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Bauhof: Protest in Kötz ist (fast) aller Ehren wert

Kommentar Von Irmgard Lorenz
06.06.2019

Ob ein Bauhof neben den Friedhof passt, darüber kann man durchaus streiten. Der Protest darf aber nicht zu weit gehen.

Entscheidungen, die den unmittelbaren Lebensraum betreffen und verändern, wollen immer mehr Bürger nicht mehr so einfach hinnehmen. Sie sammeln Unterschriften, wenn ihnen etwas nicht gefällt, veranstalten Protestkundgebungen, verschaffen sich Gehör. Das zeigt sich immer wieder auch bei der Diskussion um die Entlastungsstraße für Kötz und Ichenhausen. In einer Demokratie ist das aller Ehren wert.

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Wenn der Protest aber so weit geht, dass Träger von unliebsamen Entscheidungen sich persönlich bedroht fühlen, dann geht das zu weit. Reinhard Uhl, zweiter Bürgermeister von Kötz, ist nicht der einzige im Gemeindeparlament, der sich durch die E-Mail einer Kleinkötzerin bedrängt fühlt. „Die Kleinkötzer Bürger würden dies den Verantwortlichen der Gemeinde auf immer und ewig nicht verzeihen“, heißt es in der Nachricht der Frau. Gemeint ist der von der Gemeinde beabsichtigte Bau eines Bauhofs beim Kleinkötzer Friedhof.

Ob ein Bauhof neben den Friedhof passt, darüber kann man durchaus streiten. Optimal ist es bestimmt nicht. Es wäre klug gewesen, die Bürger frühzeitig einzubinden und ihre Bedenken ernst zu nehmen. Jetzt will die Gemeinde das nachholen. Es ist höchste Zeit.

Lesen Sie dazu auch: Gelbwesten-Protest gegen den neuen Bauhof?

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