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Bauausschuss

23.12.2020

Betonmischanlage und eine offene Küche mit Pizzaofen

Warum ein weiterer Bauantrag für Ärger im Kötzer Gremium sorgt

Sechs verschiedene Bauangelegenheiten waren es, mit denen sich der Kötzer Bau-, Umwelt- und Grundstücksausschuss in seiner jüngsten Sitzung zu befassen hatte. Unter anderem wurde einem Bauantrag zum Neubau einer Betonmischanlage mit Leitstandgebäude in der Industriestraße in Kleinkötz einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Teile der bisherigen Anlage sollen entfernt werden. Es werde nicht mehr, was entstehe. Es werde neuer, so sei es auch seitens des Antragstellers versichert worden, erklärte Bürgermeisterin Sabine Ertle.

Zugestimmt wurde auch Neuerungen zu einem Tekturantrag hinsichtlich einer Nutzungsänderung für den Umbau einer Lager- und Maschinenhalle in Ferienwohnungen und Doppelhausferienwohnungen im Ortsteil Ebersbach. Der dortige Frühstücksraum soll zweimal die Woche in den Wintermonaten zu einer Gaststätte mit 38 Sitzplätzen umfunktioniert werden. Neu hinzu komme eine offene Küche mit Pizzaofen sowie eine Abfallsammelstelle, so die Bürgermeisterin. Richard Lochbrunner merkte an, dass er mit dem Antragsteller gesprochen habe. Angedacht sei die Bewirtung eigener Gäste und einzelne Events nur bei Bedarf, dies sei bereits auch mit den Nachbarn so kommuniziert worden.

Ein Tekturantrag zu einem Bauantrag für den Neubau eines Wohnhauses mit Garage in Großkötz dagegen sorgte für Verärgerung. Es sei erheblich anders gebaut worden, als es im ursprünglichen Bauantrag genehmigt worden sei. Es gebe beträchtliche Abweichungen, Befreiungen vom Bebauungsplan seien keine beantragt worden, kritisierte Bürgermeisterin Ertle. Man hätte vorher zumindest ein Gespräch suchen sollen, aber dies sei nicht passiert.

Es sei gebaut worden und jetzt soll die Legitimation erfolgen. Die Vorgehensweise stieß vor allem Norbert Ritter auf: Der Bauwerber bringe ständig irgendwelche Änderungen, die er nicht einhalte, immer wieder werde etwas anderes gebaut, als es genehmigt worden sei. Eigentlich komme man sich da blöd vor. Der Bau-, Umwelt- und Grundstücksausschuss erteilte dem Antrag weder das gemeindliche Einvernehmen noch die notwendigen Befreiungen.

Unter dem Punkt Verschiedenes gab Bürgermeisterin Sabine Ertle zwei Beschlüsse aus der letzten nicht öffentlichen Sitzung bekannt. Beschlossen worden war die Beschaffung einer Klimaanlage im Werkraum der Alois-Kober-Grundschule. Der Auftrag sei zum Angebotspreis von knapp 10000 Euro inzwischen vergeben worden. Des Weiteren sei es notwendig gewesen, im Kinderhort eine Akustikdecke zu beauftragen. Hier liege ein Angebot in Höhe von rund 10200 Euro vor, die Arbeiten würden im Frühjahr ausgeführt.

Norbert Ritter fragte nach, wie es denn mit der Kreisumlage aussehe. „Wir sind zu gut“, antwortete die Bürgermeisterin spontan. Man habe zu gut gewirtschaftet. Man sei bestens durch das Jahr gekommen und habe kein einziges Bauvorhaben, das man sich vorgenommen habe, streichen müssen. Wesentlich dazu beigetragen habe vor allem die Kämmerin, betonte Sabine Ertle.

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