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Winterbach

26.01.2019

Bürgermeister kartografiert Funkloch im Holzwinkel

Wo es mit der Mobilfunk-Versorgung in der Holzwinkel-Gemeinde hapert, hat Winterbachs Bürgermeister Karl Oberschmid nach einem Selbsttest in einer Skizze festgehalten. Eine Abhilfe mit einem zusätzlichen Funkmast ist derzeit nicht in Sicht.
Bild: Wolfgang Kahler (Repro)

Winterbachs Bürgermeister Karl Oberschmid macht den Selbstversuch. Bei Waldkirch beginnen die Probleme. Wie er jetzt für Verbesserung beim Mobilfunknetz sorgen will.

Winterbach Wer im Holzwinkel unterwegs ist und mit seinem Smartphone telefonische Kontakte herstellen will, hat oft schlechte Karten. In einigen Bereichen lässt die Mobilfunk-Versorgung arg zu wünschen übrig. Winterbachs Bürgermeister hat jetzt die Initiative ergriffen, um die mobile Verbindung auf Vordermann zu bringen.

Mehrere Bürger seien auf ihn zugekommen, weil die Telefonverbindung in der Holzwinkel-Gemeinde „teilweise sehr schlecht sei, so der Rathauschef. Das hat Karl Oberschmid zum Selbstversuch veranlasst, wie er in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend informierte. „Ich bin das Gebiet abgefahren“, sagte Oberschmid. Und tatsächlich: Ab Mitte des Ortsteils Waldkirch fingen die Verbindungsprobleme bezogen auf das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom an. Kein Einzelfall, bestätigten mehrere Gemeinderäte. In anderen Mobilfunknetzen sei die Verbindung aber oft noch wesentlich schlechter. Selbst wenn der neue noch schnellere G5-Standard eingeführt wird, rechnet Roman Brenner mit keiner entscheidenden Verbesserung, hieß es erst aus dem Bundesforschungsministerium, dass „der G5-Standard nicht an jeder Milchkanne notwendig ist“.

Ab Waldkirch beginnen die Verbindungsprobleme

Bürgermeister Oberschmid hat festgestellt, dass die Verbindungsprobleme ab dem Ortsteil Waldkirch in Richtung Dürrlauinger Ortsteil Mönstetten beginnen. Zwar existiere zwischen Winterbach und Rechbergreuthen ein Funkmast, aber abhängig von der Witterung klappe die Versorgung nicht. Wo es in der Holzwinkel-Gemeinde mit der Verbindungsqualität hapert, hat Oberschmid in einer eigens angefertigten Grafik festgehalten.

Mit seinen Erkenntnissen hat der Bürgermeister sich an das Deutsche Funkturm-Unternehmen in München gewandt, um zu klären, ob ein vernünftiger Empfang in Winterbach möglich sei. Die Ernüchterung folgte schnell, denn derzeit sei eine verbesserte Versorgung nicht vorgesehen. Allerdings habe der Freistaat ein neues Förderprogramm aufgelegt, was die Chance auf einen zusätzlichen Funkmast erhöhe. Sobald der Gemeinde dazu neue Informationen vorlägen, müsse die „Standortfrage“ geklärt werden, meinte Oberschmid.

Eine Hebeanlage ist notwendig

Wegen der wasserführenden Schichten im neuen Rechbergreuther Baugebiet „Westliche Lehen II“ wurden die Erschließungsarbeiten im Spätherbst vergangenen Jahres abgebrochen. Für die Entsorgung zweier Grundstücke ist laut Bürgermeister Oberschmid eine Hebeanlage notwendig. Da das erste Angebot sehr hoch ausfiel, wird ein weiteres bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderats am 21. Februar eingeholt.

Der Radweg kommt in die entscheidende Phase

Der Radweg von Winterbach zum Ortsteil Baiershofen in der Nachbargemeinde Altenmünster kommt langsam aber sicher in seine entscheidende Phase. Der Spatenstich für das 1,5 Millionen Euro teure Projekt ist für Anfang April vorgesehen, informierte Bürgermeister Oberschmid: „Ich hoffe dass der Radweg noch 2019 fertig wird.“ Der Zuschuss vom Freistaat sei genehmigt.

Rattenbekämpfung soll an sachkundigen Ortsansässigen vergeben werden

Wie es mit der Schädlingsbekämpfung in Winterbach weiter geht, ist nach wie vor offen. Die dafür bisher zuständige Firma hat den Vertrag gekündigt. Die für dieses Jahr veranschlagten Kosten in Höhe von fast 2200 Euro hätten fast eine Verdreifachung der Ausgabe von 2017 bedeutet. Die Vergabe der Rattenbekämpfung an einen sachkundigen Ortsansässigen, zum Beispiel an einen Landwirt, war vergangenes Jahr schon diskutiert worden, soll aber nun erneut in Angriff genommen werden.

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