebte Mitmenschlichkeit“ verkörpere Wolfgang Schreml, Gründer und langjähriger Vorsitzender des Raphael-Hospiz-Vereins Günzburg. Etwa 60 ehrenamtliche Helfer des seit 20 Jahren bestehenden Vereins betreuen und begleiten inzwischen Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige. „Ohne Prof. Schreml wäre das nicht möglich geworden“, betonte der Oberbürgermeister. Der unverzichtbare Verein sei das Verdienst des früheren Chefarztes am Kreiskrankenhaus Günzburg.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde im Forum am Hofgarten von einem Bläserensemble der Städtischen Musikschule Günzburg unter der Leitung von Michael Graef.

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