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Förderverein

17.04.2015

Bibertaler helfen in Tansania

Vorstandsmitglieder des Fördervereins Bibertal übergaben einen Scheck über 6000 Euro an Pater George (von links): Helene Burkhart, Erwin Maier, Marlies Mayer, Lorenz Dirr, Pater George, Wilhelm Hubl, Helga Fürst, Manuela Kramer und Willi Anderhofstadt.
Bild: Hans Joas

Pater Georg informiert über seine Projekte und bekommt Geld für neue Aufgaben

Vor knapp zweieinhalb Jahrzehnten kam Pater George als Pfarrer nach Bühl und Echlishausen. Obwohl er in der Gemeinde Bibertal nur fünf Jahre wirkte und schon 19 Jahre weg ist, hat er dort noch viele Freunde. Dies zeigte sich bei einem Wiedersehen im Gemeindesaal, zu dem etwa 50 Menschen kamen. Der Vorsitzende des Fördervereins, Lorenz Dirr, übergab dem indischen Pater eine Spende von 6000 Euro für seine Projekte.

Der Bibertaler Verein wurde 1996 gegründet. Zunächst haben die Mitglieder in Indien den Bau einer Schule unterstützt, die mittlerweile von 1200 Schülern besucht wird und bereits erweitert werden musste.

Seit mehr als sieben Jahren hat Pater George sein Domizil nun in Tansania in Afrika. Songea liegt im Landesinnern und etwa 1000 Kilometer von der Hauptstadt Dar es Salaam entfernt. Pater George betreut vier Pfarreien in einem Umkreis von 20 Kilometern mit rund 5000 Gläubigen. Darüber hinaus unterrichtet er vormittags Priesterkandidaten.

Ein großes Anliegen ist ihm, die dortigen Lebensverhältnisse zu verbessern. Die Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt. Pater George schilderte bei dem Treffen in Bühl auch unterschiedliche Mentalitäten in Tansania: Bäume hätten zwar Eigentümer, trotzdem ernte jeder die Früchte, da diese ja Gott gegeben hätte. Es fehle vielfach die Einsicht, dass gepflanzt werden muss, um auch ernten zu können. Er habe dafür gesorgt, dass auf 1,5 Hektar Fläche Obstbäume gepflanzt wurden. Gerne nimmt der Pater die Arbeitskraft der Einheimischen in Anspruch. Dafür bekommen sie Geld.

Die vom Förderverein mitfinanzierte Solaranlage brachte Erleichterung: Es wurden Brunnen geschlagen, und mit dem selbst produzierten Strom kann nun fast den ganzen Tag Wasser gefördert werden. Außerdem bekamen 50 Familien jeweils eine Kuh, um selbstständig zu werden. Leider seien die Kühe wie die Menschen gegen Krankheiten nicht gefeit, sagte Pater George: Sieben Kühe sind schon wieder gestorben. Ihn befiel nach vier Jahren Aufenthalt die Malaria, sie wirkt sich bei ihm immer wieder durch Müdigkeit und Gelenkschmerzen aus. Er hofft, bis 2017 seinen Auftrag in Afrika weiter erfüllen zu können. Der Bibertaler Förderverein möchte ihn auch weiterhin mit seiner Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen. (zg)

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