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Burgau

25.11.2020

Burgauer Feuerwehr braucht dringend mehr Platz: Jetzt war der Stadtrat am Zug

Das Feuerwehrhaus in Burgau. An den rechten Teil der Halle soll nun angebaut werden, um weitere Stellflächen für Fahrzeuge und Platz für anderweitige Nutzungen zu bekommen.
Foto: Bernhard Weizenegger

Plus Im Gebäude der Burgauer Feuerwehr herrscht Platznot. Der Stadtrat musste entscheiden, ob die Wehr mehr Platz bekommt. Der Landkreis soll sich jedenfalls künftig stärker einbringen.

Schon bei der Erweiterung 2005/2006 hatte man gehofft, dass der Platz fürs Erste reichen würde. Doch nun braucht die Burgauer Feuerwehr dringend weitere Stellflächen für Fahrzeuge und Ausrüstung. Bereits vor drei Jahren hatte sie den Bedarf für eine neue Halle angemeldet, die fünf Plätze für Fahrzeuge und eine Waschhalle – bei der jetzigen müsste der Ölabscheider für 70000 Euro erneuert werden, zudem ist sie für die Wechsellader und die neue Drehleiter zu niedrig – bieten sollte. Anfang 2019 wurde ein weiterer Stellplatz als unbedingt nötig gemeldet. Inzwischen gibt es verschiedene Varianten für eine Erweiterung – und eine Entscheidung des Burgauer Stadtrats.

Grob gesagt wird unterschieden, ob es einen Anbau an das bestehende Gebäude oder eine eigenständige Halle auf dem Gelände geben soll. Auch muss entschieden werden, ob die Lagerhalle des Feuerwehrvereins weichen muss, damit die Fahrzeuge um das Gebäude herumkommen. Zusammen mit Kommandant Hans-Peter Merz hatte die Stadt die Varianten entwickelt, um sie jetzt dem Rat vorstellen zu können.

Für die nächsten Jahre soll die Erweiterung des Burgauer Feuerwehrhauses reichen

Feuerwehrreferent Herbert Blaschke (FDP/FB) hofft, dass durch eine Erweiterung für 15, 20 Jahre Ruhe herrsche. Klar müsse aber sein: Das Grundstück bietet dann keine Möglichkeiten mehr, um erneut bauen zu können, und definitiv sei die Zeitspanne nicht. Man wisse schließlich nicht, ob neue Aufgaben dazukommen.

Harald Stöckle (Freie Wähler) hatte diesen Zeitraum wissen wollen, denn die Stadt wachse ja nicht so schnell und die Autobahn – für einen Teilabschnitt ist die Burgauer Wehr zuständig – sei fertig ausgebaut. Blaschke ergänzte, dass jedes Fahrzeug bei einer Erweiterung seinen eigenen Platz bekomme und die Wagen nicht mehr teils hintereinander geparkt werden müssten, was Einsätze erschwere.

Der Landkreis soll sich finanziell stärker engagieren

Michael Fritz (CSU) wies auf den Feuerwehr-Bedarfsplan hin, der davon ausgeht, dass eine Erweiterung für 15 Jahre reiche. Und Frank Rupprecht (CWG) betonte die überörtliche Bedeutung der Wehr, weshalb sich auch der Landkreis beteiligen solle. Und im Bedarfsplan sei man ja zu dem Schluss gekommen, dass die Stadt bislang zu wenig auf das Landratsamt zugegangen sei, damit den Aufgaben einer Stützpunktwehr Rechnung getragen werde.

Herbert Blaschke sagte dazu, dass er das im Kreisausschuss angesprochen habe, der Landkreis erstelle derzeit einen eigenen Feuerwehr-Bedarfsplan. Er sehe es auch so, dass die A8-Anrainer Leipheim, Günzburg und Burgau stärker unterstützt werden müssten, bislang habe sich die Begeisterung dafür beim Landkreis jedoch in Grenzen gehalten. Er werde aber dranbleiben – was auch Burgaus Bürgermeister Martin Brenner (CSU) unterstrich.

Im Frühjahr 2022 könnten die Arbeiten starten

Letztlich votierte der Stadtrat einstimmig dafür, dass das Feuerwehrhaus in Form eines Anbaus vergrößert wird. Er gibt damit gut anderthalb Millionen Euro dafür frei und beauftragt die Verwaltung, mögliche Zuschüsse beim Landkreis und der Regierung von Schwaben zu prüfen. Durch das Projekt kann die Wehr künftig auch weitere Toiletten, Flächen für ein Training und eine Prüfwerkstatt für Schlaucharmaturen unterbringen. Im Frühjahr 2022 könnten die Arbeiten starten.

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