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Kreis Günzburg

05.05.2017

B 16: Hier soll der Verkehr besser fließen

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Die Bundesstraße 16 ist die wichtigste Verkehrsachse zwischen den Landkreisen Günzburg und Dillingen, sowie weiter Richtung Donauwörth und Nürnberg. Damit die Strecke mit dem zunehmenden Schwerlastverkehr sicherer wird, sollen Überholstrecken eingebaut werden. In der Vergangenheit ereigneten sich im Bereich der Landkreisgrenze viele schwere Unfälle, auch mit Todesopfern.
Bild: Bernhard Weizenegger

Der Bundesverkehrsminister hat eine zentrale Botschaft: Auf der ganzen Strecke von Günzburg bis Manching soll es 2030 kein Nadelöhr mehr geben.

Die Bundesstraße 16 verbindet – mehrere Landkreise, ja sogar mehrere Regierungsbezirke. „Es ist eine der zentralen Bayernstraßen“, betonte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gestern in Rain. Dort fand eine überregionale Konferenz statt, die sich mit dem Ausbau der B16 im Zuge des Bundesverkehrswegeplans 2030 beschäftigte. Konkret ging es dabei um die Strecke zwischen den Autobahnen A8 und A9, sprich das rund 110 Kilometer lange Teilstück zwischen Günzburg und Manching bei Ingolstadt. Mit Dobrindt diskutierten unter anderem die Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange (Nördlingen) und Reinhard Brandl (Ingolstadt), die Führungsspitze der Industrie- und Handelskammern Schwaben sowie für München und Oberbayern, die Leiter der Staatlichen Bauämter und Vertreter aus Kommunalpolitik, Verwaltung und Unternehmen aus der Region.

„Ziel ist es, den mindestens dreistreifigen Ausbau auf der ganzen Länge zu realisieren“, sagte der Minister. So werde die B16 schneller, sicherer und leistungsfähiger. Dies bedeute eine Zukunftsperspektive für die prosperierende Region, die an dieser Trasse liege. Die finanziellen Mittel für den Ausbau stünden bereit, so Dobrindt. „Das Geld und die Pläne sind aber kein Selbstzweck, wir müssen die Projekte auch angehen.“ Damit müsse auch eine Beschleunigung der Planungen und anschließend der Umsetzungen einhergehen.

„Es ist schon einiges geschehen in den vergangenen Jahren, aber es gibt noch viel zu tun“, sagte Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Georg Dettendorfer, Vizepräsident der IHK für München und Oberbayern, freute sich, dass sich in Rain eine „schwäbisch-oberbayerische Achse“ zusammengefunden hat, die dieses wichtige Verkehrsprojekt nun vorantreibt. Gestern sei der Startschuss gefallen, bis 2030 sollen die einzelnen Abschnitte fertiggestellt sein.

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Es soll mehr Überholmöglichkeiten geben

Diesen Zeitplan bestätigte Thomas Linder, Ministerialrat der Obersten Baubehörde im Staatsministerium des Innern, für Bau und für Verkehr. „Ich gehe davon aus, dass wir bis dahin dreistreifig sind.“ Dies soll größtenteils über den sogenannten „2+1-Ausbau“ erfolgen. Die Verkehrsbelastung der B16 liegt zwischen 7000 Fahrzeugen täglich an ruhigeren Abschnitten und 20000 an Knotenpunkten. Solche gibt es laut Linder etwa im Bereich der Autobahnauffahrt bei Günzburg, bei der Kreuzung zur B2 bei Donauwörth oder der Auffahrt zur A9 bei Manching. Linder stellte den rund 130 Gästen dann auch die einzelnen Projekte an der B16 vor, die im Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf eingestuft sind.

Allein auf dem 40 Kilometer langen Abschnitt zwischen Günzburg und Donauwörth soll es dann rund 20 Überholmöglichkeiten mehr geben als bisher. Von Günzburg bis Lauingen soll es zehn oder elf neue Passagen zum Überholen geben. Die Bauarbeiten sollen auf Höhe Peterswörth beginnen, im Jahr 2018. Bei der Ortsumgehung Höchstädt werden – ebenfalls über den 2+1-Ausbau – vier Überholabschnitte geschaffen, Baubeginn ist für 2022 vorgesehen. Im Teilbereich Höchstädt-Schwenningen werden derzeit zwei alternative Routenführungen (je eine südlich und nördlich der Bahnlinie) untersucht, geplant sind in beiden Fällen zwei Überholabschnitte. Bei der Ortsumgehung Schwenningen wird heuer der Vorentwurf eingereicht, ein neuer Bereich zum Überholen wird geschaffen.

Zuversicht für den Ausbau

Bei der Ortsumfahrung Tapfheim laufen derzeit Voruntersuchungen, im Herbst will man sich Linder zufolge auf eine Trasse festlegen. Bereits im Sommer soll Klarheit über das weitere Vorgehen an der Südspange in Donauwörth herrschen, auch hier werden noch mehrere Varianten geprüft. Ebenfalls im Sommer soll die Entscheidung über den Ausbau zur Lechbrücke bei Rain fallen. Drei Möglichkeiten des Übergangs werden aktuell untersucht – auf jeden Fall soll es auch hier dreistreifig werden, so Linder.

Weiter östlich wird die B16 bei Marienheim verlegt, hier soll es einen vierstreifigen Ausbau geben. Gleiches gilt für den Bereich der Zeller Kreuzung in Neuburg bis zur Bundesstraße 13 – hier war bislang Dreistreifigkeit angedacht. Dreistreifig wird bereits jetzt östlich von Weichering ausgebaut (Ende voraussichtlich im September), auf vier Spuren soll es schließlich von der B13 bis zur A9 bei Manching gehen.

Ulrich Lange, als verkehrspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag bei der Entwicklung des Bundesverkehrswegeplans maßgeblich beteiligt, unterstrich ebenfalls die Wichtigkeit der „Donauachse in einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Süddeutschlands“. Auch er zeigte sich zuversichtlich, „dass wir bis 2030 das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben“.

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