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Bubesheim

30.01.2019

Bubesheimer müssen Wasser abkochen

In Bubesheim muss wegen einer möglichen Keimbelastung das Wasser abgekocht werden.
Bild: Bernhard Weizenegger

In Bubesheim ist wie in der vergangenen Woche in der Gemeinde Kammeltal ein Wasserrohr gerissen.

Wie zuletzt in der Gemeinde Kammeltal muss seit Mittwochnachmittag auch in Bubesheim das Wasser abgekocht werden. Grund ist wie in der Nachbarkommune ein Riss in einem Wasserrohr. Bürgermeister Walter Sauter betonte, dass kein Zusammenhang bestehe mit der Keimbelastung, die vor einigen Wochen zur Stilllegung der Bubesheimer Brunnen geführt hatte. Der Bürgermeister höchstpersönlich zog am Mittwoch zusammen mit Gemeinderäten von Haustür zu Haustür und warf Handzettel in die Briefkästen.

Die Zahl der Wasserrohrbrüche häuft sich: In der vergangenen Woche waren wie berichtet zwischen den Kammeltaler Ortsteilen Ettenbeuren und Goldbach tausende Liter Trinkwasser aus einer gebrochenen Leitung ausgelaufen. Der Schaden wurde schnell behoben, doch seit einer Woche muss das Wasser aus der Leitung abgekocht werden.

Das Kreisgesundheitsamt wurde informiert

Am Dienstag passierte dasselbe in Bubesheim: Wie Bürgermeister Walter Sauter auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, war am Dienstag ein Rohrdefekt in der Raiffeisenstraße festgestellt worden. Den Riss habe man sofort geflickt. Am Mittwoch habe die Gemeinde das Kreisgesundheitsamt darüber informiert, es seien sofort Proben gezogen worden, ob sich Keime im Wasser befinden könnten. „Aus reiner Vorsorgemaßnahme“ müssten die Bürger jetzt Wasser abkochen.

Bubesheimer müssen Wasser abkochen

Ein paar Tage werde es dauern, bis feststeht, ob das Wasser wieder einwandfrei trinkbar ist. Noch am selben Nachmittag zogen der Bürgermeister mit seiner Frau und mehrere Gemeinderäte durch Bubesheim, um bei 550 Haushalten Handzettel zur Abkochaktion zu verteilen. Sobald die Ursachen der Störung behoben sind, werde die Gemeinde wieder darüber informieren.

Bubesheim bezieht das Trinkwasser aus Leipheim

Wer in Bubesheim den Wasserhahn aufdreht, hat ohnehin seit längerem kein Bubesheimer Wasser im Glas. Seit über fünf Wochen bezieht die Kommune ihr komplettes Trinkwasser aus Leipheim (lesen Sie hierzu mehr). In Brunnen 1 und in einem Privathaushalt waren im Dezember Bakterien gefunden worden. Seit Heiligabend fließt – dank der aus Fliegerhorst-Zeiten bestehenden Notwasserversorgung – Leipheimer Wasser nach Bubesheim. „Wir sind sehr froh, dass die Leipheimer in die Bresche springen“, so Sauter. Neuerliche Proben aus den Bubesheimer Brunnen waren laut Sauter am 3. Januar zwar in Ordnung. Die Brunnen dürften erst dann wieder ans Netz, wenn geklärt sei, wie die Bakterien ins Wasser kamen. Wann das eigene Wasser wieder aus den Leitungen sprudelt, kann Sauter nicht sagen. Es ziehe sich mindestens bis nächste Woche hin. (mit sawa)

Lesen Sie hier den Kommentar von Till Hofmann zu diesem Thema.

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