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Fußball-Landesliga

30.03.2019

Benötigt der SC Ichenhausen nur oder noch drei Punkte?

Mit welchem Ball er gerne spielen wolle, fragte Schiedsrichter Philipp Ettenreich den Ichenhauser Trainer Oliver Unsöld vor der Partie gegen Wolfratshausen. Dem früheren Profi war’s egal. Seiner Mannschaft auch: Sie gewann 4:2.
Bild: Ernst Mayer

Ein Erfolg in Gilching würde die Ichenhauser früh ans Saisonziel führen. Trainer Oliver Unsöld ist aber kein Freund von Hochrechnungen. Er betont: Uns wird nichts geschenkt.

Seit das Spielsystem mit fünf bayerischen Fußball-Landesligen existiert, genügten 45 Punkte immer zum direkten Klassenerhalt in einer mit 18 Mannschaften bestückten Gruppe Südwest. Ohne Relegationsstress dringeblieben sind zum Auftakt 2012/13 die SpVgg Kaufbeuren (45 Zähler), eine Spielzeit danach der TSV Ottobeuren (43) und 2014/15 der SV Planegg-Krailling (39). Anschließend waren dreimal in Folge nur 17 Teams in der Gruppe, da reichten 40 Zähler. Diesmal heißt die Zielvorgabe wieder 45 Punkte. Der SC Ichenhausen hat derzeit 42. Gewinnen die Königsblauen also das anstehende Spiel beim TSV Gilching-Argelsried, haben sie das Saisonziel erreicht. Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr.

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Nicht über ungelegte Eier reden

Die magische Zahl 45 teilt selbst der immer betont vorsichtig rechnende SCI-Trainer Oliver Unsöld. Wobei der frühere Profi auch in der vorösterlichen Zeit höchst ungern über ungelegte Eier redet. Mit Blick auf die anstehenden sportlichen Aufgaben sagt er: „Die drei Punkte müssen wir erst mal holen und die werden wir in keinem Spiel geschenkt bekommen.“

Schon gar nicht, wenn der Gegner mehr als andere Gastgeber immer wieder von einer ganz speziellen Heimspiel-Atmosphäre profitiert. Genau das ist in Gilching der Fall.

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Yannick Maurer nach Roter Karte gesperrt

Erschwerend hinzu kommt aus Schwaben-Perspektive, dass Unsöld einmal mehr umschichten muss. Yannick Maurer wurde nach seinem Platzverweis im Spiel gegen Wolfratshausen für zwei Partien gesperrt. Ausgerechnet Maurer, der nach Unsölds Einschätzung im ersten Einsatz nach längerer Verletzungspause „überragend gespielt hat“. Weh tut dem Trainer auch, dass sich der Genesungsprozess bei Julian Riederle umgekehrt hat: Die alte Bänderverletzung macht dem jungen Mann wieder gehörig zu schaffen. Doch Jammern gilt nicht bei Unsöld, der wie so häufig in solchen Situationen betont: „Es kommt nicht auf einen Spieler an, es zählt immer die Mannschaft.“

Bleibt die Frage: Was wäre, wenn es klappt mit dem frühzeitigen Klassenerhalt? „Aus Trainersicht könnte man während der Rückrunde schon das eine oder andere Mal im taktischen Bereich etwas probieren oder vielleicht Spieler bringen, die noch nicht so viele Einsätze hatten“, zählt Unsöld auf. Um sofort jeden Anschein von Träumerei zu zerstören, indem er anfügt: „Ich komme auf meinen ersten Satz zurück: Keiner wird uns die Punkte schenken.“

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