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Günzburg

22.01.2020

BKH-Flüchtiger ist zurück in Deutschland

Einer der Männer, die im September aus der Klinik für Forensische Therapie und Psychotherapie des Bezirkskrankenhauses in Günzburg entwichen war, sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt ein.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archivfoto)

Plus Der 28-jährige Deutsch-Russe wurde elf Tage nach seiner Verhaftung in Spanien zurück nach Deutschland geflogen. Jetzt sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Der 28-jährige Deutsch-Russe, der im vergangenen September mit einem anderen Patienten nach einer Geiselnahme aus der Forensik in Günzburg geflüchtet und kürzlich in Spanien gefasst worden ist (wir berichteten), ist seit Dienstag zurück in Deutschland. Zielfahnder des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA), die ihn in der Region Malaga verhaftet hatten, brachten den Mann in einem Charterflugzeug nach Friedrichshafen. Am Mittwoch wurde er einer Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Memmingen vorgeführt. Das teilte Holger Stabik, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, mit.

Wie berichtet, war der Deutsch-Russe am 10. Januar in der Region Malaga in Spanien aufgegriffen worden. Nach seiner Flucht im September hatte sich seine Spur in Schwäbisch-Gmünd verloren. Zielfahnder des LKA hefteten sich später wieder an seine Fersen, Hinweise verdichteten sich, dass der 28-jährige Deutsch-Russe nach Spanien geflüchtet war. Mit verdeckten kriminaltechnischen Maßnahmen gelang es, den Flüchtigen zusammen mit spanischen Kollegen zu verhaften.

Komplikationen gab es auf dem Flug nicht

Am Dienstagabend wurde der 28-Jährige, begleitet von Zielfahndern, aus der spanischen Stadt Malaga nach Deutschland zurückgeflogen. Komplikationen habe es dabei nicht gegeben, so Holger Stabik. Die Kosten für den Flug übernimmt der Freistaat Bayern, wie hoch sie ausfallen, ist nicht bekannt. Die Landung erfolgte gegen 18.30 Uhr in Friedrichshafen, wo der Mann von Kollegen der Kriminalpolizei Neu-Ulm übernommen und nach Memmingen gebracht wurde. Memmingen deshalb, da der ursprüngliche Untersuchungshaftbefehl dort ausgestellt worden war.

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Am Mittwoch wurde er einer Ermittlungsrichterin vorgeführt, die erwartungsgemäß die Untersuchungshaft bestätigte. Der 28-Jährige wurde Stabik zufolge in eine ihm nicht bekannte Justizvollzugsanstalt gebracht. Der Mann hat nach einem schweren Raub noch eine Reststrafe von etwas über vier Jahren abzusitzen. Da er nun eine weitere schwere Straftat begangen hat, wartet ein neues Ermittlungsverfahren auf ihn.

Von dem zweiten Mann, einem 23-jährigen Ukrainer, fehlt weiter jede Spur. Er soll das letzte Mal am 4. Oktober in der Schweiz aufgetaucht sein. Die Ermittler erhoffen sich jetzt neue Erkenntnisse.

Wer sich die Informationen zum noch immer Flüchtigen ansehen will: Hier geht es zur Internetseite der Polizei mit dem Fahndungsaufruf.

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