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Günzburg

22.01.2021

Christian Hörtrich hört bei Günzburger Maria-Ward-Realschule auf

Christian Hörtrich ist in wenigen Wochen nicht mehr für die Maria-Ward-Realschule zuständig.
Foto: Bernhard Weizenegger

Plus Warum Christian Hörtrich nach dreieinhalb Jahren die Realschule verlässt, wer sein Nachfolger ist und wie künftig die Zusammenarbeit zwischen beiden Maria-Ward-Schulen aussieht.

In der Günzburger Schullandschaft gibt es im Februar dieses Jahres eine große Veränderung. Josef Sumser wird neuer Schulleiter der Maria-Ward-Realschule, der bisherige Chef Christian Hörtrich konzentriert sich in Zukunft ganz auf das Maria-Ward-Gymnasium. Doch wie kam es zu diesem Wechsel beziehungsweise Abschied?

Das Schulwerk der Diözese Augsburg hat Christian Hörtrich im August 2013 mit der Leitung des Maria-Ward-Gymnasiums betraut. Der damals 41-Jährige stammt aus Thannhausen, besuchte das Krumbacher Gymnasium und übernahm in Günzburg die Schulleitung von Monika Weltz. Hörtrich erzählt unserer Redaktion, dass er nach wenigen Jahren gebeten wurde, ab Sommer 2017 auch die Leitung der Maria-Ward-Realschule zu übernehmen. Er habe es sich damals lange und gut überlegt – und nahm die Herausforderung an. Auch wenn seine Frau von dieser Idee „nicht der größte Fan“ gewesen sei“, sagt Hörtrich und lacht.

Übergänge zwischen Günzburger Maria-Ward-Realschule und -Gymnasium vereinfachen

Er sah die Chance, beide Schulen miteinander zu verzahnen. So sah es auch Peter Kosak, damals wie heute Leiter des Schulwerks der Diözese Augsburg, der vor vier Jahren sagte: „Die Schülerinnen werden von gemeinsamen Angeboten im Wahlfach- und Förderbereich, aber auch im Bereich des Ganztagsangebots profitieren.“ Doch das war nicht der einzige Vorteil. Die Übergänge zwischen den beiden Schularten konnten mit demselben Chef vereinfacht werden, ebenso verhielt es sich mit organisatorischen Abläufen. Inhaltliche und pädagogische Synergien wurden bestens genutzt. Die in beiden Schulen unterschiedlichen Räumlichkeiten konnten so bestens genutzt werden.

Am 15. Februar folgt nun der Abschied Hörtrichs von der Realschule. Es ist ein Abschied mit gemischten Gefühlen: „Wir haben hier ein tolles Kollegium und super nette Kinder. Aber es war auch eine Doppelbelastung für mich und meine Familie. Außerdem wollte ich auch wieder Deutsch und Geschichte unterrichten“, sagt Hörtrich. Den Lehrerjob konnte er in den vergangenen Jahren kaum ausüben, zu viele Verpflichtungen und Termine habe er als doppelter Schulleiter gehabt.

Hörtrichs Doppelfunktion in Günzburg war zunächst auf zwei Jahre befristet

Als er 2017 die Doppelfunktion übernahm, sei es eine auf zunächst zwei Jahre befristete Aufgabe gewesen. Weil es gut lief, verlängerte sich das Engagement Hörtrichs. Er machte aber deutlich, dass er diese Doppelfunktion abgeben möchte, wenn seine Stellvertreterin am Gymnasium, Astrid Barnert, in den Ruhestand geht. Da dies nun der Fall ist, sei der Zeitpunkt gekommen, um an der Maria-Ward-Realschule wieder einen eigenen Chef zu installieren. Als Hörtrich 2017 der Chef beider Schulen wurde, gab es 418 Schülerinnen in der Maria-Ward-Realschule und 340 im Maria-Ward-Gymnasium – inzwischen sind es insgesamt etwa 1000. Hörtrich ist sich sicher, dass die bisherige Zusammenarbeit beider Schulen weiterhin so reibungslos ablaufe wie bisher – das habe er mit Josef Sumser bereits besprochen.

Josef Sumser ist ab 15. Februar der neue Leiter der Maria-Ward-Realschule in Günzburg.
Foto: Sammlung Sumser

Der neue Leiter der Günzburger Maria-Ward-Realschule ist bei Augsburg geborgen und 40 Jahre alt. Sumser war Lehrer für Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen, Wirtschaft und Recht, Geografie und Sozialwesen an einer städtischen Schule, bevor er 2014 an das Anna Barbara von Stettensche Institut wechselte. Bald darauf stieg er zum Konrektor der Realschule auf und übernahm vor einem Jahr vorübergehend die Aufgaben der Realschulleitung.

Josef Sumser soll Leitungsstrukturen an Maria-Ward-Schulen in Günzburg optimal ergänzen

„Wir sind froh, dass wir mit Herrn Sumser eine Person mit Leitungserfahrung gewinnen konnten. Aufgrund seiner bisherigen Tätigkeiten wird er an den Maria-Ward-Schulen Günzburg die Leitungsstrukturen optimal ergänzen und mit seiner christlichen-katholischen Grundüberzeugung auch spirituell bereichern“, freut sich Peter Kosak, der Direktor des Schulträgers Schulwerks der Diözese Augsburg in einer Pressemitteilung.

Die Zukunft seiner neuen Schule sieht Sumser in einer profilierten Schulentwicklung, die auch in den gegenwärtig herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie nur im engen kollegialen Miteinander bewerkstelligt werden kann.

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