1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Bauarbeiten für neuen Kreisel begeistern nicht jeden

Bürgerversammlung

20.11.2018

Bauarbeiten für neuen Kreisel begeistern nicht jeden

Was in der Gemeinde Gundremmingen gerade wichtig ist und was wichtig wird

Bei der Bürgerversammlung in Gundremmingen hat Bürgermeister Tobias Bühler (CSU) den Einwohnern vorgestellt, wie die Gemeinde finanziell dasteht. Vor gut einem Jahr wiesen die Gewerbesteuereinnahmen ein Minus in Höhe von sieben Millionen Euro auf, aktuell liegen sie wieder bei anderthalb Millionen Euro im Plus. Die Kreisumlage beträgt in diesem Jahr rund 4,2 Millionen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Ein Bürger zeigte sich besorgt, dass die Rücklagen schrumpften. Ende 2015 lagen sie bei gut 14,2 Millionen Euro, nach bisheriger Planung werden sie bis Ende 2018 nur noch etwa 5,2 Millionen Euro betragen.

Bühler versicherte, dass ab nächstem Jahr wieder mit einem Anwachsen des Rücklagenbestandes zu rechnen sei, auch wenn derzeit keine konkreten Zahlen genannt werden könnten. Zudem würden im kommenden Jahr eine erwartete Schlüsselzuweisung von rund 6,4 Millionen Euro, der Wegfall der Kreisumlage und andere Effekte aus dem Finanzausgleich eine hohe Zuführung in den Vermögenshaushalt ermöglichen, betonte Bühler.

Bauarbeiten für neuen Kreisel begeistern nicht jeden

Neben Steuerangelegenheiten waren auch die moderat steigende Trinkwassergebühr sowie die geplante Neuberechnung der Gebühren für die Abwasserentsorgung ein Thema. Ab dem 1. Januar 2020 sollen die Kosten für die Abwasserentsorgung anteilig zu gut 75 Prozent für Schmutzwasser und rund 25 Prozent für Niederschlagswasser erhoben werden. Die Gebühren, die pro Haushalt für das Niederschlagswasser anfallen werden, sollen anhand einer Flächenmessung aus der Luft bis dahin ermittelt werden. Anfang kommenden Jahres soll es dazu eine Infoveranstaltung geben.

Der geplante Bau des Kreisels an der Kreuzung Hygstetter Straße/ Staatsstraße 2025, der Zufahrt zum Auwald Sportzentrum, wurde ebenfalls angesprochen. Bühler betonte, wie wichtig der Bau für die Sicherheit der Bürger sei. An der genannten Kreuzung ergebe sich gerade bei Nebel oder Abendsonne eine unübersichtliche Lage, die zu Unfällen führen könne.

Jedoch sahen nicht alle Besucher die geplanten Bauarbeiten positiv. Denn währenddessen müsse die Umgehung vorübergehend gesperrt werden, wodurch mehr Verkehr durch den Ort fahren werde. Auch der Schwerlastverkehr werde teilweise davon betroffen sein, antwortete Bühler auf die kritische Nachfrage eines Bürgers.

Thematisiert wurde zudem die zum Jahresanfang 2019 bevorstehende Übernahme des Atommüll-Zwischenlagers durch die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (wir berichteten). Der Bürgermeister bekräftigte seine ablehnende Haltung gegenüber einer künftigen möglichen Zuständigkeit der örtlichen Feuerwehr für das Standort-Zwischenlager. Aber auch gegen die voraussichtliche Lagerzeit bis 2046 und wohl darüber hinaus sprach er sich aus.

Lob und Dank sprach er allen aus, die in Eigenregie die Sanierung des Dachs des Jugendtreffs durchgeführt haben.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren