1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Bei Scheppach läuft es rund

Ichenhausen

24.09.2014

Bei Scheppach läuft es rund

Über einen Rekordumsatz freut sich der Geschäftsführer und Inhaber der Scheppach Fabrikation von Holzbearbeitungsmaschinen GmbH in Ichenhausen, Ernst Pfaff.  Das Foto zeigt ihn an einer Bandsäge. Ernst Pfaff, der jetzt 60 wurde, will den Umsatz auf über 100 Millionen Euro steigern.  
Bild: Peter Wieser

Maschinenfabrik in Ichenhausen fährt Umsatzrekord ein. Der Weg dorthin war steinig und schwer, verrät Firmeninhaber Ernst Pfaff. Jetzt will er noch mehr

Rund läuft es gegenwärtig bei der Firma Scheppach in Ichenhausen. Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Rekord-Umsatz von 66 Millionen Euro eingefahren. Inzwischen arbeiten etwa 160 Mitarbeiter bei Scheppach. Vor zehn Jahren lag die Zahl der Beschäftigten noch unter 100. „Wir haben die Chance, beim Umsatz in naher Zukunft die 100-Millionen-Euro-Marke zu knacken“, sagt Geschäftsführer und Inhaber der Scheppach Fabrikation von Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Ernst Pfaff, der am Sonntag seinen 60. Geburtstag gefeiert hat. Mit Geschäftsführer Stephan Müller steht der Augsburger für die Aufwärtsentwicklung in Ichenhausen.

Als Ernst Pfaff Ende 1996 die Fabrik von der Familie Scheppach übernahm, konnte er noch nicht ahnen, dass das Geschäftsjahr 2013/14 mit einem Rekord-Umsatz von 66 Millionen Euro abschließen würde. „Bis hierhin war es auch ein beschwerlicher und steiniger Weg“, sagt Pfaff. 2002 hatte das produktionsorientierte mittelständische Unternehmen eine Insolvenz zu verkraften. Pfaff übernahm die Firma zum zweiten Mal und verwandelte sie in eine vertriebs- und serviceorientierte Unternehmensgruppe.

Der entscheidende Schritt war 2005 die Gründung der Woodster GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft. Scheppach verabschiedete sich von dem Gedanken, alle Maschinen in Deutschland zu produzieren. „Wo es sinnvoll ist, kaufen wir ein und lassen teilweise auch im Ausland produzieren“, erläutert Müller auf Anfrage. Dies führte in den vergangenen Jahren zu durchschnittlich zweistelligen Wachstumsraten. Im Geschäftsjahr 2003/04 hatte der Umsatz noch bei bescheidenen 14 Millionen Euro gelegen. Mittlerweile beschäftigt die Scheppach Maschinenfabrik mehr als 160 qualifizierte Arbeitskräfte. Mit Beginn des neuen Lehrjahres bildet der Mittelständler insgesamt elf Azubis in technischen und kaufmännischen Berufen aus.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Noch heute stehen Holzbearbeitungsmaschinen im Mittelpunkt der Aktivitäten von Scheppach. Eine der erfolgreichsten Maschinen der vergangenen Jahre war die Tauchsäge, eine Art Handkreissäge mit Tauchfunktion, beispielsweise für Ausschnitte in Arbeitsplatten. „Mit Gründung der Woodster GmbH ist es gelungen, auch die Baumärkte und Discounter erfolgreich zu erobern“, informiert Müller. Das Portfolio werde kontinuierlich erweitert. Kompressoren, Rüttelplatten, Generatoren und vieles mehr gehören heute zum Angebot. Aktuell ist Scheppach dabei, ein Garten-Programm mit einem breiten Anwendungsspektrum einzuführen – angefangen von Kettensägen, über Laubsauger und Heckenschneider bis hin zu Motorsensen und Rasenmähern. Neben dem für die Marke Scheppach wichtigen Fachhandel zählen nach Firmenangaben alle weltweit führenden Baumarktketten und auch Discounter wie Aldi und Lidl zum Kundenkreis der Unternehmensgruppe.

Der geschäftsführende Gesellschafter Ernst Pfaff möchte mit seinem Team weiter wachsen und auch mit jetzt 60 nochmals richtig Gas geben. Er will demnächst beim Umsatz die 100-Millionen-Euro-Marke knacken. „Neue Produkte, die Fokussierung auf die internationalen Märkte sowie eine vertriebs- und serviceorientierte Unternehmensstrategie sollen den Weg dafür bereiten“, sagt der Firmenchef.

Zur Firmengruppe des Unternehmers Pfaff gehört seit wenigen Jahren die EMPU Ltd. in China. Dort arbeiten weitere 25 qualifizierte Techniker und Kaufleute, die in engstem täglichem Kontakt zu Herstellern in Fernost stehen und die Qualität der Handelswaren sicherstellen. „Besonders stolz bin ich auf alle meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Engagement und Loyalität die positive Entwicklung der Gruppe überhaupt erst möglich machten“, sagte Pfaff anlässlich seines 60. Geburtstags. Die gesamte Belegschaft gratulierte dem Firmenchef am Montag bei einer Feierstunde auf dem Ichenhausener Firmengelände.

Pfaff ist nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, er zeigt auch großes soziales Engagement. Nicht zuletzt deswegen hat er kürzlich die Präsidentschaft des Rotary-Clubs Augsburg übernommen.

Um den Wachstumskurs auch im digitalen Bereich fortzusetzen, hat Scheppach ihren Online Shop neu gestaltet. Dort werden Sonderposten, Rückläufe und Ausstellungsstücke von Holzspaltern über Tauchsägen bis zu Rasenmähern zu stark reduzierten Preisen angeboten. Das Angebot kann täglich wechseln, je nachdem wie viele Sonderposten vorhanden sind.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_1001a(1).tif
Ichenhausen

Bei Scheppach läuft es rund

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden