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Jahreskonzert

17.04.2014

Beifall für den Waschbrett-König

Beim Jahreskonzert der Musikvereine Hochwang und Oxenbronn präsentierte sich Solist Andreas Frey als „Washboard-King“.
Bild: Emil Neuhäusler

Zuhörer sparen beim Auftritt des Musikvereins Oxenbronn und der Musikkapelle Hochwang nicht mit Applaus

Alle Plätze im Musikheim Hochwang waren am Palmsonntag beim Frühjahrs- bzw. Jahreskonzert der Musikvereine Hochwang und Oxenbronn besetzt. Die Zuhörer sparten nicht mit Applaus, hatte doch Dirigent Thomas Engel einen abwechslungsreichen Mix aus konzertanter, moderner und traditioneller Blasmusik zusammengestellt. Wie der Vorsitzende des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes (ASM) im Bezirk 12, Robert Strobel, anerkannte, präsentierten die Musikerinnen und Musiker diesen Mix mit viel Elan und sichtbarer Freude.

Der Musikverein Oxenbronn und die Musikkapelle Hochwang sind selbstständige Vereine. Seit einigen Jahren treten sie zu Konzerten gemeinsam auf. Die Jugendausbildung findet über die städtische Musikschule Ichenhausen statt. Die acht Jugendlichen, die derzeit Instrumente lernen, konnten beim Konzert jedoch noch nicht mitspielen. Mit viel Beifall wurden die Gäste vom ASM begrüßt: Bezirksdirigent Hermann Schwarz, die amtierende Miss-ASM Monika Baur und der Vorsitzende Strobel, bald Bürgermeister der Stadt Ichenhausen. Sie waren auch gekommen, um Eva Ritter für zehn Jahre aktives Musizieren im Musikverein Hochwang mit einer Urkunde und der Ehrennadel in Bronze auszuzeichnen. Der noch amtierende Bürgermeister Hans Klement führt den Musikverein Hochwang als Vorsitzender, an der Spitze des Musikkapelle Hochwang steht Herbert Wirth, der als Moderator mit seinen humorvollen Hintergrundinformationen zum Gelingen des Abends beitrug.

Mit „Kickoff“ von John Blanken machten die Musiker den beherzten „Anstoß“ in einem kurzweiligen und temperamentvollen Spiel der Instrumente. Gut herausgearbeitet wurden von Dirigent Engel in „Sa Mùsica“ von Jacob de Haan Stimmungsbilder der Ferieninsel Mallorca. Einflüsse der griechischen und römischen Besetzer kristallisierten sich in verschiedenen Tanzrhythmen heraus. Dynamisch und wild erlebten die Zuhörer anschließend eine echte spanische Fiesta.

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Es folgte ein langsames Thema, das de Haan nach einem Piratengedicht komponierte. Dabei intonierten vor allem die Klarinetten sehr sauber und drängten mit den Flöten zum rasanten Schluss. Im nächsten Stück erweckten die Bässe majestätisch den Morgen auf „Schloss Orth“. Holzinstrumente mit feiner Triangel sendeten die ersten Sonnenstrahlen aus, das von den Musikern gesungene „Kyrie Eleison“ ließ ein Kloster erahnen, bevor einzelne Register kräftig hervortraten und geschäftiges Leben begann.

Ein Trompetensolo erzählte aus der Geschichte des wohl schönsten Schlosses Österreichs. Abschließend eröffneten die Flöten einen ausgelassenen Tanz, geklatscht wurde zum Takt der großen Trommel. Überzeugend wurde diese Komposition von Fritz Neuböck in Szene gesetzt. Gefühlvolle Eindrücke wurden am Ende des ersten Programmabschnittes vom Tal des Ohio-River in „Where the River flows“ von James Swearingen gezeichnet. Unterbrochen wurde die Idylle vom Raub eines weißen Knaben durch die Indianer, den die Männerstimmen zurückerflehten.

Im zweiten Teil wirbelte und trommelte Andreas Frey als „Washboard-King“ auf einem „waschechten“ Waschbrett den Diximarsch von Norman Tailer. Keine wirkliche Harmonie ließ die unwirkliche Welt der Liebe in „Phantom of the Opera“ zu, gestört von Unheil verkündeten Trompeten und Saxofonen. Für Heiterkeit sorgte das „unpassende“ Hineintrillern einer Kuckuckspfeife in „Tango Surprise“ von Luigi di Ghisallo. Als letztes Stück erklang die Konzert-Polka „Musikantensehnsucht“. Nach Zugabe-Rufen verabschiedeten sich die 40 Musiker mit der Polka „Streicheleinheiten“ von Alexander Pfluger.

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