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Günzburg

04.03.2021

Brand in Günzburg: Frau ist lebensgefährlich verletzt

Einsatzkräfte tragen am Donnerstagnachmittag die schwerstverletzte Frau zum Rettungshubschrauber.
Foto: Julia Greif

Ein Zimmer im Erdgeschoss eines Hauses in der Günzburger Unterstadt brennt. Rettungshubschrauber Christoph 40 fliegt Bewohnerin mit schwersten Brandverletzungen in Murnauer Spezialklinik.

Der Rauch hat sich bereits nach wenigen Minuten in der Günzburger Unterstadt in der Pointgasse verzogen. Nachbarn stehen in ihren Gärten und sehen zu, wie die Feuerwehr den roten Schlauch mit dem Löschwasser wieder einrollt. Das Feuerwehrfahrzeug nimmt den ganzen Platz in der engen Straße ein.

Eigentlich kann ein Einsatz zeitlich betrachtet kaum besser ablaufen: 15.54 Uhr Alarmierung, 15.58 Uhr Ausrücken, 16.01 Uhr Eintreffen am Unglücksort. Und um 16.05 Uhr wird die Bewohnerin aus dem Haus geholt.

"Brandverletzungen dritten Grades"

Die wenigen Minuten dürften mitentscheidend dafür gewesen sein, dass die Frau überhaupt noch lebt. Ob sie überleben wird, ist allerdings ungewiss. „Sie hat Brandverletzungen dritten Grades erlitten“, sagt der Günzburger Feuerwehr-Kommandant und Einsatzleiter Christian Eisele. „Es besteht absolute Lebensgefahr.“

Christoph 40 bringt das Brandopfer in die Murnauer Spezialklinik.
Foto: Julia Greif

Die Feuerwehr hat den Rettungshubschrauber Christoph 40 aus Augsburg angefordert. Der landet auf einer nahen Wiese und bringt die Hausbewohnerin in die Unfallklinik nach Murnau. Dort ist man auf Brandverletzungen spezialisiert. Eine weitere Person muss ärztlich versorgt werden – ein Nachbar, der sich nicht aufs Schauen beschränkt hat, sondern die Frau retten wollte. Dabei hat er eine Rauchvergiftung erlitten. Der eingeatmete Qualm ist überaus gefährlich.

Mehr Qualm als Feuer

Von außen sieht man dem alten weißen Haus mit den lindgrünen Fensterläden nicht an, dass es dort gerade gebrannt hat. Schon als die Brandbekämpfer anrücken, ist mehr Qualm als Feuer gewesen, berichtet ein Feuerwehrmann später.

Der Atemschutztrupp hat gegen 16.30 Uhr das Feuer, das im Erdgeschoss im hinteren Teil des Hauses ausgebrochen war, gelöscht gehabt. Der Raum diente offensichtlich als Wohn- und Schlafbereich.

Die Feuerwehr hat den Zimmerbrand in der Günzburger Pointgasse schnell unter Kontrolle.
Foto: Julia Greif

Unter anderem sind 37 Feuerwehrleute aus Günzburg mit sechs Einsatzfahrzeugen vor Ort – und drei Notärzte.

Weil die Verhältnisse so beengt sind, ist die Weißenhorner Straße zwischen der Ulmer Straße und in Richtung Bubesheim zeitweise für den Verkehr gesperrt.

Der Schaden am Haus ist noch nicht abschätzbar, wie es am späten Donnerstagnachmittag heißt. Die Brandursache ist ebenfalls unklar. Eine brennende Matratze könnte das Feuer ausgelöst haben, mutmaßt ein Feuerwehrmann. Aber das ist derzeit Spekulation.

Einsatz am Boden und in der Luft

Wie das Feuer entstanden ist, soll der Kriminaldauerdienst herausfinden, der vor Ort ermittelt. Auch der Sachschaden wird dann beziffert werden. Was viel wichtiger ist: Übersteht die Frau dieses Unglück? Die Einsatzkräfte haben am Donnerstagnachmittag alles dafür getan – am Boden wie in der Luft.

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