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Bubesheim

10.12.2020

Bubesheim vergibt Aufträge für die Wasserversorgung

Bauarbeiten im Dezembergrau lassen nur erahnen, dass hier im neuen Jahr das Bubesheimer Wasserhaus gebaut wird mit blitzblanken Edelstahltanks.
Bild: Sandra Kraus

Plus Die Gemeinde investiert viel Geld in das Projekt. Doch während der Sitzung des Bubesheimer Gemeinderats wird das Tragen einer Maske erneut teilweise ignoriert.

Die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres hat der Gemeinderat Bubesheim genutzt, um das Großprojekt der Wasserversorgung voranzubringen.

Vergeben wurden für das neue Wasserhaus die Aufträge für den Bau der Bodenplatte für 160000 Euro. Für 1,2 Millionen Euro wurde der Auftrag für den Bau des Gebäudes in Stadeloptik und die zwei Wassertanks und Pumpen an eine Ravensburger Firma vergeben. Noch für diese Woche sei der Wasseranschluss von Bubesheim an die Stadtwerke Günzburg geplant, informierte Bürgermeister Gerhard Sobczyk. Das Wasser aus den gemeindeeigenen Brunnen kann erst ins Netz eingespeist werden, wenn das neue Wasserhaus fertig ist.

Vom Wasser ging es zum Bubesheimer Schotter

Gemeinderat Bernhard Eberl fragte nach, ob es eine Kalkulation gebe, wie teuer das Wasser aus den Bubesheimer Brunnen im Vergleich zum Wasser aus Günzburg komme. „Die gibt es nicht. Aber auch das Wasserwirtschaftsamt setzt auf dezentrale Wasserversorgung. Solange Brunnen laufen, sollen sie genutzt werden“, sagte Bürgermeister Sobczyk. Zweiter Bürgermeister Rainer Finkel gab zu bedenken, dass stillgelegte Brunnen zurückgebaut werden müssen, was zu enormen Kosten führen würde. Zu den Baukosten der Trinkwasserversorgung meinte Sobczyk, dass es schon leicht teurer als geschätzt werde.

Vom Wasser ging es nahtlos über zum Schotter, der heuer in ungewöhnlich hoher Menge zur Reparatur der Feldwege von der Gemeinde gekauft werden musste. Nachdem im Januar schon für 1300 Euro Schotter gekauft worden war, wurde im Herbst für weitere 6400 Euro Schotter gekauft. Nachdem im Haushalt nur 2500 Euro für die Instandhaltung der Feldwege vorgesehen sind, musste der Gemeinderat die überplanmäßige Ausgabe genehmigen.

Die 2500 Euro entsprechen in etwa den 4000 Mark, die in dem Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 1992 als Höchstbetrag genannt sind. Mit einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat, künftig maximal 4000 Euro pro Jahr für die Feld- und Waldwege auszugeben. Budgetüberschreitungen hat die Jagdgenossenschaft zu übernehmen. Bernhard Eberl hatte für 5000 Euro pro Jahr plädiert, doch dieser Betrag fand keine Mehrheit. Für 18000 Euro kaufte die Gemeinde Randsteine, die am Bleichenweg eingebaut werden.

Ein Ratsmitglied ließ seine Maske in der Sitzung am Ohr baumeln

Abgesagt hat Sobczyk die für 9. Dezember geplante Bürgerversammlung. Vier Bürger hatten sich im Vorfeld angemeldet, doch jetzt lasse das Pandemiegeschehen keine Versammlung zu. Auch die Feuerwehrkommandantenwahl ist abgesagt. Trotz hoher Infektionszahlen im Landkreis war das Tragen von Masken in der Ratssitzung nicht durchgängig. Trotz eines großen Schilds am Eingang und dem Hinweis von Sobczyk, dass er als Hausherr auf das Tragen von Masken bestehe, war zu beobachten, dass manch einer die Maske zur Mundabdeckung verrutschen ließ und die Nase frei war. Einer ließ seine FFP2-Maske an einem Ohr baumeln. Konsequenzen hatte beides nicht (lesen Sie dazu mehr in diesem Artikel: In diesen Rohren in Bubesheim fließt bald das Trinkwasser).

Gescheitert ist der von Gemeinderat Christoph Oberauer gestellte Antrag auf eine Tempo-30-Beschränkung der Weißenhorner Straße in Höhe des Kinderhauses St. Anna. Sobczyk sagte: "Bei einem Ortstermin haben die Entscheidungsträger beobachtet, dass sich das Bring- und Abhol-Geschehen im Hof abspiele und somit die Weißenhorner Straße davon nicht betroffen sei."

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