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Interview

21.01.2019

BEV-Obmann Butz: "Burgau steht bei uns auf keiner schwarzen Liste"

Der Burgauer Vladimir Klinga wurde für den Rest der Saison aus dem Kader gestrichen.
Bild: Ernst Mayer

BEV-Obmann Frank Butz erklärt die umstrittene Ausländerregelung des Verbands. Der ESV Burgau hätte gewusst, was er tut, sagt er im Interview.

Dass der ESV Burgau in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga nur mit zwei Spielern antreten darf, ist in den Durchführungsbestimmungen des Bayerischen Eissport Verbandes (BEV) geregelt. BEV-Sportobmann Frank Butz erläuterte im Gespräch mit unserer Zeitung unter anderem, wie es zur Aufnahme des Paragrafen 2.1.15 der Anlage B der Durchführungsbestimmungen kam.

Herr Butz, wie erklären Sie uns, dass in Spielen der Abstiegsrunden der Landesligen unbegrenzt transferkartenpflichtige Spieler eingesetzt werden dürfen, in den Aufstiegsrunden zur Bayernliga aber nicht?

Frank Butz: Bei der Ligatagung der Bayernligisten im April des vergangenen Jahres einigten sich die Vereine auf eine Beschränkung von zwei transferkartenpflichtigen Spielern pro Team. Diese Selbstbeschränkung haben alle 14 Bayernligisten und, bis auf drei Teams, alle Landesligisten vereinbart. Die drei Teams, die diese Vereinbarung nicht mitgetragen haben, waren Waldkirchen, Hassfurt und Burgau. 90 Prozent der Vereine waren also dafür und so wurde diese Regelung Teil der Durchführungsbestimmungen.

Warum gibt es in einem Verband zwei verschiedene Regelungen zum Einsatz von EU-Bürgern?

Frank Butz: In den Durchführungsbestimmungen ist festgelegt, dass die Aufstiegsrunden nach den Regularien der höheren Liga gespielt werden. Das gilt für den Aufstieg von der Bayernliga zur Oberliga, aber auch für den Aufstieg von der Landesliga in die Bayernliga. Ich habe den drei Vereinen, die gegen eine Beschränkung transferkartenpflichtiger Spieler waren, in Gesprächen mitgeteilt, dass es beim Verstoß gegen diese Regelung Sanktionen geben wird.

BEV will nach der Saison Runden Tisch mit allen Vereinen

Was sagen Sie zum Vorwurf der Diskriminierung von EU-Bürgern, die hier leben, arbeiten und ihrem Hobby nachgehen?

Frank Butz: Die transferkartenpflichtigen Spieler sind nicht nach Burgau gekommen, um dort zu arbeiten. Sie wurden geholt, um Eishockey zu spielen. Ich möchte die Vereine kritisieren, sie wussten, was sie tun. Sie haben deutliche Mehrheiten im Verband nicht akzeptiert.

Wie wird in Zukunft verfahren?

Frank Butz: Die Geschichte mit den transferkartenpflichtigen Spielern schwelt jetzt schon seit drei Jahren. So eine Saison wie diese möchte ich nicht noch einmal mitmachen. Nach der Saison werden wir versuchen, alle Vereine an einen Tisch zu bekommen und eine Regelung zu finden.

Wer entscheidet über die Beschwerde des ESV Burgau gegen das als verloren gewertete Spiel gegen den EV Moosburg?

Frank Butz: Über die Beschwerde wird vom zuständigen Spielgruppenleiter entschieden. Die nächste Instanz wäre dann der Spielausschuss und dann die Eishockey-Kommission des BEV. Ich möchte noch einmal klar feststellen, dass der ESV Burgau bei uns auf keiner schwarzen Liste steht. Sollte der Verein meine Unterstützung benötigen, wird er diese selbstverständlich bekommen.

Lesen Sie im Kommentar, warum unser Eishockey-Experte Uli Anhofer die Reaktion des ESV Burgau falsch findet: Eishockey: Das Burgauer Einknicken ist falsch


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