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BUrgau

04.12.2020

Burgauer Galerie zeigt Werke von Günzburger Künstlerverein

Strassner, Steifensand, Dräger: drei Off-Art-Künstler, drei Auseinandersetzungen mit dem Thema Maske, zu sehen in der Burgauer Galerie der Familie Groß.
Bild: Gertrud Adlassnig

Plus In der Burgauer Galerie Groß sind Werke von Künstlern des Günzburger Vereins Off-Art zu sehen - eine Notlösung für die jährliche Verkaufsausstellung.

Bilder (k)einer Ausstellung sind derzeit in den Verkaufsräumen der Burgauer Galerie zu sehen. Es ist eine Notlösung, eine Alternative zur jährlichen vorweihnachtlichen Verkaufsausstellung von Off-Art. Der Günzburger Verein ist Heimat für bildende Künstler, vom ambitionierten Laien bis zum akademischen Maler, vom Hauptberufler bis zum Hobbykünstler. Die Vereinsvorsitzenden Karen Steifensand und Susanne Pögl-Aßfalg konnten für diese besondere Schau Kunstwerke von etwa 40 Künstlern aus dem Verein zusammentragen.

Das Jahresthema des Vereins war "Maske"

In der Galerie der Familie Groß in Burgau wurden zwei Räume mit gut 60 Exponaten überwiegend kleineren Formats und deshalb wohnraumtauglich bestückt. Auch wenn in diesem Jahr bekannte Namen wie Moravec und Krötzinger, Birkner oder Quintus aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zu finden sind, haben zahlreiche bekannte Künstler ihre Werke eingereicht, sodass Galeriekunden auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk, dank des vielfältigen Angebots, sicher fündig werden.

Das freiwillige Jahresthema war „Maske“ und so kann der Galeriebesucher auf Werke stoßen, die ihn künftig, wenn 2020 in der Erinnerung verblasst, an ein Jahr mit außergewöhnlichen Herausforderungen und Problemen gemahnen. Doch die Bandbreite der Werke ist wieder so groß, dass auch die künstlerische Umsetzung in sich selbst ruhender Sujets und allgemeingültiger Themen ihren Platz findet, ebenso wie abstrakte Werke, die dem Betrachter die ureigene Interpretation überlassen.

Die Künstler des Vereins Off-Art haben mit verschiedenen Maltechniken gearbeitet

Wie die Galeristen erklären, können sie Werke in unterschiedlichsten Maltechniken präsentieren. Acryl, Mischtechnik, Zeichnung, Linolschnitt und Collage nutzten die Künstler, um ihr Thema auszuarbeiten. Dazu kommen wieder einige auserlesene Skulpturen und Tonarbeiten. Mit einem Kombiwerk, einer Plastik und einem dazugehörenden Bild, hat Rolf Eichelmann in seinem Schaffen eine neue Formensprache gefunden.

Die Künstler von Off-Art sind froh, mit der Bereitschaft der Familie Groß eine Lösung für ihr Feststecken im Lockdown gefunden zu haben. Die Ausklammerung der Kultur aus den systemrelevanten Dingen des Lebens erbost viele von ihnen. Der Verein hat der Verkaufsaktion, die bis zum 31. Januar läuft, das Motto voranstellt „Ohne Kunst und Kultur wird´s grau“.

Zugeklebte Fenster sollen auf die Situation der Künstler hinweisen

Wer seinen Lebensunterhalt mit der Kunst verdienen will, ist besonders betroffen. Susanne Pögl-Aßfalg, Zweite Vorsitzende von Off-Art, hat ihrem Ärger über diese politische Abseitsfalle mit einer Aktion Luft gemacht. „Üblicherweise stellen wir parallel zur Weihnachtsausstellung in Burgau in Günzburger Schaufenstern des ehemaligen Schreibwarengeschäfts Zeidler Kunstwerke aus. In diesem Jahr, in dem die Kultur abgeschrieben wurde, haben wir die Fenster mit Packpapier zugeklebt. Lediglich meine Beine und im Wechsel die meiner Tochter waren während einer Performance zu sehen. Inzwischen weisen nur die zugeklebten Fenster auf die Situation der Künstler hin.“

Die Verkaufsausstellung der Burgauer Galerie mit Werken von Off-Art-Künstlern läuft noch bis zum Sonntag, 31. Januar. Die Öffnungszeiten der Galerie an der Norbert-Schuster-Straße: Montag bis Samstag 9.30 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, Mittwoch- und Samstagnachmittag geschlossen.

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