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Glöttweng

19.05.2019

Bald soll hier das Feuerwehrhaus entstehen

Auf diesem Grundstück an der Dorfstraße wird das neue Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Glöttweng entstehen. Am Donnerstag gab es hinsichtlich der Fassade des Gebäudes noch einen Einwand.
Bild: Peter Wieser

Wie das neue Gebäude für die Glöttwenger Einsatzkräfte aussehen soll, steht eigentlich fest. Dennoch gab es im Landensberger Gemeinderat einen Einwand. Es ging um die Frage: Wird es ein Blickfang oder wie ein Stadel aussehen?

Am Mittwoch hatte es ein Treffen zwischen Gemeinderäten, dem Architekten und dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Glöttweng gegeben, um die Vorgehensweise und Details für die Ausschreibung zum Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Glöttweng durchzusprechen. Bürgermeister Sven Tull erklärte dann in der Sitzung des Landensberger Gemeinderats am Donnerstag noch einmal den groben Plan.

Unter anderem soll die Stellfläche für das Fahrzeug um etwa einen Meter verkürzt werden, um nicht zu nahe an das Nachbargrundstück zu gelangen. Weiter soll abschnittsweise eine Betonmauer als Hangstütze für das nach Osten stark abfallende Gelände errichtet werden. Ebenfalls habe man eine Lösung für die Heizung festgelegt: Mit einer Luft-Wärme-Pumpe soll das Gebäude mit einer Fußbodenheizung, die Fahrzeughalle mit einem Lufterhitzer beheizt werden. Die Warmwasserversorgung sei dezentral mit einem Durchlauferhitzer, der Fußboden im Schulungsraum aus hellem Holz vorgesehen. Der Einbau der Küche werde von der Feuerwehr in Eigenleistung vorgenommen.

Die Bezeichnung von Haas gefällt dem Bürgermeister nicht

In gut einem Monat könne ausgeschrieben werden, sodass man möglicherweise schon im August beginnen könne – unter der Voraussetzung, dass die Firmen auch Kapazitäten haben. „Das Haus wird ein Blickfang und stellt wirklich etwas dar“, sagte der Bürgermeister und auch die Ratsmitglieder folgten dem. Bis auf Johann Haas: Er sei des Öfteren schon auf die mit Holz verkleidete Außenfassade angesprochen worden. Das sei nicht typisch für ein Feuerwehrhaus. Wenn das Holz altere, sehe das Gebäude aus wie ein Stadel. Jetzt habe man die Möglichkeit, noch etwas zu ändern. Man könne zwar nicht auf jeden Bürger hören, langfristig gesehen würde seiner Meinung nach das Gebäude aber tatsächlich einem Stadel ähneln.

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Eine solche Bezeichnung gefiel Bürgermeister Tull wenig. Es gebe viele andere Gebäude, die ebenfalls so aufgebaut seien. Holz arbeite, werde dunkler, das tue dem aber keinen Abbruch. Gemeinderätin Alexandra Merk bemerkte: „Ich wohne sogar selber in einem Stadel.“ Als über den Bauantrag entschieden worden sei, habe die äußere Hülle feststehen müssen. Man habe damals alles mit dem Architekten so besprochen und auch Änderungen mit aufgenommen. Dass nun an die äußere Optik und die ganze Konstruktion wieder herangegangen werden solle, darüber sei sie jetzt überrascht.

"Feuerwehrhaus wird ein Aushängeschild für die Gemeinde"

Er sage nur die Meinung der Bürger und er sei auch nicht grundsätzlich dagegen, erwiderte Haas, fügte aber hinzu: Als die Gestaltung mit einer Holzfassade publik geworden sei, habe er das angesprochen. Es habe geheißen, dies könne jederzeit geändert werden, wenn es gewollt sei. Man könne abstimmen und die Mehrheit entscheide. Johann Kraft merkte an: Bei diesem Tagesordnungspunkt gehe es um Informationen über den Planungsstand. Dass nun wieder abgestimmt werden solle, das könne er nicht verstehen.

Johann Haas erklärte: Er habe dies angebracht, denn, so wie der Plan eingereicht werde, werde es letztlich Fakt sein. „Wenn wir aber sagen, das soll so bleiben, dann hat sich das.“ Man könne es eben nicht allen recht machen. Bürgermeister Tull lenkte ein: Es sei eine gute Sache, auch einmal mit anderen Mitteln zu arbeiten und den Sprung ins Moderne zu wagen. „Mit der Kombination einer gemeindlichen Nutzung wird das Feuerwehrhaus ein Aushängeschild für die Gemeinde.“

Weiter wurde das Aufstellen eines Verkehrsspiegels an der Kreuzung Zur Hühle/Augsburger Straße beschlossen. Für einen neuen Farbanstrich aufgrund eines Algenbefalls und einer Rissbildung an der Westfassade der Kirche in Landensberg wurde ein zehnprozentiger Zuschuss in Höhe von rund 350 Euro gewährt. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird wieder den gleichen Zuschuss wie im Vorjahr erhalten.

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