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Landkreis Günzburg

10.01.2019

Bibertaler Bürgermeister tritt 2020 nicht mehr an

Mit strahlendem Lächeln zeigte sich Bibertals Bürgermeister Oliver Preußner beim Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder im Sommer 2018. Und doch entschied sich Preußner, als Bürgermeister 2020 nicht mehr zu kandidieren. 
Bild: Sandra Kraus

Oliver Preußner verzichtet auf eine weitere Kandidatur. Seine Entscheidung gab er am Ende der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres bekannt.

Die Gemeinde Bibertal wird 2020 einen neuen Bürgermeister bekommen. Rathauschef Oliver Preußner gab in der ersten Gemeinderatssitzung des neuen Jahres seinen Entschluss bekannt, bei den nächsten Kommunalwahlen nicht mehr anzutreten. „Die Entscheidung steht. Und ich finde, dass es die Gemeinde so früh wie möglich erfahren soll“, stellte Preußner unmissverständlich klar.

Er hatte seine Worte an die Gemeinderäte und die wenigen Zuhörer schriftlich ausformuliert. „Vor knapp fünfeinhalb Jahren im Jahr 2013 habe ich mich nach langen Überlegungen entschieden, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Auf den Auftrag des Wählers hin habe ich dann am 1. Mai 2014 begonnen, mein Bestes zu geben, um das Vertrauen, das mir die Mehrheit der Bürger geschenkt hat, durch Einsatz und gute Sacharbeit zum Wohle der Gemeinde zurückzubezahlen.“

Für ihn war es kein Karriereschritt

Preußners erste und somit einzige Amtszeit als Bibertaler Rathauschef endet am 30. April 2020. Den Entschluss, auf eine erneute Kandidatur zu verzichten, habe er mit seiner Familie nach Abwägung vieler Aspekte getroffen. „Ich habe dieses Amt von Anfang an nicht als Karriereschritt gesehen, ich habe mich dieser Arbeit nicht wegen des Verdiensts gestellt, sondern ich wollte mein Möglichstes tun, um meine Heimatgemeinde in der Zeit, für die mir die Wähler den Auftrag dazu erteilt haben, möglichst gut zu gestalten und zu entwickeln. Ob dies gelungen ist, wird jeder Einzelne zu gegebener Zeit für sich beurteilen. Nach intensiver Rückschau auf die vergangenen fünf Jahre und Abwägung aller Erfahrungen, die ich in dieser Zeit gemacht habe, ist es nun meine Entscheidung, den Weg als Bürgermeister der Gemeinde Bibertal nicht weiterzugehen.“

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Preußners berufliche Heimat ist der öffentliche Dienst, eine Rückkehr dorthin steht ihm damit grundsätzlich offen. Für die verbleibenden 16 Monate im Bürgermeisteramt hat der CSU-Mann noch Pläne: „Wir haben noch viel vor, und nichts soll ins Stocken geraten. Ich weiß, dass ich auf Sie alle hier im Gremium zählen kann, wenn ich Sie darum bitte mich dabei zu unterstützen, bis zum letzten Tag meiner Amtsperiode das Beste für Bibertal zu erarbeiten.“

Schweigend und reaktionslos nahmen die Gemeinderäte diese Nachricht auf, nickten verabschiedend den Zuhörern zu, die den Saal vor dem nicht-öffentlichen Teil verlassen mussten und wischten sich den nächsten Tagesordnungspunkt auf ihren Tablets her.

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