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23.03.2009

Bier- und Wohlfühlhotel soll im November öffnen

Ichenhausen-Autenried Zeitgemäße Gastfreundschaft in historischem Ambiente: Das will Rudolf Feuchtmayr, Geschäftsführer der Schlossbrauerei Autenried, im ehemaligen Amtshaus (oft als Niederes Schloss bezeichnet) bieten. Er lässt derzeit das denkmalgeschützte, auf das 17. Jahrhundert zurückgehende Amtshaus sanieren und zu einem "Bier- und Wohlfühlhotel" mit Bräustüberl umbauen. Im Südwesten schließt sich ein Hotelneubau an. Heute ist Hebauf, im November soll die Eröffnung sein.

Vor sieben Jahren bot sich dem Brauereiinhaber die Gelegenheit, das benachbarte Amtshaus zu erwerben. Es geht im Kern auf Johann Heinrich von Lapière zurück. Der hatte seit 1650 die Herrschaft in Autenried, restaurierte das Schloss (heute Ikonenmuseum) und ergänzte es 1652 um den Zehentstadel und das Amts- und Wirtschaftsgebäude.

Feuchtmayr will dort mit einem Bräustüberl nicht nur wie bisher bodenständige Gastlichkeit pflegen, sondern mit dem "Bier- und Wohlfühlhotel" auch neue Zielgruppen erschließen: Firmen, die künftig in Autenried Seminare abhalten sollen, Busreisende ebenso, wie die "Ü-50-Gruppe", Menschen ab 50 Jahren also, die Entspannung, Abwechslung und Genuss suchen.

"Das Erlebnis Brauerei steht im Vordergrund", sagt Feuchtmayr. Mehr als 2800 Besucher habe man im vergangenen Jahr durch die Schlossbrauerei geführt, "das wollen wir weiter ausbauen". Der Unternehmer, der vor wenigen Tagen seinen 50. Geburtstag feierte, ist zuversichtlich, dass sein Konzept aufgehen wird. Autenried, Ichenhausen und das Umland haben nach seiner Einschätzung eine Menge zu bieten, die Region sei attraktiv. Um neben der bisherigen Kundschaft auch eine neue Klientel nach Autenried zu holen, will der Chef der Schlossbrauerei den "Zusatznutzen Wellness und Biermuseum" bieten.

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So entsteht nicht nur das Bräustüberl mit bierorientierter Küche im Erdgeschoss des ehemaligen Amtshauses, dazu kommen im Obergeschoss und im Neubau 25 Gästezimmer und je zwei Suiten und Appartements, alle behindertenfreundlich und mit Internetanschluss ausgestattet.

Seminarräume mit modernster Kommunikationstechnik stehen für Tagungen zur Verfügung, ein Wellnessbereich mit Schwimmbad bekommt direkten Zugang auf die Wiese. Sauna und Massage ergänzen das Wellnessangebot. Sowohl der Alt- als auch der über ein gemeinsames Foyer angebundene Neubau werden behindertenfreundlich sein. Im Dachgeschoss des Amtshauses könnte ein kleines Brauereimuseum entstehen.

Im Schlossgarten mit seinen jahrhundertealten Bäumen, die als Naturdenkmal gelten, ist ein bayrischer Biergarten mit Selbstbedienung geplant, auf der Südseite des Amtshauses entstehen ein Wintergartenanbau und im Innenhof des Braugasthofs ein Biergarten mit Service.

Kompromisse eingegangen

Der Neubau wird in Niedrig-Energie-Bauweise realisiert, beim denkmalgeschützten Amtshaus mussten nicht nur in puncto Wärmedämmung Kompromisse mit den Interessen des Denkmalschutzes gefunden werden. Als Bauherr habe er "zwei Seelen in einer Brust", sagt er. Aber dann schwärmt Rudolf Feuchtmayr von den stattlichen gehauenen Eichenbalken im ganzen Haus und sagt begeistert: "Der Dachstuhl ist gigantisch schön!" Und dass die Holzgesimse an den Fassaden ebenso wie die jahrhundertealten Glasfenster an der Ostseite restauriert werden konnten, freut den Bauherrn sichtlich.

Welche Summe er in das Projekt steckt, darüber schweigt Rudolf Feuchtmayr. Nur soviel sagt er: "Es ist eine ganz langfristige Investition, auf 20 Jahre angelegt." Das Geld für ein solch umfassendes Projekt hat er nach eigenen Worten "nicht im Westentäschle". Ein Programm des Freistaats zur Tourismusförderung in Gastronomie und Hotellerie erleichtere ihm den Neubau, für die Restaurierung der Außenfassade des Amtshauses inklusive Dach und statischer Sanierung gebe es Zuschüsse. Der größte Teil der finanziellen Last allerdings bleibt beim Bauherrn: Auf einen Euro Zuschuss kommen bei der Sanierung sieben Euro Eigeninvestition.

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