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Stadtrat

26.03.2015

Burgau gibt es bald auch als App

Über Burgau kann man sich künftig auch per App informieren.
Bild: AWV (Symbolbild)

 Mitteilungen und einen Rundgang bietet die Verwaltung für mobile Geräte wie Smartphone und Tablet. Die ersten sind die Burgauer damit aber nicht.

  Beim Absturz eines Germanwings-Flugzeugs über Frankreich sind am Dienstag alle Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Der Burgauer Stadtrat gedachte der Opfer und ihrer Angehörigen zu Beginn der Sitzung auf Anregung des Bürgermeisters mit einem Moment des Schweigens. Informationen über derartige Gesten und was sonst für die Bürger von Belang ist, könnte die Stadt den Menschen künftig schicken – sofern sie die neue Burgau-App für Smartphones und Tablets nutzen und dem Empfang von städtischen Informationen zustimmen.

Der Ebner-Verlag aus Ulm hat vom Kulturausschuss den Auftrag erhalten, eine solche Anwendung für die Stadt zu entwickeln. Die Entscheidung fiel in nicht-öffentlicher Sitzung. Bürgermeister Konrad Barm informierte jetzt den Stadtrat darüber. Noch in diesem Halbjahr soll die App fertig sein, schätzt Barm. Wie er im Gespräch mit unserer Zeitung sagt, habe den Ausschuss die Präsentation mehr überzeugt als die des Mitbewerbers Kigg GmbH, obwohl diese bereits die städtische Internetseite betreut.

Doch die Pflege der App sei unkompliziert und auch der Preis habe eine Rolle gespielt. So verlange der Ebner-Verlag nur 399 Euro, um die Anwendung zu erstellen. Hinzu kommen monatlich 69 Euro. Vergeben wurde der Auftrag für die Laufzeit von einem Jahr. So könne die Stadt ohne große Kosten schnell wieder aussteigen, falls sich zeigt, dass die App bei den Bürgern auf kein großes Interesse stößt.

Günzburg war der Vorreiter in Schwaben

Geplant ist unter anderem auch ein virtueller Stadtrundgang. Dabei können sich die Nutzer die Burgauer Innenstadt auf ihrem Mobiltelefon ansehen und erhalten Informationen beispielsweise zu den historischen Gebäuden. Auch die Burgauer Geschäftsleute sollen die Möglichkeit erhalten, sich zu präsentieren. Wer will, kann seine Räume in den Rundgang integrieren. Wenn also jemand den virtuellen Rundgang nutzt und sich für die Angebote eines Ladens interessiert, kann er sich in diesem direkt umsehen. Aber auch, wer eine Kulturveranstaltung in der Kapuziner-Halle besuchen und sich über die Freizeitmöglichkeiten informieren will oder einen Ansprechpartner in der Verwaltung sucht, kann die App nutzen. Auch für den Notfall gibt es eine Liste mit wichtigen Kontaktdaten.

Damit will die Stadt Burgau jetzt etwas anbieten, was es in vielen anderen Orten bereits seit Jahren gibt, etwa in Günzburg. Sie war 2010 die erste Stadt in Schwaben und eine der ersten in Deutschland gewesen, die einen mobilen Stadtrundgang in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Niederländisch) für das Smartphone angeboten hat. Doch die Günzburger zahlten wesentlich mehr als die Burgauer: Rund 12000 Euro wurden investiert – allerdings war damit gleichzeitig ein neuer Internetauftritt verbunden. Die Kigg GmbH hatte mit eben dieser Kombination nun versucht, die Burgauer Räte von sich zu überzeugen. Da sie bereits die städtische Internetseite gebaut hat, sollten so Synergieeffekte geschaffen werden. Der Vortrag im Ausschuss und der Preis haben aber nicht überzeugt, erklärt Bürgermeister Konrad Barm.

In Günzburg war übrigens einmal überlegt worden, für die Touristen MP3-Player anzuschaffen. Doch diese Idee wurde verworfen, weil sich die Smartphones einfach wesentlich schneller verbreitet haben. Und Apps gibt es inzwischen ja für fast alle Lebenslagen. Auch für den virtuellen Spaziergang durch eine Stadt und ihre Läden. (cki)

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