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Jubiläum

15.05.2018

„Böhmische Liebe“ und ein doppelt gedeckter Tisch

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Zuerst das Muttertagskonzert genießen und anschließend durch die neu eröffnete Sonderausstellung in der Blauen Ente schlendern: Beides konnten die Leipheimer am Sonntag.

Der Sonntag war für die Leipheimer in mehrfacher Hinsicht ein Festtag

Petrus muss ein Freund der schönen Künste sein. Anstatt der angekündigten Gewitterwolken strahlte die Sonne über dem Schlosshof in Leipheim. Dort hatte die Stadtkapelle für ihr Muttertags-Konzert aufgestuhlt, während in der benachbarten Blauen Ente die Tür für den Internationalen Museumstag weit aufstand und außerdem die Sonderausstellung „Fonyod und/és Leipheim. Zwei Städte – eine Partnerschaft in einem geeinten Europa“ eröffnet werden sollte.

Die Ouvertüre des Muttertags gehörte den Musikern der Stadtkapelle. Unter der Leitung von Lisa Mayer schenkten sie den vielen Müttern einen bunten Melodienstrauß beginnend mit dem „Fliegermarsch“ und seinem gesungenen Bekenntnis zu 100 Jahren Blasmusik in der Güssenstadt. Im Polka-Schritt verströmten nicht zuletzt die jungen Tenöre eleganten „Rosenduft“, mit der Bodenseepolka ging es weit hinaus auf das Schwäbische Meer, ehe Lisa Mayer, selbst eine bekennende Frühaufsteherin, ihren Taktstock für die Klänge, wie sie ganz in der Früh zu hören sind, hob. Statt Geburtstagsständchen bekam Jubilarin Babette Hawlitschek gleich ein ganzes Platzkonzert und dazu einen Blumenstrauß von Vorsitzender Simone Kittner-Staib. Die „Böhmische Liebe“ untermalte den Genuss des Gläschen Sekt, den jede Mama an ihrem Platz von den feschen Musikern überreicht bekam.

Und weil Ordnung auch am Muttertag sein muss, ging Stadtoberhaupt Christian Konrad als Vater leer aus. Dafür leitete die Stadtkapelle mit dem „Deutschmeister-Regimentsmarsch“ ihr Publikum musikalisch schon einmal bis nach Wien.

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Noch etwas weiter geht die Reise, wenn die Partnerstadt Fonyod in Ungarn das Ziel ist. „Wir zeigen in der Blauen Ente zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft eine Ausstellung, die sich mit den Gemeinsamkeiten, aber auch mit den Unterschieden der beiden Städte befasst“, sagte Bürgermeister Christian Konrad. So steht Schilf vom Plattensee in Leipheim, lädt eine gedeckte Tafel zum Festmahl ein, wird Geschichte und Kultur erlebbar. Alles ist zweisprachig und sehr reizvoll einander gegenübergestellt. Konrad bedankte sich vor allem bei Kalman Bardosi, Karl Hofmann, Rudi Schmitt, Adalbert Sedlmaier, Susanne Anwander, Nicole Schneider und dem Historischen Arbeitskreis der Stadt Leipheim.

Nach der offiziellen Eröffnung der Ausstellung führte Susanne Anwander, die für Konzeption, Organisation und Texte verantwortlich ist, gleich die ersten Interessierten durch die Schau. Und nachdem Petrus auch weiß, dass man allein von Kunst und Applaus nicht leben kann, schien die Sonne auch noch, als der Historische Arbeitskreis schließlich im Schlosshof Köstlichkeiten aus der ungarischen Küche auftischte.

ist bis zum 30. September jeden Sonntag, 14 bis 17 Uhr, im Museum Blaue Ente zu sehen.

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