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Günzburg

14.11.2019

CSU will stärkste Kraft im Günzburger Stadtrat werden

Bezirksrätin und Günzburgs CSU-Fraktionsvorsitzende Stephanie Denzler.
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Bezirksrätin und Günzburgs CSU-Fraktionsvorsitzende Stephanie Denzler.
Foto: Bernhard Weizenegger

Mit diesen Themen versuchen die 30 Kandidaten der CSU bei der Wahl 2020 zu punkten

Das Ziel ist klar definiert: „Wir wollen stärkste Kraft werden“, erklärte Stephanie Denzler, die Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion. Die Christsozialen haben ihre 30 Kandidaten für die Stadtratswahl Mitte März nominiert. Derzeit verfügen CSU und SPD über jeweils sieben der 24 Mandate, künftig wird der Stadtrat 30 Sitze haben. Nicht nur vor diesem Hintergrund hoffte Stephanie Denzler „auf mehr Sitze“. Gast der Versammlung war Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD). Er war, wie mehrfach berichtet, schon im Mai von SPD und CSU als gemeinsamer Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl gekürt worden.

Jauernig ist gemeinsamer Kandidat von CSU und SPD
Ruth Niemetz, Ortsvorsitzende der CSU Günzburg.
Foto: Bernhard Weizenegger

Die CSU-Ortsvorsitzende Ruth Niemetz begrüßte Jauernig als „unseren OB-Kandidaten“. Dass ein SPD-Bewerber Gast einer Nominierungsversammlung der CSU ist, sei ein „bisher einmaliger Vorgang“, erklärte Stephanie Denzler. Die Kandidatur Jauernigs für beide Parteien sei nicht zuletzt Ausdruck der „sehr guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit“, betonte die CSU-Fraktionsvorsitzende. Immer wieder sei es gelungen, „Themen abzustimmen“ und so im Interesse der Bürgerinnen und Bürger konstruktive Politik zu machen.CSU nominiert SPD-Mann einstimmig

In einem kurzen Grußwort erklärte der Oberbürgermeister, es sei für ihn „Ehre und Anerkennung“, bei der Wahl als gemeinsamer Kandidat beider Parteien antreten zu können. Er freue sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit, denn die Stadt stehe auch in Zukunft vor großen Herausforderungen – nicht nur, was die Kindergärten, die Schulen, das Alten- und Pflegeheim oder die Schaffung von Wohnraum angehe.

Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD).
Foto: Bernhard Weizenegger

Stadtrat und Verwaltung sei es gelungen, Günzburg positiv zu entwickeln. Wie attraktiv die Stadt empfunden werde, habe er zuletzt am Samstag bei einem Empfang zahlreicher Neubürger erfahren, erklärte Jauernig.

Wichtige Punkte des CSU-Programms

Ruth Niemetz erläuterte einige der wichtigsten Punkte des CSU-Programms für die Stadtratswahl: Klimaschutz, Stärkung der Familien durch Betreuungs- und Bildungsangebote, bedarfsgerechte Pflegeplätze, mehr bezahlbarer Wohnraum, Ausbau der Freizeit- und Kulturangebote, Entwicklungsmöglichkeiten für die heimischen Betriebe, ein zukunftsfähiges (Nah-)Verkehrskonzept sowie eine bessere Vermarktung regionaler Produkte und Dienstleistungen.

Bezirksrätin und Günzburgs CSU-Fraktionsvorsitzende Stephanie Denzler.
Foto: Bernhard Weizenegger

In einem Rückblick auf die vergangenen fünfeinhalb Jahre der laufenden Amtszeit des Stadtrats erklärte die Fraktionsvorsitzende, die CSU sei auf vielen Feldern „führend aktiv“ gewesen: im Arbeitskreis Barrierefreiheit, im Integrationsbeirat, beim City-Verein oder bei der Weiterentwicklung des interkommunalen Gewerbegebiets auf dem ehemaligen Fliegerhorst. Stephanie Denzler: „Wir haben viel Schwung in den Stadtrat gebracht.“ Wichtige Arbeit hätten auch die Feuerwehr-, Jugend-, Senioren-, Kultur- und Volksfestreferenten der CSU geleistet. Manchmal auch gegen Widerstände, wie etwa beim Vorschlag, den Weihnachtsmarkt auf den Dossenbergerhof zu verlegen.

"Ausgewogene Liste mit breitem Spektrum"

Stadtrat Thomas Ermer leitete die Wahl der 30 Kandidaten und der drei Ersatzkandidaten. 36 stimmberechtigte Mitglieder waren zu der Versammlung erschienen. Sie hatten die Möglichkeit, Bewerber von der vom Vorstand erarbeiteten Liste zu streichen – nur einige wenige hatten davon Gebrauch gemacht. Insgesamt, so bilanzierte Ermer, könne die CSU im Wahlkampf „eine ausgewogene Liste mit einem breiten Spektrum“ bieten.

Das ist die CSU-Liste:

1. Ruth Niemetz (Lebensmittelchemikerin/Günzburg/Dritte Bürgermeisterin/Stadträtin). 2. Stefan Baisch (Lehrer/Günzburg/Stadtrat). 3. Stephanie Denzler (Rechtsanwältin/Denzingen/Stadträtin). 4. Günter Treutlein (Rektor a. D./Günzburg/Stadtrat). 5. Margit Werdich-Munk (Personalreferentin/Reisensburg/Stadträtin). 6. Thomas Ermer (Landgerichtspräsident/Günzburg/Stadtrat). 7. Christian Neidl (selbstständiger Malermeister/Günzburg/Stadtrat). 8. Philipp Rauner (Lehrer/Wasserburg). 9. Marianne Stelzle (Landwirtin/Reisensburg). 10. Martin Lang (Betriebswirt/Günzburg). 11. Thomas Burghard (Industriekaufmann/Reisensburg). 12. Markus Mayer (Tischler/Günzburg). 13. Thomas Sigmund (Bankkaufmann/Günzburg). 14. Tobias Hörmann (Geschäftsführer/Günzburg). 15. Robert Hopperdietzel (Kaufmann/Günzburg). 16. Dieter Schiele (Oberstleutnant a. D./Günzburg). 17. Barbara Waldmann-Fink (kaufmännische Angestellte/Reisensburg). 18. Birgit Gütinger (Friseurin/Reisensburg). 19. Rebecca Doss (Lokführerin/Günzburg). 20. Alexander Liebrecht (Industriemechaniker/Denzingen). 21. Moritz Baur (Student/Reisensburg). 22. Torsten Strehle (Unternehmensberater/Denzingen). 23. Daniel Rollmann (Beamter/Wasserburg). 24. Michael Keller (Student/Günzburg). 25. Mathias Abel (Geschäftsführer/Günzburg). 26. Florian Lammeyer (Bauingenieur/Günzburg). 27. Radoslaw Polizio (Maschinenführer/Günzburg). 28. Zarko Tomasic (Maschinenbauingenieur/Günzburg). 29. Georg Fink (Software-Entwickler/Günzburg). 30. Dr. Hans-Christian Niemetz (HNO-Arzt/Günzburg). Als Ersatzkandidaten wurden von den 36 stimmberechtigten CSU-Mitgliedern Daniel Schuler, Yvonne Baisch und Anton Seitz gewählt. (kai)


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