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Gemeinderat

30.01.2020

Bubesheim investiert 2,5 Millionen Euro in die Wasserversorgung

Wo einmal der Wertstoffhof war, soll ein modernes Wasserhaus der Gemeinde Bubesheim gebaut und an das Wassernetz angeschlossen werden. Außerdem wird es eine Wasserleitung von Günzburg nach Bubesheim geben. Im Haushalt 2020 sind deshalb 2,5 Millionen Euro für die Wasserversorgung bereitgestellt.
Bild: Sandra Kraus

Die Gemeinde gibt viel Geld aus für eine zukunftssichere Infrastruktur. Doch erst muss nach möglichen Kampfmitteln gesucht werden. Das gefällt nicht jedem.

Bubesheim wird 2,5 Millionen Euro in die Wasserversorgung investieren. Das Wasserhaus ist seit einem Jahr gesperrt, das Trinkwasser muss in Leipheim eingekauft werden. Momentan sind das Wasserhaus und die Leitungen zu den Bubesheimer Brunnen und zum Anschluss an das Günzburger Wassernetz nähe der Reindlstraße in Planung. Bürgermeister Walter Sauter sprach in der Gemeinderatssitzung nun von einem möglichen Baubeginn im März.

Davor muss für 6000 Euro eine Kampfmittel-Vorerkundung gemacht werden. Für Ratsmitglied Peter Häußler eine Vorschrift, mit der unnötig Geld kaputtgemacht werde, denn die Wasserleitungen laufen parallel zu Radwegen und Kanal. Da seien keine Weltkriegsbomben mehr zu finden. „Ohne Bescheinigung kein Baubeginn“, fasste Bürgermeister Sauter die Notwendigkeit zusammen. Wie viel Geld die Kommune für das kostbare Nass ausgeben muss, zeigte sich im Haushaltsplan für das Jahr 2020, der einstimmig verabschiedet wurde.

Wasser aus gemeindeeigenen Brunnen soll wieder eingespeist werden

Kämmerin Silvia Quenzer stellte im Investitionsprogramm eine halbe Million Euro für den Bau des Wasserhauses ein, eine Million Euro für die Betriebstechnik und eine weitere Million für die Wasserleitungen vom Wasserhaus hinunter nach Günzburg und hinüber zum alten Wasserhaus. Trotz der immensen Ausgaben zieht Bürgermeister Walter Sauter ein durchaus positives Fazit: „Wir haben dank des Vertrags mit den Stadtwerken Günzburg eine sichere Wasserversorgung.“ Ziel sei auch, das Wasser der gemeindeeigenen Brunnen wieder in das Netz einzuspeisen, sobald das neue Wasserhaus gebaut ist.

Bubesheim investiert 2,5 Millionen Euro in die Wasserversorgung

Welche Dimension der Bau des Wasserhauses für die Gemeinde hat, zeigt sich daran, dass in diesem Jahr 2,5 Millionen Euro investiert werden sollen, 2021 noch 1,1 Millionen Euro sowie in den Jahren 2022 und 2023 jeweils rund 800000 Euro. Das Gesamthaushaltsvolumen steigt 2020 auf 6,2 Millionen Euro gegenüber der 3,7 Millionen Euro im Vorjahr. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 3,5 Millionen Euro und einem Plus von 15,32 Prozent im Vergleich zu 2019. Der Vermögenshaushalt mit einem Volumen von 2,8 Millionen Euro hat sich sogar vervierfacht.

Steuerkraft bleibt unter dem Landesdurchschnitt

Um die Ausgaben zu schultern, muss ein Kredit in Höhe von 600000 Euro aufgenommen werden. Außerdem müssen 1,2 Millionen Euro aus der Rücklage entnommen werden. Da tut es gut, dass die Gemeinde 481000 Euro an Schlüsselzuweisungen erhält. Erwartet werden außerdem Einnahmen bei der Grundsteuer A (10800 Euro), Grundsteuer B (195000 Euro), Gewerbesteuer (600000 Euro), Einkommensteuerbeteiligung (1,1 Millionen Euro) sowie Gebühren und Entgelte (365000 Euro).

Auch in diesem Jahr wird die Steuerkraft je Einwohner mit 778,34 Euro unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen liegen. Auf der Ausgabenseite schlagen die Verwaltungs- und Betriebsausgaben mit 824000 Euro als größte Position auf. Hier sind unter anderem 100000 Euro bereitgestellt, um das Wasser, das aktuell bei der Stadt Leipheim eingekauft wird, bezahlen zu können oder 40000 Euro für anstehende Wasseruntersuchungen der Bubesheimer Brunnen.

Zu Wort gemeldet hat sich kein Ratsmitglied

Weitere große Ausgabeposten sind die Kreisumlage (620000 Euro), die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Kötz (283000 Euro) und die Gewerbesteuerumlage (150 000 Euro). Im Verwaltungshaushalt erwirtschaftet werden 360000 Euro, diese werden dem Vermögenshaushalt zugeführt. Ende 2020 wird Bubesheim noch 655000 Euro Rücklagen haben und Schulden in Höhe von 881000 Euro. „Ein solider Haushalt mit erheblichem Investitionsbedarf in der Wasserversorgung“ ist in der Zusammenfassung zu lesen. Wortmeldungen zum Haushalt gab es von keiner der drei im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen.

Die weiteren Themen im Gemeinderat

An der Günzburger Straße werden ein Stadel und ein Austragshaus abgebrochen. Die ehemaligen Bankfiliale an der Raiffeisenstraße wird in eine Wohnung umgebaut. In Bubesheim soll es aber wieder einen Bankautomaten geben. Dafür setzt sich Bürgermeister Walter Sauter ein. „Wir werden im Bauausschuss und Gemeinderat über einen Bankautomaten am Rathaus sprechen“, signalisiert er. Der bisher in der Metzgerei stehende Geldautomat der VR-Bank Donau-Mindel wurde im Zuge eines Umbaus abgebaut.

Seit September 2019 ist im Kinderhaus erstmals eine dritte Kindergartengruppe mit 15 Plätzen genehmigt. Eine Begehung durch das Landratsamt ergab, dass Wickeltisch, Garderobenschränke für das Personal, ein ergonomischer Stuhl für die Mitarbeiter fehlten und die Beleuchtung im Gruppenraum geändert werden müsse. Auch die Akustik wurde bemängelt. Eine Messung ergab, dass es in Turnhalle, Speiseraum und einem Gruppenraum viel zu laut ist sei. Eine Akustikdecke soll Abhilfe schaffen. Bürgermeister Walter Sauter wird ein Ingenieurbüro beauftragen. Sollte die dritte Kindergartengruppe auch im nächsten Kindergartenjahr nötig sein, seien weitere Umbaumaßnahmen nötig. Der Bedarf werde gerade ermittelt, informierte Bürgermeister Sauter.

Der Stiftungsrat Bubesheim hatte zu entscheiden, wer die Gesamtausschüttung des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von knapp 400 Euro bekommen soll. 200 Euro gehen an die Kinderfeuerwehr Bubesheim, die andere Hälfte wird für Spielgeräte am Bolzplatz verwendet.

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