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Konzert

13.04.2015

Begeisternde Musiker

Langjährige aktive Musiker sind beim Waldstetter Blasmusikabend geehrt worden: (von links) Jochen Schiller, Johanna Metzinger, Marina Abenstein, Moritz Sauter (ASM), Nina Gromes, Karin Binder, Maximilian Götz, Alfred Schiller und Julia Schiller.
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Langjährige aktive Musiker sind beim Waldstetter Blasmusikabend geehrt worden: (von links) Jochen Schiller, Johanna Metzinger, Marina Abenstein, Moritz Sauter (ASM), Nina Gromes, Karin Binder, Maximilian Götz, Alfred Schiller und Julia Schiller.

Von James Bond bis Polka: Die Kapelle Waldstetten begeistert in ausverkauftem Haus die Zuhörer. Für einige Aktive gibt es nicht nur Applaus, sondern auch Auszeichnungen

Unter dem Motto „Gegensätze“ hat die Musikkapelle Waldstetten unter der Leitung von Hans Kast beim Jahreskonzert vier konzertante Kompositionen präsentiert. Emotionale Höhepunkte und Momente ausgelassener Spielfreude erlebten die 250 Zuhörer im ausverkauften Musikantenstadl in Waldstetten an zehn Stationen einer musikalischen Reise durch das Egerland, aufbereitet und garniert mit Instrumentalsoli und dem Gesangsduo Karin Binder und Hans Kast.

Was unter „Gegensätze“ im ersten Programmpunkt gemeint ist, verriet Moderator Jochen Schiller dem Publikum vorweg: Die Musik schaffe es, Gegensätze wie laut und leise oder langsam und schnell in Einklang zu bringen und so die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. So sah das dann in der Praxis beim einleitenden Konzertmarsch „Salemonia“ von Kurt Gäble aus: Nach kräftigen Fanfarenstößen begann ein Feuerwerk beschwingter Blasmusik, das im Mittelteil durch ein wunderbar weiches Tenorhornsolo unterbrochen wurde. Noch mehr unterschiedliche Ausdrucksformen entdeckte der Zuhörer dann in „Bond … James Bond“, arrangiert von Stephen Bulla. Im Kampf des Guten gegen das Böse ließen „scharf schießende“ Posaunen und Trompeten gefährliche Situationen erahnen. Verstärkt wurde das durch das Anschwellen einzelne Register, vor allem des Schlagwerks. Im Schattenbild agierten zwei Bond-Girls, dargestellt von zwei Damen des Waldstetter Karnevalsvereins.

Durch eine abwechslungsreiche Phrasierung zeichnete die Kapelle unter Leitung des Zweiten Dirigenten Jürgen Kast in „Mazama“ von Jay Chattaway die Ängste eines Indianerstammes beim Ausbruch des Vulkanes Mazama nach. Eine einsame Flöte, begleitet von monotonen Gesängen der Orchestermitglieder, malte eine friedliche Landschaft, bevor Hörner und Tuben in starkem Fortissimo Magma in die Luft schleuderten. Kleine Indianer (Mitglieder der Jugendkapelle) verstärkten die Szene mit stampfenden Stöcken. Beendet wurde dieser Teil mit dem spanischen Marsch „Amparito Roca“ von Jaime Texidor, einem fulminanten Paso Doble.

Für Begeisterung sorgten die 36 Musiker unter Leitung von Diri-gent Hans Kast im zweiten, volkstümlichen Teil des Abends. Dieser war ganz der Egerländer Musik gewidmet. Begonnen wurde mit dem Konzertmarsch „Kameraden für immer“. Mit dem Marsch „Stunden, die man nie vergisst“ stellte sich zum ersten Mal am Abend das Gesangsduo Karin Binder und Hans Kast vor. Mit klarer, zarter und beseelter Stimme interpretierten sie die Walzer „Zwei braune Augen wie im Märchen“, „Eva-Marie“, „So schön kann nur ein Märchen sein“ und die Polka „Mach’s gut“.

Die Kapelle intonierte die Polka „Böhmische Liebe“. Tenorhörner, Flügelhörner und Trompeten erhoben sich immer wieder und ließen in vollem Klang die bekannte Melodie aufleben. Gefeiert wurden auch die Klarinettisten Sarah Gromes und Markus Abenstein in der Polka „Zwei lustige Vögel“. Jedem Tempo gewachsen, schwatzten und trillerten sie ihren lebhaften Morgengesang. Austoben durften sich „Die Königstrommler“ Johannes Mader und Markus Ellenrieder auf der kleinen Marschtrommel. Sie wirbelten im Pianissimo und Fortissimo, ließen die Taktstöcke akrobatisch durch die Luft fliegen, lieferten sich Duelle und marschierten im Gleichschritt. Mit den Zugaben „Bodensee-Polka“ und „Nur keine Tränen beim Abschied nehmen“ fand der Abend ein stimmungsvolles Ende.

Moritz Sauter vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) ehrte mit Urkunde und Anstecknadel für 15-jähriges aktives Musizieren Marina Abenstein, Johanna Metzinger, Julia Schiller, Jochen Schiller, Maximilian Götz, Nina Gromes und Karin Binder. Alfred Schiller steht bereits seit 40 Jahren im Dienste der Blasmusik. 20 Jahre davon fungierte der Schlagzeuger als Schriftführer und bereits seit zwölf Jahren führt er den Verein als Vorsitzender. Vom ASM erhielt er dafür eine Urkunde mit Anstecknadel, der Verein verlieh ihm zudem die Ehrenmitgliedschaft.

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