1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Bibertal baut weiter Schulden ab

Finanzen

13.04.2018

Bibertal baut weiter Schulden ab

Die Gemeinde Bibertal steht finanziell gut da und baut etwa 420000 Euro Schulden ab.

Im Gemeinderat ist jetzt der Haushaltsplan verabschiedet worden

Ende März hatte der Haupt- und Finanzausschuss den Haushaltsplan 2018 vorberaten und diesen zur Beschlussfassung empfohlen. Nun galt es im Bibertaler Gemeinderat, diesen zu beschließen.

Bürgermeister Oliver Preußner (CSU) übergab das Wort an Kämmerer Joachim Winkler, der den Räten die wichtigsten Zahlen des Haushalts mit einem Gesamtvolumen von gut 13,7 Millionen Euro erläuterte, insbesondere die erfreulichen Steuereinnahmen im vergangenen Jahr. Die Rücklagen lägen zum Ende des Jahres mit etwa 2,55 Millionen Euro um 700000 Euro höher als im Vorjahr.

Die Umlagen würden um 120000 Euro auf fast 2,4 Millionen ansteigen, die Gewerbesteuerumlage werde voraussichtlich bei 219000 Euro liegen. Der weitaus größere Anteil sei die Kreisumlage, der größte Ausgabeposten im gesamten Haushalt, mit knapp 2,2 Millionen Euro. Zu Beginn des Jahres hatte die Gemeinde Bibertal einen Schuldenstand von circa 1,1 Millionen Euro. Mit einem Schuldenabbau von rund 420000 Euro soll der Stand am Jahresende nur noch 649000 Euro betragen. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 136 Euro liege die Gemeinde Bibertal damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Seit 1996 habe Bibertal 90 Prozent der Schulden abgebaut. Gleichzeitig werde man mit einem Rücklagenstand in Höhe von 2,55 Millionen Euro, 683000 Euro mehr als zum Anfang des Jahres, ein „ganz schönes Polster“ zur Finanzierung der geplanten Investitionen haben. Ein überaus positives Ergebnis, auf eine Darlehensaufnahme könne man verzichten, wie Kämmerer Winkler hinzufügte. Vor allem der Schuldenabbau, aber auch Investitionen wie die Verbesserung der Parkplatzsituation an der Schule in Kissendorf und die Maßnahmen für das Baugebiet Rotleite wurden von den Fraktionen begrüßt.

Erfreulich seien die beiden großen Vorhaben, die in Angriff genommen werden, sagte Andreas Keller (CSU). Manfred Kammerer (Freie Wähler) erinnerte trotz des Flächenbedarfs an die bestehenden Baulücken in der Gemeinde. Auch vor Maßnahmen bei Wasser und Kanal dürfe man sich nicht verschließen. Ähnlich sah dies auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Sabine Uebelhör: Trotz des soliden Polsters, das man sich erarbeitet habe, sollte man unbedingt größere Investitionen in Wasser, Kanal und Bauland vornehmen. Dies hatte zuvor schon Friedrich Deutschenbaur (BIB) kritisiert: Er sehe das nicht so rosig wie seine Kollegen. Die Kanäle seien alt, man habe heuer nur Glück gehabt, dass es keine Rohrbrüche gegeben habe. „Wir fahren auf Verschleiß, aber das Geld wäre da.“ Man habe aber keine Ansätze für die nächsten Jahre und irgendwann werde das dicke Ende kommen. Auch sollte man sich einmal über das Minus, das die beiden Hallen jedes Jahr einfuhren, unterhalten. Deutschenbaur stimmte dem Haushaltsplan 2018 als einziger nicht zu.

Weiter informierte Bürgermeister Preußner über die Grabungsarbeiten im Baugebiet Rotleite in Kissendorf. Die Arbeiten sollen nun abgeschlossen sein. Die Befunde hätten sich als unauffällig herausgestellt und seien dokumentiert und aufgenommen worden. Scherben, Vasen oder Werkzeuge habe es nicht gegeben. Seitens des Archäologiezentrums werde ein Abschlussbericht erstellt, auf dessen Grundlage über das weitere Vorgehen entschieden werden könne. Nach jetzigem Stand sollen die Erschließungsarbeiten am kommenden Montag beginnen. Was das Amt für Boden- und Denkmalschutz aufgebe, werde man in Kürze erhalten, auf dieser Basis werde man sehen, welche konkreten Auswirkungen dies für die zukünftigen Bauherren bedeute, so Preußner. Die entstandenen Kosten im Bereich von 10000 bis 15000 müsse die Gemeinde tragen. Nachdem man vorher nicht gewusst habe, was sich im Erdreich finden werde, habe man dafür zunächst 50000 Euro angesetzt. Er hoffe, dass die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet im Herbst abgeschlossen seien.

Für den Ausbau der GZ23 zwischen Kissendorf und Bühl gibt es noch keinen festen Termin. Fest steht, dass sich dieser über drei Monate hinausziehen wird und die Straße für sechs Wochen gesperrt wird. Der Ausbau des Kreuzungsbereichs in Kissendorf soll nicht zeitgleich, aber im Zusammenhang mit der Straßenbaumaßnahme stattfinden. Wenn Näheres bekannt sei, sollen die Bürger informiert werden.

Im Frühjahr 2019 soll die Dachsanierung der Mehrzweckhalle in Kissendorf erfolgen. Bürgermeister Preußner wies darauf hin, dass während der zweimonatigen Bauphase die Halle für Veranstaltungen nicht genutzt werden könne.

Manfred Kammerer verwies auf die schlechte Ausleuchtung im Anhofer Friedhof beim Abgang Richtung Schule. Hier müsse dringend etwas unternommen werden. Er habe davon bereits Kenntnis, erwiderte Bürgermeister Preußner. Ein Elektrounternehmen werde ein Angebot für eine verkehrssichere Beleuchtung unterbreiten.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Wahlbenachrichtigung_2_3.tif
Zustellung

Leipheimer warten vergeblich auf Wahlbenachrichtigung

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden