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Burtenbach

28.04.2015

Blitz sprengt Steckdosen

GZ-Leser Gabor Metzger hat am Montagabend von Dürrlauingen aus das Gewitter mit Blick auf Hafenhofen und Konzenberg fotografiert.
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GZ-Leser Gabor Metzger hat am Montagabend von Dürrlauingen aus das Gewitter mit Blick auf Hafenhofen und Konzenberg fotografiert.
Bild: Gabor Metzger

In Burtenbach hat das Gewitter am Montagabend eine ganze Straße lahm gelegt. In anderen Orten liefen nach dem heftigen Regen Keller voll.

Ein Blitz hat am Montagabend in Burtenbach seine ganze Kraft gezeigt: Steckdosen wurden aus der Wand gedrückt, Verteilerkästen zerfetzt. „Ihr Innenleben lag im Keller und auf der Straße“, erzählt Feuerwehrkommandant Manfred Bommer. Und ergänzt: So einen Blitzeinschlag habe er noch nicht erlebt. Er traf nämlich nicht nur ein einzelnes Haus, sondern eine ganze Straße.

„Das hat einen unwahrscheinlichen Schlag getan“, sagt Bommer. Den Knall habe man um kurz nach 20 Uhr im ganzen Ort gehört. Der Blitz habe wohl in die Antenne eines Hauses im Wilhelm-Löhe-Weg eingeschlagen. Die Auswirkungen trafen dann mehrere Nachbarhäuser. Der technische Leiter des Gemeinde-Elektrizitäts-Werks (GEW), Arthur Wolf, erklärt, was passiert ist: „Durch den Blitzeinschlag wurde eine Überspannung in die Telekom-, Antennen- und Stromleitungen im Wohnhaus eingespeist und in das öffentliche Netz weitergeleitet.“ Im Umkreis von 200 Meter fiel der Strom aus. Betroffen waren nach Angaben des GEW folgende Straßen: Wilhelm-Löhe-Weg, Robert-Koch-Straße, Auschberg, Rummelsberger Straße und Albert-Schweizer-Straße.

Im Wilhelm-Löhe-Weg begannen in mehreren Häusern die gesprengten Steckdosen und Verteilerkästen zu rauchen, deshalb wurde die Feuerwehr alarmiert. Wegen „Rauchentwicklung im Wohnhaus“ rückten die Wehren aus Burtenbach und Thannhausen an. Doch dann war es weniger dramatisch, sagt Kommandant Bommer: „Wir haben alles kontrolliert, aber gebrannt hat Gott sei Dank nichts.“ Durch den Rauch und die verschmorten Teile habe es aber überall gestunken.

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Die Mitarbeiter des Gemeinde-Elektrizitäts-Werks (GEW) waren am Abend vor Ort und arbeiteten auch gestern noch an den Schäden. In dem vom Blitz getroffenen Wohnhaus wurde der Hausanschlusskasten zerstört, in mehreren Häusern waren Sicherungen und Elektroinstallationen defekt. Die Stromkunden wurden gestern nacheinander abgearbeitet und haben neue Hausanschlusssicherungen erhalten, sagt Wolf. Gestern Nachmittag konnte er dann melden: „Die Stromversorgungsleitungen sind alle wieder in Betrieb, der betroffene Hausanschluss ist wieder funktionsfähig.“ Andere Stromausfälle gab es im Landkreis im Netzgebiet der LEW nicht, sagte Sprecherin Carolin Patzner.

Auch sonst kam der Kreis beim Unwetter glimpflich davon. Kreisbrandrat Robert Spiller berichtet von einem mit Wasser voll gelaufenen Keller in Krumbach und Jettingen. Keine wetterbedingten Meldungen seien bei der Krumbacher Polizeiinspektion eingegangen, war von Claus Schedel zu erfahren. Stefanie Zerbin teilte in ihrem Facebook-Eintrag dagegen mit: „Bei uns hier in Krumbach (Untere Gänshalde) hat der Blitz eingeschlagen, der Router musste dran glauben.“ Karl Heinz Pfitzmayr, Kommandant der Feuerwehr Thannhausen, berichtet, in ein Thannhauser Haus sei durch einen verstopften Kanal Wasser ins Innere gedrückt worden. Eine Reinigungsfirma sei dann im Einsatz gewesen. Ansonsten habe es glücklicherweise keine vollen Keller gegeben. Es habe zwar heftig, aber nicht allzu lange geregnet, sagt Pfitzmayr abschließend. (mit lmm)

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