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Bubesheim
10.03.2020

Wegen Corona: Nicht jeder darf die Sitzung des Gemeinderats besuchen

Einen Hinweis wegen des Corona-Virus gab es zur Gemeinderatssitzung an der Rathaustür in Bubesheim.
Foto: Sandra Kraus

Der Corona-Virus wirkt sich auch auf Bubesheim aus. Der Gemeinderat erklärt, wie es in Sachen Geldautomat und Bolzplatz aussieht.

Die Anzahl der Zuhörer bei Bubesheimer Ratssitzungen ist stark themenabhängig. Ob es ohne dieses Plakat an der Rathaustür mehr gewesen wären, darf deshalb bezweifelt werden. Auf dem Plakat stand, dass der Zutritt zur Gemeinderatssitzung für Personen, die sich während der vergangenen Tage in einem Risiko-Gebiet aufgehalten hatten, oder Kontakt zu einer Person hatten, die sich in dieser Zeit in einem Risiko-Gebiet aufgehalten hatten, nicht gestattet wäre. Das galt auch für Bürgermeister und Gemeinderäte. Letztlich fehlte aber nur ein einziger Gemeinderat und Zuhörer waren es zwei, die Begrüßung per Handschlag fiel aus.

Trotz der Tatsache, dass sechs der zwölf Gemeinderäte nicht auf der einen Liste, die zur Wahl steht, benannt sind, wurden Beschlüsse gefällt und Sachthemen angeschoben. Handlungsbedarf sah der Gemeinderat beim Bolzplatz und dem angrenzenden Spielplatz am Festplatz. Der Bolzplatz ist aufgrund schlechter Pflege aufgefroren und äußerst buckelig. Die Spielgeräte wurden vor 18 Jahren aufgebaut und sollten saniert werden. Anstatt den Bolzplatz für 4500 Euro auf Vordermann zu bringen, soll jetzt in einem ersten Schritt kostengünstiger abgezogen und gewalzt, gedüngt und nachgesät werden. Ob sich der Sportclub Bubesheim wie seit Jahren üblich weiterhin um Beregnung und Mähen kümmern wird, muss abgeklärt werden.

11.000 Euro für den Spielplatz in Bubesheim

Gleich nebenan auf dem Spielplatz könnten für 11.000 Euro und die tatkräftige Mithilfe von Ehrenamtlichen ein Dreier-Turn-Reck und eine Schaukelkombination mit Nestschaukel und zwei Sitzschaukeln entstehen. Der Gemeinderat vereinbarte einen Ortstermin und will dann entscheiden.

Vom Tisch, weil unpraktikabel oder optisch nicht schön, ist der Umbau des Eingangs zum Bürgerhaus, der für Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen zwar machbar, aber nicht komfortabel ist. „Die großen Fugen des Pflasters im Eingangsbereich werden aber geschlossen. Die Stolperfalle kommt weg“, versprach Bürgermeister Walter Sauter. Informationen gab es in der Sitzung auch. Zum Beispiel, dass der Fremdwasseranteil im Abwasser zwar gesunken aber immer noch zu hoch ist. Fast 36000 Kubikmeter macht das Fremdwasser laut einer Auswertung der Stadtwerke Günzburg aus. 2019 wurden 96000 Kubikmeter Abwasser von Bubesheim zur Kläranlage nach Günzburg gepumpt.

Sehr angespannte Lage bei den Kindergartenplätzen in Bubesheim

Als „sehr angespannt“ wird die Lage bei den Kindergartenplätzen in bubesheim bezeichnet. Kinder von außerhalb werden in den nächsten Jahren eher nicht aufgenommen werden. 16 Kinder wurden 2017 geboren, 15 im Jahr 2018 und 18 im Jahr 2019. Die zusätzlich eingerichtete dritte Kindergartengruppe wird zum 31. August dieses Jahres wieder aufgelöst. Ob die verbleibenden zwei Kindergartengruppen mit jeweils 28 oder 25 Kindern belegt werden, ist noch offen. „Im Herbst wird es zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe geben“, sagte Bürgermeister Sauter.

Eher formeller Art waren die Beschlüsse zur Wasserversorgung und Fotovoltaikanlage. Zwei Gegenstimmen gab es trotzdem, da der hohe Verlust nicht erklärt werden konnte. 2017 betrug die Bilanzsummer 1,1 Millionen Euro und 51000 Euro Verlust. 2018 schloss die Bilanz mit 1,2 Millionen Euro und einem Gewinn von 24000 Euro. Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband hatte die Jahresabschlüsse erstellt.

Beim Gängele gibt es noch keine Lösung

Keinen Erfolg konnte Bürgermeister Sauter beim immer noch gesperrten Gängele verzeichnen. Wie berichtet hatte ein Einwohner, die althergebrachte fußläufige Verbindung auf Privatgrund von der Gartenstraße zur Günzburger Straße abgesperrt. Die Gemeinde würde den Grund für das Gängele gerne kaufen.

Auf guten Weg ist der Geldautomat. Zusammen mit dem Bauausschuss und der VR Bank Donau-Mindel wurde das Rathaus als möglicher Standort für einen Geldautomat angeschaut. Platz wäre vorhanden, das Verwaltungsbüro müsste verkleinert werden und eine Außentür eingebaut werden. Dritter Bürgermeister Gerhard Sobczyk brachte das Nebengebäude des Alten Pfarrhofs als Standort ins Spiel. Dazu sind Gespräche mit der Kirchenstiftung nötig. Grund für die Standortsuche ist der Abbau des bisherigen Geldautomaten in der Metzgerei.

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