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Burgau

29.07.2020

Bekommt Burgau auf den Angerwiesen endlich den geplanten Stadtpark?

Burgauer Stadtratsmitglieder würden die Angerwiesen gerne zum Naherholungsgebiet machen.
Bild: Ernst Mayer

Plus Die Idee ist nicht neu. Doch im Zuge des Hochwasserschutzes wird nun in Burgau ein neuer Anlauf unternommen. Gleich zwei Fraktionen bringen das Thema wieder auf die Agenda.

Pläne gibt es schon seit vielen Jahren, aus der fast vier Hektar großen Fläche der Angerwiesen zwischen Augsburger Straße und Bahnhofweg in Burgau einen Stadtpark zu machen. Vorschläge dazu waren immer wieder aufs Neue von verschiedenen Seiten gekommen, mit denen sich dann auch die Gremien befassten. So hatte unsere Zeitung beispielsweise im Mai 2000 darüber berichtet, dass ein Planungsbüro bereits einen Entwurf im Bauausschuss präsentierte. Daraus geworden ist bislang nichts, auch wenn das Wasserwirtschaftsamt sich unter anderem hier im Zuge des Hochwasserschutzes eine „Stärkung der Sozialfunktion von Gewässern“ vorstellen könnte. Nun sind die Angerwiesen am Dienstagabend erneut Thema im Burgauer Bauausschuss gewesen – dieses Mal hatten CWG und Freie Wähler es per Antrag auf die Tagesordnung gesetzt.

Das wünschen sich die beiden Burgauer Ratsfraktionen

Erstere Fraktion regt an, mit den Grundstückseigentümern über den Ankauf von Flächen zu verhandeln, da das Gelände wegen des Hochwasserschutzes nicht mehr überbaut werden dürfe. Ein Landschaftsplanungsbüro solle ein Nutzungskonzept erstellen. Neben einem Park wäre für die CWG eine Freilichtbühne denkbar. Die Freien Wähler sprechen sich für eine gemeinsame Nutzung von privaten und kommunalen Flächen aus.

Der Park solle ein Treffpunkt für Jung und Alt werden, ein Bewegungsparcours wird als wünschenswert erachtet, ebenso wie ein großer Spielplatz. Mit einer Fußgängerbrücke könne das Areal erschlossen werden. Eine kulturelle Nutzung im Freien hingegen müsse überdacht werden, da es dafür schon Flächen an der Kapuziner-Halle und beim Neuen Theater gebe.

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Erste Ideen gab es schon vor 40 Jahren

Bürgermeister Martin Brenner (CSU) sagte, dass die ersten Überlegungen für das Gelände schon 40 Jahre alt seien. Aber vielleicht schaffe man es nun im Zuge des Hochwasserschutzes. Herbert Blaschke (FDP/FB) befürwortete die Anträge, gab aber zu bedenken, dass nur ein Teil in städtischem Eigentum sei. Und da die Erschließung nun einmal Kosten verursache, solle man das Projekt zeitlich strecken. Eveline Kuhnert (Grüne) sprach von einer ökologisch wertvollen Fläche. Bevor man hier etwas Neues schaffe, solle beispielsweise „der Mehrgenerationenpark beim Altersheim aufgewertet werden“.

Wie der Bürgermeister erwiderte, sei dort aber nicht die Stadt zuständig, und entgegen Kuhnerts Annahme würden die Angerwiesen eben nicht trockengelegt, sondern seien Überschwemmungsgebiet. Hermann Mühlbauer (ABB) fand die Ideen grundsätzlich gut, aber sie seien mitunter nicht gerade verträglich mit dem Hochwasserschutz. Heidi Häuser (Freie Wähler) kündigte noch an, dass Spender das Projekt unterstützen könnten, von einem jedenfalls wisse sie. Die Stadt hat im August ohnehin ein Gespräch mit dem Wasserwirtschaftsamt und wird die Vorschläge dann der Behörde übergeben.

Nachtrag vom 10. August 2020: Die Stadt Burgau und das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth haben sich wieder über den Hochwasserschutz ausgetauscht. Wie Projektleiter Maximilian Hartmann auf Anfrage sagt, habe man der neuen Zweiten Bürgermeisterin und der neuen Umweltreferentin das Vorhaben erläutert. Außerdem seien die Anträge der zwei Fraktionen zu einem Stadtpark im Bereich der Angerwiesen Thema gewesen.

Einen solchen könne man zwar nicht direkt umsetzen, es gehe grundsätzlich um einen besseren Zugang zum Fluss und eine höhere Aufenthaltsqualität. Aber wenn die Stadt die Kosten für darüber Hinausgehendes trägt, sei man offen für weitere Ideen. Die sollen auch die Bürger im Rahmen eines Workshops einbringen können, voraussichtlich im Herbst. Sie sollen dann in ein Konzept für die Angerwiesen und die Randbereiche einfließen, ein Planungsbüro soll schon bei der Bürgerwerkstatt dabei sein.

Ansonsten gehe der Hochwasserschutz intern gut voran, man plane viel und stimme sich viel ab, gerade auch mit Grundstückseigentümern. Das sei momentan wenig öffentlichkeitswirksam. Aber sobald der nächste größere Schritt im Projekt anstehe, werde man die Bürger aus Burgau und der Umgebung wieder informieren.

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