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Kreis Günzburg

20.05.2015

Betrüger verschicken gefährliche Mails - angeblich von der "Sparkasse"

Vorsicht bei Phishing-Mails!
Bild: Johannes Graf

Kriminelle locken Sparkassenkunden zur Datenfreigabe. Jeder kann Opfer solcher Mails werden. Wie sich Kunden schützen können.

Am Mittwoch ist wieder eine E-Mail im Posteingang unserer Zeitung aufgetaucht. Sie sieht aus wie eine ganz normale Nachricht der Sparkasse – angeblich. Denn es ist nicht die Sparkasse, die uns geschrieben hat, sondern ein Krimineller, der womöglich einen Trojaner auf unsere Computer leiten wollte.

Die Rede ist von einer sogenannten „Phishing Mail“, die jeden treffen kann und von diversen angeblichen Absendern, nicht nur Banken, versandt wird. Das Wort bedeutet soviel wie „Abfischen von Daten“. Mit dieser Masche versuchen Betrüger, Daten von Privatleuten über falsche E-Mails abzurufen. Die falschen E-Mails sehen dabei erstaunlich echt aus, so wie die von der Sparkasse. Doch die Sparkasse Günzburg-Krumbach versucht dagegen zu kämpfen.

Keine Daten preisgeben und keine Links öffnen

Der Leiter des Vorstandssekretaritas der Sparkasse Günzburg-Krumbach, Wolfgang Stuber, erklärt: „Die Sparkasse verschickt niemals E-Mails, in denen die Kunden zur Angabe von Daten gefordert werden. Falls Kunden so eine Nachricht erhalten, sollten sie sie auf keinen Fall öffnen und keinem Link folgen.“ Er betont, dass sie niemals ihre Daten eingeben sollten. Denn dann könne es passieren, dass durch einen Mausklick ein Trojaner – ein schädliches Computerprogramm, das alle Daten abgreift – auf den PC geladen wird.

Wie erkennt man Phishing-Mails?

Georg Kiehbacher, Elektronik-Banking-Berater der Sparkasse, sagt, dass es dazu Warnhinweise auf der Internetseite der Sparkasse gibt. „Man sollte auch den gesunden Menschenverstand einschalten und einen guten Virenschutz auf dem PC haben.“ Phishing-Mails würden immer wieder in Wellen auftreten. „Aber wir haben in der Sparkasse eine gute und starke Phishing Prävention“, sagt er.

Was tun, wenn das Geld schon weg ist?

„Wenn Geld weggeht, versuchen wir es zurück zu fordern. Voraussetzung ist eine Anzeige bei der Polizei“, sagt Kiehbacher. Bisher sei seinen Kunden noch kein Schaden entstanden. Trotzdem ist es schwierig die Täter ausfindig zu machen. Björn Bartel vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West erklärt: „Oftmals kommen die Täter aus dem Ausland, deshalb ist es schwierig sie zu ermitteln.“

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