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11.04.2015

Beim Endspiel war die Küche voll

Hermine Haubitz hat am Freitag ihren 90. Geburtstag gefeiert.
Bild: Familie

Zum 90. Geburtstag von Hermine Haubitz

Am gestrigen Freitag hat Hermine Haubitz aus Ichenhausen ihren 90. Geburtstag gefeiert. Geboren ist die Jubilarin in Heinzendorf in Mähren. Mit zehn Jahren zog sie mit ihren Eltern, ihrem Bruder und ihrer Schwester nach Jägerndorf, wo sie in der dortigen Bürgerschule eine kaufmännische Ausbildung abschloss und ihren späteren Mann Max kennenlernte.

Aus der Heimat vertrieben, kam Hermine Haubitz 1946 nach Günzburg. Wenig später stieß ihr Mann, zurück aus englischer Kriegsgefangenschaft, zu ihr. Damals standen beide vor der Entscheidung, entweder nach Scheppach oder nach Hochwang zu ziehen. „Sie hat sich für Hochwang entschieden, weil ihr der Name so gut gefiel, obwohl sie den Ort gar nicht kannte“, erzählt ihr Sohn Claus schmunzelnd. „Max Haubitz Fuhrunternehmen“ hieß anschließend der kleine Betrieb, in dem auch mit Baustoffen, Kohlen und Heizöl gehandelt wurde. Während ihr Max im Lkw saß, Ziegelsteine auf die Schwäbische Alb und Zement von Blaubeuren zurückfuhr, erledigte Hermine Haubitz die Buchhaltung. Zu dieser Zeit besaß das Ehepaar übrigens bereits einen der ersten Fernseher im Landkreis. An die 20 Personen seien 1954 in der Küche gewesen, um beim Endspiel der Fußballweltmeisterschaft dem Sieg Deutschlands gegen Ungarn entgegenzufiebern.

Es war ein schwerer Schlag, als ihr Mann 1963 bei einem Autounfall tödlich verunglückte und Hermine Haubitz schließlich den Betrieb aufgab. 1966 zog sie nach Günzburg, wo sie bis zu ihrer Pensionierung als Angestellte im damaligen Staatlichen Gesundheitsamt arbeitete. Die letzten fast 20 Jahre wohnte Hermine Haubitz in Ichenhausen. Seit November vergangenen Jahres lebt sie im dortigen AWO-Seniorenheim. Ihren Humor hat die Jubilarin nach wie vor. Besonders wichtig sind ihr die regelmäßigen Besuche ihrer Tochter Brigitte, ihres Sohnes Claus, sowie ihrer beiden Enkel und der vier Urenkel. (wpet)

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