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Mord an "Schwalben"-Wirtin

14.03.2009

Burgau: Über 1000 Männer geben Speichelproben ab

Massengentest in Burgau.

In Burgau ist der größte Massen-Gentest in Schwabens Kriminalgeschichte gestartet. Über 1000 Männer haben ihre Speichelprobe abgegeben. In der Turnhalle standen aber nicht nur Polizisten bereit. Von Heike Schreiber

Von Heike Schreiber, Burgau

Die monatelangen Vorbereitungen der Kripo Neu-Ulm haben ein Ende: In Burgau ist der größte Massen-Gentest in Schwabens Kriminalgeschichte gestartet. 1050 Männer haben am Wochenende freiwillig Speichelproben abgegeben.

Mit diesem Massenscreening erhoffen sich die Ermittler, mehr als drei Jahre nach dem ungeklärten Mord an der "Schwalben"-Wirtin dem Verbrecher auf die Spur zu kommen. Insgesamt sind 2800 Männer, die im Bereich Burgau wohnen, aufgefordert, freiwillig ihre DNA-Probe abzugeben.

Die ersten 700 Männer waren am Samstag dran, weitere 700 folgen am Sonntag, der Rest ein Wochenende später. Kaum hatte die Kripo, die mit 50 Beamten vor Ort war, um neun Uhr morgens die Turnhalle der Hauptschule aufgesperrt, standen schon die ersten Männer vor der Tür.

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Wie Ulrich Feistle von der Kripo Neu-Ulm berichtete, sei der DNA-Test sehr gut angelaufen, vom Ablauf her habe sich alles "super eingespielt". Der Test finde auch bei den Betroffenen große Akzeptanz. Ein 19-Jähriger erklärte: "Ich habe gerne mitgemacht. Ich hoffe, dass ich zur Klärung des Falls beitragen kann." Die Aktion wird am nächsten Wochenende fortgesetzt.

Das Massenscreening fand auch in den Medien großen Anklang. Allein am Vormittag waren acht Fernsehteams, Radiosender, Agenturen und überregionale Zeitungen vor Ort.

Erste Ergebnisse des Massenscreenings werden laut Polizei frühestens in sechs Wochen erwartet.

Ein große Reportage vom Beginn des Massenscreenings lesen Sie in der Montagsausgabe unserer Zeitung.

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